Zitate von Jean-Henri Merle d'Aubigné

Jean-Henri Merle d'Aubigné (1794–1872) — Kirchenhistoriker · Reformiert · Schweiz

Epoche: Erweckung & 19. Jahrhundert

Wiederkehrende Themen: Beziehung & Familie, Glaube & Vertrauen, Ewigkeit & Hoffnung über den Tod

Zitate von Jean-Henri Merle d'Aubigné

Wie könnt ihr hoffen, die, die ihr liebt, bei Christus im Himmel wiederzusehen, wenn ihr nicht gemeinsam mit ihnen Christus auf Erden sucht? Wie sollt ihr euch dort als Familie versammeln, wenn ihr euch hier unten nicht als Familie um die himmlischen Dinge gekümmert habt? Die christliche Familie aber, die in Jesus vereint war, wird sich ohne Zweifel um den Thron der Herrlichkeit dessen versammeln, den sie geliebt hat, ohne ihn gesehen zu haben.

Jean-Henri Merle d'Aubigné

Aber sagt ihr: 'Das ist eine so seltsame Sache?' Was, meine Brüder! Ist es nicht viel seltsamer, dass eine Familie, die vorgibt, christlich zu sein, die vorgibt, eine feste Hoffnung auf die Ewigkeit zu haben, dieser Ewigkeit entgegengeht, ohne irgendein Zeichen dieser Hoffnung zu geben, ohne jede Vorbereitung, ohne jedes Gespräch, vielleicht, ach! ohne jeden Gedanken daran? Ach! Das ist sehr seltsam! Sagt ihr: 'Das ist eine Sache von sehr geringem Ansehen und Glanz, und mit der ein gewisses Maß an Scham verbunden ist?' Und wer ist dann der Größere: jener Vater, der in früheren, glücklicheren Tagen der Hohepriester Gottes in seinem eigenen Haus war und der seine väterliche Autorität vermehrte und ihr eine göttliche Weihe verlieh, indem er sich mit seinen Kindern vor seinem Vater und dem Vater aller niederkniete; oder jener weltliche Mensch unserer Tage, dessen Sinn nur mit eitlen Beschäftigungen befasst ist, der seine ewige Bestimmung und die seiner Kinder vergisst und in dessen Haus Gott nicht ist? O welche Schande ist das!

Jean-Henri Merle d'Aubigné

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