Welche geistlichen Disziplinen helfen mir, im Glauben beständig zu wachsen?

Geistliche Disziplinen sind keine gesetzlichen Pflichtübungen, um Gottes Liebe zu verdienen, sondern bewusste Lebensgewohnheiten, die Raum schaffen, damit Gottes Geist uns von innen heraus transformieren kann. Der Theologe Dallas Willard beschrieb sie als Aktivitäten in unserer Macht, die es uns ermöglichen, das zu tun, was wir nicht aus direkter eigener Kraft tun können (Willard, Das schöpferische Leben, 1997). Sie helfen uns, die Verbindung zu Jesus Christus als der Quelle des Lebens lebendig zu halten, wie es in Johannes 15,5 beschrieben wird.

Historisch und systematisch lassen sich die Disziplinen in drei Dimensionen einteilen, die sich gegenseitig ergänzen: die innere, die äußere und die gemeinschaftliche Dimension (Foster, Nachfolge feiern, 1978).

1. Die innere Dimension: Das Wort und die Stille

2. Die äußere Dimension: Lebensstil und Rhythmus

3. Die gemeinschaftliche Dimension: Rechenschaft und Anbetung

Praktischer Ansatz für den Alltag

Um eine tragfähige Gewohnheit aufzubauen, ist es ratsam, klein zu beginnen. Wählen Sie eine Disziplin aus – beispielsweise zehn Minuten tägliche Stille oder das wöchentliche Einhalten eines Sabbat-Nachmittags – und praktizieren Sie diese über mehrere Wochen treu. Geistliches Wachstum ist kein Sprint, sondern ein Marathon, der durch die Treue im Kleinen gestaltet wird.

lumen.bible