Eines der größten Paradoxe der Kirchengeschichte ist, dass die Kirche in Zeiten kultureller Feindseligkeit am reinsten ist. Wenn die Dinge einfach und gut sind, geht die Kirche am häufigsten vom Weg ab. Wenn das Christentum identisch mit der Kultur scheint und die Kirche ihren größten irdischen Erfolg zu genießen scheint, ist sie am schwächsten. Umgekehrt: Wenn die Kirche auf Härte, Verfolgung und Leiden trifft … dann ist sie ihrem gekreuzigten Herrn am nächsten, dann gibt es weniger Heuchler und Namenschristen unter ihren Mitgliedern, und dann brennt der Glaube der Christen am intensivsten.
— Gene Edward Veith (* 1951), Literaturwissenschaftler, Kulturkritiker und Autor
Themen: Kirche & Gemeinde, Versuchung & Kampf, Leid & die Frage nach Gott
Anlässe: Zum Nachdenken
Gene Edward Veith
Gene Edward Veith (* 1951) ist ein US-amerikanischer Literaturwissenschaftler, Kulturkritiker und Autor, der unter anderem an der Concordia University Wisconsin sowie am Patrick Henry College lehrte. Er steht für eine konfessionell-lutherische Auseinandersetzung mit Kultur und Gesellschaft sowie für die Wiederentdeckung der reformatorischen Lehre von der christlichen Berufung im Alltag. Bibellesern verdeutlicht sein Werk, wie sich theologische Konzepte wie die Kreuzestheologie praktisch auf Arbeit, Bildung und das Leben in einer säkularen Welt anwenden lassen.
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