Unter den vielen Argumenten, die beweisen, dass die Verfasser der Schrift vom Geist Gottes inspiriert waren, ist nicht das letzte und geringste, dass die Schreiber der Heiligen Schrift ihre eigenen Fehler und die Fehler ihrer liebsten und nächsten Angehörigen aufzeichnen. Wie grob spricht David von sich selbst: „So töricht war ich und unwissend; ich war wie ein Tier vor dir.“ Und meint ihr, das Angesicht des heiligen Paulus sähe schmutziger aus, weil es mit seinem eigenen Stift gezeichnet wurde, wenn er sagt: „Ich war ein Mörder, ein Verfolger, der größte der Sünder“? … Mose berichtet über die Sünde und Strafe seiner eigenen Schwester, die Idolatrie und den Aberglauben seines Bruders Aaron und seinen eigenen Fehler beim voreiligen Schlagen des Felsens.
— Thomas Fuller (1608–1661), Geistlicher, Prediger, Gelehrter und Historiker
Themen: Bibel & Wort Gottes, Demut & Stolz
Thomas Fuller
Thomas Fuller (1608–1661) war ein englischer anglikanischer Geistlicher, Prediger und Historiker, der unter anderem in London, Oxford und Cranford wirkte. In den Wirren des Englischen Bürgerkriegs vertrat er theologische Mäßigung und wurde durch kirchengeschichtliche Werke sowie geistreiche Schriften bekannt. Für heutige Bibelleser bietet er lebensnahe theologische Betrachtungen und Aphorismen über Glaubenspraxis, Geduld und christlichen Charakter.
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