Wenn man Vergebung nicht sowohl als ein Ereignis als auch als einen Prozess versteht, können sich Entmutigung und Schuldgefühle breitmachen. Das liegt daran, dass die Entscheidung zu vergeben die Verletzung, das fehlende Vertrauen und den Zorn gegenüber der Person nicht sofort heilt. Wenn man Vergebung jedoch als Ereignis und Prozess zugleich sieht, werden Entmutigung und Schuld minimiert. Man weiß, dass man vergeben hat, obwohl man sich der Versuchung bewusst ist, es dem anderen heimzuzahlen. Dieses Bewusstsein hält wachsam gegenüber der Sünde im eigenen Herzen und führt zu Gott, um seine Reinigung und Kraft zu empfangen, wenn man mit der eigenen Haltung kämpft.
— Timothy Lane (* 1961), Pfarrer, Buchautor und biblischer Seelsorger
Themen: Schuld & Vergebung, Wachstum & Charakter, Glaube & Vertrauen
Anlässe: Zum Nachdenken
Timothy Lane
Der US-amerikanische presbyterianische Pfarrer und Dozent Timothy Lane (* 1961) ist als Seelsorger und langjähriger Leiter der Christian Counseling & Educational Foundation (CCEF) tätig. Bekannt wurde er vor allem durch praxisnahe Veröffentlichungen zur biblischen Seelsorge sowie zur gnadenzentrierten Lebens- und Beziehungsgestaltung. Für Bibelleser bieten seine Schriften Ansätze, theologische Aussagen über Vergebung und Erneuerung auf zwischenmenschliche Konflikte und alltägliche Herausforderungen anzuwenden.
Alle Zitate von Timothy Lane (7)
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