Zitate von Anselm Grün

Anselm Grün (* 1945) — Benediktinerpater, geistlicher Begleiter und Bestsellerautor · römisch-katholisch · Deutschland

Anselm Grün (* 1945) ist ein deutscher Benediktinerpater der Abtei Münsterschwarzach, Priester und einer der international meistgelesenen christlichen Autoren der Gegenwart. Er verbindet benediktinische Tradition und die Weisheit der Wüstenväter mit Konzepten der modernen Tiefenpsychologie, sieht sich von Kritikern jedoch mit dem Vorwurf einer übermäßigen Psychologisierung biblischer Glaubensinhalte konfrontiert. Für Bibelleser bieten seine Schriften einen alltagsnahen, seelsorgerlichen Zugang zu existentiellen Lebensfragen, der zugleich zur Auseinandersetzung mit dem Verhältnis von psychologischer Lebenshilfe und christlicher Theologie anregt.

Epoche: Gegenwart

Wiederkehrende Themen: Sinn & Identität, Hoffnung & Zuversicht, Gebet & Stille, Glaube & Vertrauen, Weisheit & Erkenntnis, Gott, Jesus & Heiliger Geist, Freiheit & Wahrheit, Freude & Dankbarkeit

Zitate von Anselm Grün

Die innere Würde bleibt, auch wenn Leistungsfähigkeit und gesellschaftliche Rolle abnehmen.

Anselm Grün

Die Seele ist der innere Ort, an dem der Mensch das Göttliche berührt.

Anselm Grün

Entscheidend ist nicht, durch den Glauben die Krankheit zu verlieren, sondern mit dem Glauben in der Krankheit zu bestehen.

Anselm Grün

Gott, der uns jetzt im Leben umgibt, wird uns auch im Tod empfangen und uns mit seinen liebenden Armen umfangen.

Anselm Grün

Vor Gott zählt nicht zuerst die Leistung, sondern die unverwechselbare Person.

Anselm Grün

Wer nur Erwartungen erfüllt, verliert den Kontakt zur eigenen Lebendigkeit.

Anselm Grün

Gebet als heilsame Unterbrechung führt uns mitten in der Hektik wieder zur Ruhe.

Anselm Grün

Die tiefste Triebfeder dafür, dass der Mensch so ruhelos danach sucht, was ihn glücklich und zufrieden macht, ist letztlich die Sehnsucht nach Gott.

Anselm Grün

Alles, worauf wir dankbar zurückschauen, bleibt uns, es kann uns nicht genommen werden, auch wenn es momentan nicht da zu sein scheint.

Anselm Grün

Unterhalb unserer Oberflächlichkeit, unserer Grübeleien und unserer chaotischen Gefühle ist es auf dem Grund unserer Seele der Heilige Geist selbst, der in uns betet. Das macht unsere Würde aus.

Anselm Grün

Wer nur funktioniert, ist eigentlich tot.

Anselm Grün

Ohne einen Sinn für Transzendenz verengt sich das Leben auf das Funktionieren.

Anselm Grün

Geistliches Leben zeigt sich nicht in Schwere, sondern kann eine heitere Kraft freisetzen.

Anselm Grün

Staunen unterbricht Gewohnheit und lässt das Wunderbare im Alltäglichen aufleuchten.

Anselm Grün

Angst kann zur Einladung werden, den eigenen Wert jenseits von Leistung zu entdecken.

Anselm Grün

Hoffnung ist mehr als Optimismus: Sie trägt auch durch schwierige Wirklichkeit.

Anselm Grün

Gott ist die eigentliche Befreiung von der Sorge des Menschen.

Anselm Grün

Wir dürfen zugleich die Hoffnung haben, dass die Erde nicht nur in der Hand der Mächtigen ist, sondern vor allem in der Hand Gottes.

Anselm Grün

Wer immer unzufrieden bleibt und das Gefühl hat, in seinem Leben zu kurz gekommen zu sein, der wird nie genießen können, was er geworden ist.

Anselm Grün

Einfach leben heißt: bei sich, bei der Sache und bei den Menschen gegenwärtig sein.

Anselm Grün

Im Gebet erahnen wir, was das tiefste Geheimnis unseres Lebens ausmacht. Es ist die Liebe. Im Gebet tauchen wir ein in die Liebe Gottes, die immer schon in uns ist.

Anselm Grün

Im Beten geht es um beides: zu erahnen, wer wir selber sind und wer dieser unbegreifliche Gott ist, den wir im Gebet mit Du ansprechen.

Anselm Grün

Ohne Alleinsein gibt es keine wirkliche Gottesbeziehung und keine ehrliche Selbsterkenntnis.

Anselm Grün

Wenn ich bete, gehe ich als hoffender Mensch in die Gesellschaft. Dann habe ich eine andere Ausstrahlung.

Anselm Grün

Ich gebe diesen Menschen nicht auf. Ich hoffe, dass irgendwann Versöhnung möglich ist, aber jetzt eben nicht.

Anselm Grün

Das Gebet beginnt mit dem Aufbrechen des Herzens.

Anselm Grün

Beten ist Geschehenlassen dieser Liebe, sich Befreienlassen von der Herrschaft des eigenen Ego.

Anselm Grün

Wer das Leben mit allen Trübsalen in Geduld aushält, der erlangt Standfestigkeit und in dem wächst die Hoffnung auf das, was ihn erwartet.

Anselm Grün

Staunen hält das Glück lebendig.

Anselm Grün

Spiritualität heißt, im Alltag lebendig mit einer tieferen Wirklichkeit verbunden zu sein.

Anselm Grün

Der Glaube ist nichts Antiquiertes und Altmodisches, sondern eine Hilfe, hoffnungsvoller und menschlicher zu leben.

Anselm Grün

Wenn ich Hoffnung vermittle, hat mein Leben auch einen Sinn und dann habe ich auch Energie.

Anselm Grün

Weil wir auf etwas hoffen, das wir noch nicht sehen, können wir geduldig durchstehen, was uns im Alter erwartet.

Anselm Grün

Der Weg heißt: Einfach leben.

Anselm Grün

Gute Führung gibt Freiheit und übernimmt zugleich Verantwortung.

Anselm Grün

Es ist wichtig, dass wir uns nicht ständig mit negativen Nachrichten vollstopfen, sondern die Hoffnung behalten.

Anselm Grün

Obwohl in mir der Wunsch ist, in Würde alt zu werden, weiß ich doch, dass jeder Tag der letzte sein kann.

Anselm Grün

Ohnmacht kann lähmen oder aggressiv machen.

Anselm Grün

Wahrscheinlich ist es eine Angst vor der Zukunft. Und wenn man über die Angst spricht, dann begegne ich dem Menschen wirklich.

Anselm Grün

Zerstreuung ist aber kein Weg zum Glück.

Anselm Grün

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Belege: evangelisch.de, katholisch.de, ezw-berlin.de, deutschlandfunkkultur.de

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