Zitate von A.A. Hodge
A.A. Hodge (1823–1886) — Theologe · Presbyterianisch · USA
Archibald Alexander Hodge (1823–1886) war ein US-amerikanischer presbyterianischer Pastor und Theologieprofessor, der vor allem am Princeton Theological Seminary lehrte. Als Vertreter der reformierten „Old Princeton Theology“ prägte er durch seine Schriften maßgeblich das konservative Verständnis der Verbalinspiration und Irrtumslosigkeit der biblischen Urtexte. Für heutige Bibelleser bietet sein Werk eine didaktisch klare Darlegung klassischer reformierter Dogmatik, während theologische Kritiker seiner Schriftauffassung eine zu scholastisch-rationalistische Prägung vorhalten.
Epoche: Erweckung & 19. Jahrhundert
Wiederkehrende Themen: Gnade & Erlösung, Kirche & Gemeinde, Weisheit & Erkenntnis, Demut & Stolz, Mut & Kraft, Freiheit & Wahrheit, Glaube & Vertrauen, Wachstum & Charakter
Zitate von A.A. Hodge
Eine Kirche hat kein Recht, etwas zur Bedingung der Mitgliedschaft zu machen, was Christus nicht zur Bedingung des Heils gemacht hat.
A.A. Hodge
Es ist leichter, zwanzig Menschen zu finden, die klug genug sind, die Wahrheit zu entdecken, als einen einzigen, der unerschrocken genug ist, angesichts von Widerstand für sie einzustehen.
A.A. Hodge
Nichts auf der Welt erzeugt einen so teuflischen, tiefen und Gott trotzenden Stolz wie eine falsche Gewissheit; nichts bewirkt eine so völlige Demut oder führt zu einer so tiefen Selbstentäußerung wie der kindliche Geist wahrer Gewissheit.
A.A. Hodge
Du kannst Christus nicht zur Rechtfertigung annehmen, ohne ihn auch zur Heiligung anzunehmen. Rechtfertigung und Heiligung lassen sich ebenso wenig trennen wie der Blutkreislauf vom Einatmen der Luft. Atmen und Kreislauf sind zwei verschiedene Dinge, aber das eine gibt es nicht ohne das andere; sie gehören zusammen und bilden ein einziges Leben.
A.A. Hodge
Der Himmel als das ewige Zuhause des göttlichen Menschen Jesus und aller erlösten Mitglieder der Menschheit muss in seiner Struktur, seinen Bedingungen und seinen Aktivitäten notwendigerweise durch und durch menschlich sein. Seine Freuden und Beschäftigungen müssen alle vernünftig, moralisch, emotional, freiwillig und aktiv sein. Alle Fähigkeiten müssen dort ausgeübt, alle Geschmäcker zufriedengestellt, alle verborgenen Begabungen entfaltet und alle Ideale verwirklicht werden.
A.A. Hodge
Es ist zu bedauern, dass der Ausdruck unwiderstehliche Gnade je gebraucht wurde, denn er legt die Vorstellung eines mechanischen, erzwingenden Einflusses auf einen unwilligen Menschen nahe, während er in Wahrheit den überragenden Akt des unendlichen Schöpfers meint, der das Geschöpf von sich aus willig macht.
A.A. Hodge
Der Mensch muss nach bestem Vermögen jeden einzelnen Teil der Schrift separat auslegen und dann alles, was die Schrift zu einem Thema lehrt, zu einem konsistenten Ganzen zusammenfügen und diese Lehren miteinander in Übereinstimmung bringen. Jeder Bibelleser tut dies – ob er den Nutzen menschlicher Bekenntnisse anerkennt oder leugnet. Wenn jemand die Hilfestellung ablehnt, die durch die von der Kirche erarbeiteten Glaubenssätze geboten wird, muss er sich sein Bekenntnis durch eigene Weisheit zusammenstellen. Die eigentliche Frage liegt nicht zwischen dem Wort Gottes und dem Bekenntnis der Menschen, sondern zwischen dem geprüften Glauben der Gesamtheit des Volkes Gottes und dem privaten Urteil des Einzelnen.
A.A. Hodge
Nichts in der Welt neigt so sehr dazu, die Einbildungskraft zu beschmutzen, die Zuneigungen zu verdrehen und die Moral zu korrumpieren wie die Ich-Bezogenheit. Sie wissen, dass sie mit jeder Krankheit und krankhaften Regung des Körpers zusammenhängt. …Jede Selbstbezogenheit gehört zum eigentlichen Wesen und der Natur der Sünde.
A.A. Hodge
Belege: christianobserver.org, ligonier.org, thegospelcoalition.org
Alle Zitate · lumen.bible