Zitate von Amy Carmichael

Amy Carmichael (1867–1951) — Missionarin · Protestantisch · Indien

Amy Carmichael war eine nordirische protestantische Missionarin und Autorin, die von 1895 bis zu ihrem Tod in Südindien wirkte. Bekannt wurde sie durch die Rettung zahlreicher Kinder vor ritueller Tempelprostitution und die Gründung der Dohnavur Fellowship, wobei ihr autoritärer Führungsstil und die strenge Abschottung der Gemeinschaft missionsgeschichtlich kritisiert werden. Heutigen Bibellesern begegnet sie vor allem als Beispiel praktischer Nächstenliebe sowie durch geistliche Texte über Hingabe, Gebet und radikale Nachfolge.

Epoche: 20. Jahrhundert

Wiederkehrende Themen: Nachfolge & Jüngerschaft, Liebe, Dienst & Nächstenliebe, Bibel & Wort Gottes, Glaube & Vertrauen, Demut & Stolz, Gebet & Stille, Beziehung & Familie

Zitate von Amy Carmichael

Man kann immer geben, ohne zu lieben, aber man kann niemals lieben, ohne zu geben.

Amy Carmichael

Selig sind die, deren Herz ungeteilt ist, denn sie werden viel Frieden genießen … Wenn du dich nicht drängen und hetzen lässt, wenn du deine Seele auf Gott ausrichtest, kann dich nichts von jener Klarheit des Geistes abhalten, die Leben und Friede ist. In dieser Stille weißt du, was sein Wille ist.

Amy Carmichael

Wenn ich mich über einen Scherz auf Kosten eines anderen amüsieren kann; wenn ich einen anderen im Gespräch oder auch nur in Gedanken herabsetzen kann, dann weiß ich nichts von der Liebe von Golgatha.

Amy Carmichael

Das einzige Recht, das ein Christ hat, ist das Recht, auf seine Rechte zu verzichten.

Amy Carmichael

Wenn du noch nie durch ein Wort Gottes verletzt wurdest, hast du wahrscheinlich noch nie Gott sprechen hören.

Amy Carmichael

Christus, wenn meine Füße je straucheln und ich daran denke, umzukehren; wenn Dornen und Wüste mich klagen lassen: Herr, zeige mir deine Füße. Deine Füße, deine blutenden und verwundeten Füße.

Amy Carmichael

Niemals übereinander reden, immer miteinander.

Amy Carmichael

Wer zu viel von sich selbst hält, denkt nicht genug nach.

Amy Carmichael

Wenn ich mir mir sanft umgehe und mich bequem in das Laster des Selbstmitleids und der Selbstzufriedenheit gleiten lasse; wenn ich nicht versuche, durch die Gnade Gottes, Stärke aufzubringen, dann weiss ich gar nichts über Kreuzesliebe.

Amy Carmichael

Uns ist anvertraut, den Geist der Liebe auszubreiten. Milde im Urteil, die Gewohnheit, das Beste voneinander zu denken, der Unwille, Böses zu glauben, Schmerz, wenn wir dazu gezwungen sind, Eifer, Gutes zu glauben, Freude über einen, der sich von einem Fehltritt oder Sturz wieder erholt hat, selbstlose Freude an der Freude des anderen, Trauer in der Trauer des anderen, Bereitschaft, alles zu tun, um einem anderen zu helfen, ganz ohne Rücksicht auf sich selbst – all das und noch viel mehr steckt in diesem wunderbaren Wort Liebe. Wenn die Liebe unter uns schwächer wird, wenn es je möglich wird, auch nur den kleinsten Schatten eines lieblosen Gedankens zu dulden, dann beginnt unsere Gemeinschaft zu sterben. Lieblosigkeit ist tödlich. Sie ist ein Krebsgeschwür. Sie tötet vielleicht langsam, aber am Ende tötet sie immer. Fürchten wir sie, fürchten wir uns davor, ihr Raum zu geben, wie wir uns fürchten müssten, eine Kobra aufzuziehen. Sie ist tödlicher als jede Kobra. Und so wie ein einziger winziger Tropfen des fast unsichtbaren Kobragifts sich rasch im ganzen Körper dessen ausbreitet, dem er eingespritzt wurde, so hat ein Tropfen der Bitterkeit der Lieblosigkeit in meinem oder deinem Herzen, so unsichtbar er auch sei, eine schreckliche Kraft, sich durch unsere ganze Familie auszubreiten – denn wir sind ein Leib, wir sind Glieder voneinander. Wenn ein Glied Schaden nimmt, nehmen alle Schaden. Keine von uns lebt sich selbst.

Amy Carmichael

Wenn ich durch eine Arbeit, die Unverständige für „nicht geistlich“ halten, anderen am besten helfen kann und mich innerlich dagegen auflehne, weil ich denke, mich verlange nach dem Geistlichen – während es in Wahrheit das Interessante und Aufregende ist –, dann weiß ich nichts von der Liebe von Golgatha.

Amy Carmichael

Gott sei Dank für die Kampfverse in der Bibel. Wir gehen jeden Tag unseres Lebens ins Unbekannte hinein, besonders an jedem Montagmorgen, denn die Woche wird gewiss ein Schlachtfeld sein – nach aussen und nach innen, im unsichtbaren Leben des Geistes, das für die Seele oft das weitaus härtere Schlachtfeld ist. So oder so: Der Herr, dein Gott, geht vor dir her, er wird für dich kämpfen!

Amy Carmichael

Das Erstaunliche ist: Jeder, der die Bibel liest, hat dasselbe Freudige über sie zu sagen. In jedem Land, in jeder Sprache heisst es gleich: Wo dieses Buch gelesen wird — nicht nur mit den Augen, sondern mit Verstand und Herz —, da verändert sich das Leben. Traurige werden getröstet, Sünder werden verwandelt, Völker, die im Dunkeln waren, gehen im Licht. Ist es nicht wunderbar, daran zu denken, dass dieses Buch, das eine solche Macht ist, wenn es in einem ehrlichen Herzen wirken darf, heute in unseren Händen liegt?

Amy Carmichael

Belege: conservativechristianapologist.com, facebook.com, gloriouslifechanginggod.com, pepperdine.edu

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