Die Antwort ist einfach: Ich halte es für mich nicht für angemessen, meine Zeit damit zu verbringen, meinen Namen zu verteidigen. Mein Name ist nichts – wen kümmert er wirklich? Und ich bin nicht dazu berufen, kostbare Stunden und Kraft daran zu verschwenden, jeden abzuwehren, der mit einem Laptop nach mir schlagen will. Als Christ soll ich mich ebenso wenig selbst rechtfertigen wie selbst darstellen; ich bin vielmehr berufen, den Namen Christi zu verteidigen. Und ehrlich gesagt habe ich noch keine Kritik an mir gesehen, ob wahr oder unwahr, auf die ich mit der Begründung hätte antworten können, es werde Christi Ehre und nicht schlicht mein Ego beschädigt. Ich bin berufen, meine Zeit damit zu verbringen, Ehemann zu sein, Vater, Pastor in meiner Denomination, Glied meiner Gemeinde, ein guter Freund für die Menschen um mich her und ein gewissenhafter Angestellter. Diese Dinge, diese Menschen, diese Orte und Zusammenhänge sollen meine Prioritäten und die Einteilung meiner Zeit bestimmen. Im Zorn auf jene zurückzuschlagen, die mich – zu Recht oder zu Unrecht – nicht mögen und aus irgendeinem Grund meinen, die Welt müsse ihre Meinung über mich erfahren, gehört nicht zu der Berufung, die Gott mir gegeben hat. Gott wird sich um meinen Ruf kümmern, wenn es nötig ist; mir hat er andere Arbeit gegeben.
— Carl Trueman (* 1967), Theologe, Kirchenhistoriker und Kulturkritiker
Themen: Demut & Stolz, Freiheit & Wahrheit, Arbeit & Berufung
Anlässe: Zum Nachdenken
Alle Zitate von Carl Trueman (2)
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Demut heißt nicht, geringer von sich zu denken, sondern seltener an sich zu denken.
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Gnade fließt, wie Wasser, zum tiefsten Punkt.
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Es gibt einen Gott, und ich bin es nicht.
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Craig Groeschel
Ich bin nur ein kleines Kabel - Gott ist der Strom.
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Demut ist die Fähigkeit, auch zu den kleinsten Dingen des Lebens empor zu sehen.
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