Der göttliche Sohn, eine der drei Personen des einen Gottes, durch den der Vater sich vom Anfang der Schöpfung an dem Menschen offenbart hat (Joh 1,18), nahm die Natur des Menschen an und wurde so unser Stellvertreter. Er brachte sich selbst als Opfer an unserer statt dar und trug unsere Sünde an seinem eigenen Leib am Holz. Er litt nicht nur furchtbare leibliche Qual, sondern auch das undenkbare geistliche Grauen, mit der Sünde eins gemacht zu werden, der er unendlich entgegengesetzt war. Damit kam er unter den Fluch der Sünde, so dass für eine Zeit sogar seine vollkommene Gemeinschaft mit dem Vater zerbrach. So machte Gott seinen unendlichen Abscheu vor der Sünde offenbar, indem er bereit war, all das selbst zu erleiden, an der Stelle der Schuldigen, um gerecht vergeben zu können. So fand die Liebe Gottes ihre vollkommene Erfüllung, denn er hielt selbst vor jenem äussersten Opfer nicht zurück, damit wir durch das, was er erduldete, vom ewigen Tod gerettet würden. So war es ihm möglich, gerecht zu sein und den Glaubenden gerecht zu sprechen, weil er als Gesetzgeber und als Stellvertreter für das aufrührerische Menschengeschlecht selbst die Strafe des gebrochenen Gesetzes erlitten hatte.
— Harold Guillebaud (1888–1941), Missionar, Theologe
Bibelstelle: JHN.1.18
Themen: Gnade & Erlösung, Gott, Jesus & Heiliger Geist
Anlässe: Kirchenjahr, Zum Nachdenken
Alle Zitate von Harold Guillebaud (2)
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