„Er hat seinen eigenen Sohn nicht verschont, sondern hat ihn für uns alle dahingegeben; wie sollte er uns mit ihm nicht alles schenken?“ (Römer 8,32). Wie wäre es vorstellbar, dass Gott seinem Volk nach alldem Geistliches oder Leibliches vorenthalten sollte? Wie sollte er sie nicht wirksam berufen, umsonst rechtfertigen, durch und durch heiligen und ewig verherrlichen? Wie sollte er sie nicht kleiden, nähren, schützen und erretten? Wenn er seinen eigenen Sohn nicht vor einem einzigen Schlag, einer Träne, einem Stöhnen, einem Seufzer oder einem Umstand des Elends verschont hat, kann man sich unmöglich vorstellen, dass er seinem Volk, um dessentwillen all dies erlitten wurde, jemals irgendeine Barmherzigkeit, irgendeinen Trost oder irgendein Vorrecht vorenthalten würde, das gut für sie ist.
— John Flavel (1627–1691), Puritanischer Prediger
Bibelstelle: ROM.8.32
Themen: Gnade & Erlösung, Gott, Jesus & Heiliger Geist, Glaube & Vertrauen
Anlässe: Ermutigung, Zum Nachdenken
John Flavel
John Flavel war ein englischer puritanischer Geistlicher und Autor des 17. Jahrhunderts, der nach dem Verlust seiner Pfarrstelle durch die Uniformitätsakte von 1662 vor allem verdeckt in Dartmouth wirkte. Er wurde durch theologische Schriften über die göttliche Vorsehung, innere Herzensprüfung und seelsorgerlichen Trost in Krisenzeiten bekannt. Heutigen Bibellesern vermittelt sein Werk einen Einblick in die Verbindung von reformierter Glaubenslehre mit praxisnaher Seelsorge und Alltagsfrömmigkeit.
Alle Zitate von John Flavel (30)
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