Es sind nicht allein die Worte der Patriarchen und Propheten, der Apostel und Märtyrer – Menschen, die stark im Glauben standen und Gott die Ehre gaben. Es sind auch nicht die Gebete, die in feierlichen Riten verankert und angestimmt werden, getragen von großen Gemeinden in prächtigen Tempeln und auf den Flügeln zauberhafter Musik – sondern das Seufzen, der Blick, die Träne, das zitternde Verlangen schuldgebugter Sünder, das erste Lallen kindlicher Zungen; die schlichten Morgengebete und Abendgebete im einfachen Heim, wo man auf dem Lehmboden kniet, wo der einzige Altar das demütige Herz ist und das Opfer ein zerbrochener und zerschlagener Geist.
— John MacDuff (1818–1895), Pfarrer, Hymnendichter und Autor christlicher Erbauungsliteratur
Bibelstelle: PSA.51.19
Themen: Gebet & Stille, Demut & Stolz, Schuld & Vergebung
Anlässe: Zum Nachdenken
John MacDuff
John Ross Macduff (1818–1895) war ein schottischer presbyterianischer Pfarrer und Autor, der unter anderem in Glasgow und später in England wirkte. Im 19. Jahrhundert wurde er durch weit verbreitete Andachtsbücher, Gebetssammlungen und Kirchenlieder bekannt, die seelsorglichen Zuspruch und biblische Verheißungen in den Mittelpunkt stellten. Heutigen Bibellesern begegnen seine Schriften als Beispiele protestantischer Erbauungsliteratur, die biblische Texte auf persönliche Lebensfragen und Erfahrungen von Leid beziehen.
Alle Zitate von John MacDuff (11)
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Wenn wir beten, bleiben die Umstände oft die gleichen, aber wir werden anders.
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Mut ist Angst, die gebetet hat.
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Beten ist Atem holen aus Gott.
Dietrich Bonhoeffer
Charles Haddon Spurgeon
Das Gebet rüstet uns nicht für größere Werke aus – das Gebet ist das größere Werk.
Oswald Chambers
Gott hat sein Ohr an deinem Herzen.
Augustinus von Hippo
Gebete sind Werkzeuge nicht zum Tun oder Bekommen, sondern zum Sein und Werden.
Eugene Peterson