Alle Nöte des Volkes Gottes sind unter seiner gnädigen Führung dazu bestimmt, jene Gnadengaben und Tugenden zu prüfen, offenbar zu machen und zu üben, die er in sie hineingepflanzt hat. Obwohl Nöte an sich nicht erfreulich, sondern schmerzhaft sind, bringen sie doch denen, die dadurch geübt werden, die friedvolle Frucht der Gerechtigkeit. Nöte dienen dazu, den Geist der Andacht in uns zu beleben und uns aus jener Formalität und Gleichgültigkeit aufzuschütteln, die oft auf eine lange Zeit der Ruhe und des Wohlstands folgen. Wir werden gedrängt, Gott mit Aufrichtigkeit und Hingabe zu suchen, wenn seine züchtigende Hand auf uns liegt, da wir dann unsere absolute Bedürftigkeit nach jener Hilfe und Rettung spüren, die nur er allein uns geben kann.
— John Fawcett (1740–1817), Baptistenpastor, Theologe, Hymnendichter
Themen: Leid & die Frage nach Gott, Wachstum & Charakter, Gebet & Stille
Anlässe: Trost
John Fawcett
John Fawcett (1740–1817) war ein britischer Baptistenpastor, Theologe und Kirchenlieddichter, der über Jahrzehnte in ländlichen Gemeinden in Yorkshire wirkte. Bekannt wurde er vor allem durch den Choral „Blest Be the Tie That Binds“, theologische Schriften zur praktischen Frömmigkeit und sein Engagement in der Ausbildung junger Prediger. Für heutige Bibelleser vermitteln seine Lieder und Kommentare Impulse zu christlicher Gemeinschaft, Sanftmut und treuem Dienst in der Ortsgemeinde.
Alle Zitate von John Fawcett (8)
Mehr zu diesem Thema
In unserer eigenen Verwundung können wir zu Quellen des Lebens für andere werden.
Henri Nouwen
Henri Nouwen
C.S. Lewis
Wenn wir wie Trauben zertreten werden, können wir nicht an den Wein denken, der wir werden.
Henri Nouwen
Joni Eareckson-Tada
Etty Hillesum
Gott schreibt auch auf krummen Zeilen gerade.
Paul Claudel
Dietrich Bonhoeffer