Zitate von Ben Peays
Ben Peays — Gründungsdirektor von The Gospel Coalition (TGC) · Reformiert-evangelikal · USA
Der US-amerikanische Theologe und Verbandsmanager Ben Peays war von 2007 bis 2019 der erste geschäftsführende Direktor des reformiert-evangelikalen Netzwerks The Gospel Coalition. Er trug maßgeblich zum organisatorischen sowie medialen Aufbau der Plattform bei und vertritt eine schriftzentrierte Theologie im reformierten Rahmen. Bibellesern begegnet er heute vor allem durch theologische Kurzbeiträge und Impulse zu Themen wie Gnade, Wiedergeburt und Gemeindeleitung.
Epoche: Gegenwart
Wiederkehrende Themen: Gnade & Erlösung, Glaube & Vertrauen, Sinn & Identität, Schuld & Vergebung, Nachfolge & Jüngerschaft
Zitate von Ben Peays
Leider denken viele Christen bei Errettung nur daran, in den Himmel zu kommen und der Hölle zu entgehen. Christus wird dann nicht zum Weg ins Leben, sondern bloß zu einem Mittel, den Tod zu vermeiden – reduziert auf eine Freikarte oder eine Feuerversicherung. Das führt dazu, dass viele zwar wissen, wovor sie gerettet sind, aber kaum verstehen, wozu sie gerettet sind. Wer das Christentum auf eine Entscheidung zwischen Himmel und Hölle reduziert, übersieht den unschätzbaren Wert der Neugeburt für unser irdisches Leben.
Ben Peays
Umkehr und Glaube fließen unfehlbar und untrennbar aus der Wiedergeburt. Echte Umkehr geschieht, wenn Gott ein Herz fähig macht, sich von der Sünde abzuwenden. Das heißt nicht, dass Glaubende nicht mehr mit der Sünde ringen; vielmehr wissen sie um ihre Sünde und empfinden Schmerz und Überführung vor Gott. Glaube ist mehr als ein Fürwahrhalten mit dem Verstand. Er ist ein von Gott geschenktes, unverkennbares Sichfesthalten an Christus und ein völliges Sichergeben unter Gottes Autorität (Röm 3,21-31). Dieser Wechsel von Auflehnung zu Unterordnung, von Unglaube zu einsichtigem Vertrauen, ist die unmissverständliche Frucht der Wiedergeburt.
Ben Peays
So geschieht es: Wenn der Geist Gottes durch das Wort Gottes rettend im Leben eines Menschen wirkt, erneuert Gott das Herz (das heißt, er schenkt die Wiedergeburt) und macht ihn zu einer neuen Schöpfung. Als neue Schöpfung erkennt dieser neugeborene Christ seine Sünde und wendet sich zur Vergebung an Gott. Gott befähigt ihn, dem Wort zu glauben. Das ist immer der Fall (Johannes 6,37). Densen Glauben nutzt Gott, um jemanden mit Christus zu verbinden. Durch diese Vereinigung erfahren wir die Wohltaten von Christi Werk. Wir gelten als gerechnet, weil wir nun seine Gerechtigkeit erben. Sie wird uns zugerechnet. Wir sind nicht nur unschuldig, sondern wahrhaft gerecht. Und da Christus das Leben ist (Johannes 14,6), erben wir aus der Verbindung mit ihm fülle und ewiges Leben (Johannes 6,39-40).
Ben Peays
Wiedergeburt und Glaube an Christus sind als Ereignisse im selben Augenblick zu sehen. Aus menschlicher Sicht mag es scheinen, als gehe der Glaube der Wiedergeburt voraus. Aber aus Gottes Perspektive geht die Wiedergeburt dem Glauben voraus. Wir können nicht glauben, es sei denn, wir sind von neuem geboren. Der entscheidende Faktor ist, dass Gott in seiner Gnade trotz unserer Sünde sowohl die Wiedergeburt als auch den Glauben ermöglicht hat. Du glaubst, weil Gott dich dazu befähigt hat. Der Glaube ist tatsächlich der Beweis dafür, dass jemand die Neugeburt erfahren hat: „Jeder, der glaubt, dass Jesus der Christus ist, ist aus Gott geboren“ (1. Johannes 5,1).
Ben Peays
Belege: thegospelcoalition.org, trivium.global, brentdetwiler.com
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