Aber sagt ihr: 'Das ist eine so seltsame Sache?' Was, meine Brüder! Ist es nicht viel seltsamer, dass eine Familie, die vorgibt, christlich zu sein, die vorgibt, eine feste Hoffnung auf die Ewigkeit zu haben, dieser Ewigkeit entgegengeht, ohne irgendein Zeichen dieser Hoffnung zu geben, ohne jede Vorbereitung, ohne jedes Gespräch, vielleicht, ach! ohne jeden Gedanken daran? Ach! Das ist sehr seltsam! Sagt ihr: 'Das ist eine Sache von sehr geringem Ansehen und Glanz, und mit der ein gewisses Maß an Scham verbunden ist?' Und wer ist dann der Größere: jener Vater, der in früheren, glücklicheren Tagen der Hohepriester Gottes in seinem eigenen Haus war und der seine väterliche Autorität vermehrte und ihr eine göttliche Weihe verlieh, indem er sich mit seinen Kindern vor seinem Vater und dem Vater aller niederkniete; oder jener weltliche Mensch unserer Tage, dessen Sinn nur mit eitlen Beschäftigungen befasst ist, der seine ewige Bestimmung und die seiner Kinder vergisst und in dessen Haus Gott nicht ist? O welche Schande ist das!
— Jean-Henri Merle d'Aubigné (1794–1872), Kirchenhistoriker
Themen: Beziehung & Familie, Glaube & Vertrauen
Alle Zitate von Jean-Henri Merle d'Aubigné (2)
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