Zitate von Alister McGrath

Alister McGrath (* 1953) — Theologe, Biophysiker und christlicher Apologet · anglikanisch · Vereinigtes Königreich

Alister McGrath (* 1953) ist ein britischer Theologe, Biophysiker und anglikanischer Priester, der lange an der Universität Oxford lehrte. Bekannt wurde er durch theologische Standardlehrbücher sowie als Apologet im Dialog zwischen Naturwissenschaft und christlichem Glauben und in der Debatte mit dem Neuen Atheismus. Heutigen Bibellesern vermittelt er eine intellektuell fundierte Reflexion über das Zusammenspiel von wissenschaftlicher Rationalität und biblischem Sinnhorizont.

Epoche: Gegenwart

Wiederkehrende Themen: Zweifel & Anfragen, Weisheit & Erkenntnis, Glaube & Vertrauen, Gott, Jesus & Heiliger Geist, Freiheit & Wahrheit, Sinn & Identität, Dienst & Nächstenliebe, Kirche & Gemeinde

Zitate von Alister McGrath

Apologetik zielt darauf ab, Gläubige zu Denkern und Denker zu Gläubigen zu machen.

Alister McGrath

Die menschliche Suche nach Schönheit ist daher in Wahrheit eine Suche nach der Quelle dieser Schönheit, die durch die Dinge dieser Welt vermittelt wird.

Alister McGrath

Für christliche Schriftsteller ist der religiöse Glaube keine Rebellion gegen die Vernunft, sondern ein Aufbegehren gegen die Gefangenschaft der Menschheit innerhalb der Grenzen der Vernunft allein.

Alister McGrath

Bei der Apologetik geht es darum, Menschen davon zu überzeugen, dass es eine Tür zu einer anderen Welt gibt, eine Tür, von deren Existenz sie vielleicht nie wussten.

Alister McGrath

Das Christentum erzählt eine große Geschichte. Es ermöglicht uns, unsere eigene Geschichte auf eine neue Weise zu sehen.

Alister McGrath

Zu dienen ohne eine prägende Schau Gottes ist jedoch so, als sollte man Ziegel ohne Stroh herstellen.

Alister McGrath

Lewis begann zu begreifen, dass der Atheismus die tiefsten Sehnsüchte seines Herzens nicht stillte und nicht stillen konnte, noch seine Ahnung, dass das Leben mehr birgt als das, was man an der Oberfläche sieht.

Alister McGrath

Wahre Liebe beinhaltet die Bereitschaft zur Veränderung, denjenigen ähnlicher zu werden, die wir lieben. Liebe ist dynamisch, nicht statisch.

Alister McGrath

Zweifel ist im Glauben natürlich. Er entsteht aus unserer menschlichen Schwäche und Zerbrechlichkeit … Unglaube ist die Entscheidung, so zu leben, als gäbe es keinen Gott. Es ist eine bewusste Entscheidung, Jesus Christus und alles, wofür er steht, abzulehnen. Zweifel aber ist etwas ganz anderes. Er entsteht innerhalb des Glaubens. Er ist die sehnsüchtige Suche nach Gewissheit über das, worauf wir vertrauen. Aber er ist und muss kein Problem sein.

Alister McGrath

Der Glaube, durch den wir gerechtfertigt werden, ist wie ein Kanal, durch den uns die Wohltaten Christi zufließen. Wir werden nicht aufgrund unseres Glaubens gerechtfertigt, sondern durch den Glauben. Es ist das Werk Christi, nicht unser Glaube, das die Grundlage der Rechtfertigung bildet. Der Glaube selbst ist ein Geschenk Gottes.

Alister McGrath

Für ihre Kritiker lenkt das Studium der Theologie vom wirklichen Leben ab. Doch in ihrer besten Gestalt inspiriert und prägt die Theologie gerade den hingebungsvollen und fürsorglichen Dienst.

Alister McGrath

Hinter der ganzen Rhetorik über Relevanz verbirgt sich eine zutiefst beunruhigende Möglichkeit – dass Menschen ihr Leben auf eine Illusion gründen könnten, auf eine offenkundige Lüge. Die Attraktivität eines Glaubenssatzes steht allzu oft in umgekehrtem Verhältnis zu seiner Wahrheit … Der ‚Relevanz‘ mehr Gewicht zu geben als der Wahrheit, ist ein Zeichen intellektueller Oberflächlichkeit und moralischer Verantwortungslosigkeit.

Alister McGrath

Das Gute triumphiert nicht, wenn gute Menschen sich nicht der Herausforderung stellen, die sie umgibt.

Alister McGrath

Neue Ideen können überaus schlechte Ideen sein, und bis die Menschen merken, wie schlecht sie sind, ist es manchmal schwer, sie wieder loszuwerden.

Alister McGrath

Die christliche Lehre ist einzigartig, weil sie eine verstandesmäßige Antwort auf das geschichtliche Handeln und die Offenbarung Gottes ist. Sie ist das nachdenkende Nachsinnen über Gottes rettendes Handeln in Jesus Christus. Grundlegend ist dabei die Tatsache, dass Gott selbst uns sagen muss, wie er ist. Es liegt nicht an uns zu bestimmen, an was für einen Gott wir glauben wollen, sondern es ist Gottes Sache, sich uns zu offenbaren.

Alister McGrath

Seltsamerweise halten Dawkins und Dennett beharrlich an der veralteten Vorstellung fest, dass Wissenschaft und Religion in ständigem Konflikt stehen – einer Idee, die oft als Kriegsthese bezeichnet wird.

Alister McGrath

Tradition ist die Bereitschaft, die Schrift so zu lesen, dass man mitbedenkt, wie sie in der Vergangenheit gelesen wurde. Sie ist ein Bewusstsein für die gemeinschaftliche Seite des christlichen Glaubens, die einen flachen Individualismus in Frage stellt. Die Auslegung der Schrift reicht weiter, als ein Einzelner erkennen kann. Sie ist die Bereitschaft, dem Urteil derer volles Gewicht zu geben, die im Glauben vor uns gegangen sind.

Alister McGrath

Gottes Existenz lässt sich vielleicht nicht im strengen rationalistischen Sinne des Wortes beweisen. Dennoch kann in voller Aufrichtigkeit bekräftigt werden, dass der Glaube an Gott höchst vernünftig ist und mehr Sinn ergibt für das, was wir in der Welt sehen, in der Geschichte erkennen und in unserem Leben erfahren, als seine Alternativen.

Alister McGrath

Belege: wikipedia.org, cslewis.org, ox.ac.uk, cam.ac.uk

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