Inmitten dieser Unordnung Gottes Reich als das der Gerechtigkeit und des Friedens anzuzeigen, das ist der prophetische Auftrag der Kirche: der Auftrag ihres politischen Wächteramtes und ihres sozialen Samariterdienstes.
— Karl Barth (1886–1968), Theologe
Quelle: Eröffnungsreferat auf der ersten ÖRK-Vollversammlung Amsterdam 1948; zitiert nach: Friedrich Wilhelm Bautz, Biographisch-Bibliographisches Kirchenlexikon (BBKL), Bd. 1 (1975), Sp. 384–396
Themen: Kirche & Gemeinde, Gerechtigkeit & Einsatz, Dienst & Nächstenliebe
Anlässe: Zum Nachdenken
Karl Barth
Der Schweizer evangelisch-reformierte Theologe Karl Barth (1886–1968) wirkte als Gemeindepfarrer im Aargau sowie als Universitätsprofessor in Deutschland und Basel. Als Mitbegründer der Dialektischen Theologie und Vordenker der Bekennenden Kirche wandte er sich gegen die liberale Kulturtheologie und verfasste maßgeblich die Barmer Theologische Erklärung von 1934. Für Bibelleser bleibt seine radikale Konzentration auf Gottes Selbstoffenbarung in Jesus Christus prägend, während seine theologische Haltung zur Erwählungslehre und seine jahrzehntelange Dreiecksbeziehung im eigenen Haushalt bis heute diskutiert werden.
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