Dass ein Christ durch einen Kalenderwechsel zu persönlichen Vorsätzen angetrieben oder motiviert wird, wirkt ehrlich gesagt ein wenig abergläubisch… Zu sagen, der 1. Januar sei irgendwie der beste Tag, um persönliche Vorsätze zu fassen, heisst, sich nach zwei Gesellschaften zu richten, die vollständig im Heidentum verwurzelt waren… Wenn wir dann sagen, dass wir in den Tagen oder Wochen vor dem 1. Januar am stärksten von der Notwendigkeit einer Veränderung überzeugt sind, heisst das, dass der Heilige Geist irgendwie durch dasselbe heidnische System von Tagen eingeschränkt oder motiviert wird, das die Römer und die Babylonier motivierte… Als Christen wissen wir, dass wir in einem fortwährenden Zustand der Umkehr leben sollen, immer empfänglich für die Notwendigkeit der Veränderung, immer der Heiligung nachjagend und immer bestrebt, Christus zu gehorchen. Bis zum 1. Januar zu warten und ihn als den einen Zeitpunkt im Jahr zu betrachten, an dem wir die – wie wir hoffen – bedeutsamsten dieser Veränderungen vornehmen, heisst zu sagen, dass sie am 7. Mai oder am 19. August oder an jedem anderen Tag des Jahres nicht ebenso notwendig gewesen wären.
— Daryl Wingerd, Pastor und Autor
Themen: Wachstum & Charakter
Anlässe: Jahreswechsel & Neuanfang
Daryl Wingerd
Daryl Wingerd ist ein US-amerikanischer reformatorisch-baptistischer Pastor und Autor, der seit 2001 als Gemeindeleiter in Missouri tätig ist und theologische Schriften veröffentlicht. Er steht für eine calvinistische Bekehrungstheologie und biblische Seelsorge, wobei seine strikte theologische Ablehnung jeglicher Wiederheirat nach einer Scheidung kontrovers diskutiert wird. Bibellesern vermittelt er pointierte seelsorgerliche Impulse zu Themen wie Gebet, Gottesfurcht und christlicher Lebensführung.
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