Zitate von Bernhard von Clairvaux

Bernhard von Clairvaux (1090–1153) — Abt · Katholisch · Frankreich

Bernhard von Clairvaux (1090–1153) war ein französischer Mönch, Theologe und ab 1115 der erste Abt des Zisterzienserklosters Clairvaux. Er steht für eine christuszentrierte Mystik der Gottesliebe und die Erneuerung des Mönchtums, zog jedoch durch seinen Aufruf zum Zweiten Kreuzzug und sein polemisches Vorgehen gegen Denker wie Peter Abaelard schwere Kritik auf sich. Für heutige Bibelleser sind vor allem seine Schriften zur Gnade und seine Auslegungen des Hohenlieds von Bedeutung, die über Konfessionsgrenzen hinweg rezipiert werden.

Epoche: Mittelalter

Wiederkehrende Themen: Gott, Jesus & Heiliger Geist, Liebe, Glaube & Vertrauen, Weisheit & Erkenntnis, Wachstum & Charakter, Demut & Stolz, Versuchung & Kampf, Sinn & Identität

Zitate von Bernhard von Clairvaux

Jesus, was hat dich so klein gemacht? Die Liebe!

Bernhard von Clairvaux

Du musst nicht über die Meere reisen, musst keine Wolken durchstossen und nicht die Alpen überqueren. Der Weg, der Dir gezeigt wird, ist nicht weit. Du musst Deinem Gott nur bis zu Dir selbst entgegengehen. Denn das Wort ist Dir nahe: Es ist in Deinem Mund und in Deinem Herzen.

Bernhard von Clairvaux

Sei wie eine Brunnenschale, die zuerst das Wasser in sich sammelt und es dann überfliessend weitergibt.

Bernhard von Clairvaux

Ja, wer mit sich schlecht umgeht, wem kann der gut sein? Denk also daran: Gönne dich dir selbst. Ich sage nicht: Tu das immer. Ich sage nicht: Tu das oft. Aber ich sage: Tu es immer wieder einmal. Sei, wie für alle anderen, auch für dich selbst da.

Bernhard von Clairvaux

Das Maß der Liebe zu Gott ist Liebe ohne Maß.

Bernhard von Clairvaux

Als Christi Hände an das Kreuz genagelt wurden, nagelte er auch unsere Sünden an das Kreuz.

Bernhard von Clairvaux

Gott war unbegreiflich, unnahbar, unsichtbar und unvorstellbar. Er ist Mensch geworden, uns nahe gekommen in einer Krippe, damit wir ihn sehen und begreifen können.

Bernhard von Clairvaux

Den Garten des Paradieses betritt man nicht mit den Füßen, sondern mit dem Herzen.

Bernhard von Clairvaux

Wer sein eigener Lehrer ist, hat einen Narren zum Lehrer.

Bernhard von Clairvaux

Gott wird so viel verstanden, wie er geliebt wird.

Bernhard von Clairvaux

Wir finden innere Ruhe bei denen, die wir lieben, und wir schaffen in uns einen ruhigen Ort für jene, die uns lieben.

Bernhard von Clairvaux

An den Wänden zeigt die Kirche ihren Glanz, an den Armen ihre Knickrigkeit. Ihre Steine sind bekleidet mit Gold, ihre Kinder lässt sie nackt.

Bernhard von Clairvaux

Es ist nichts Großes, demütig zu sein, wenn du am Boden liegst; aber wenn du demütig bist, solange man Großes von dir spricht, ist das eine große und seltene Errungenschaft.

Bernhard von Clairvaux

Setze der Liebe keine Schranken, lasse sie ihre Äste ausbreiten, soweit sie nur kann.

Bernhard von Clairvaux

Wahre Liebe ist nicht ohne Lohn, doch sie liebt nicht für Lohn.

Bernhard von Clairvaux

Gott liebe ich mehr als das Meine, mehr als die Meinen, mehr als mich selber.

Bernhard von Clairvaux

Eine Seele ist nie ohne Geleit der Engel, wissen doch diese erleuchteten Geister, dass unsere Seele mehr Wert hat.

Bernhard von Clairvaux

Die Ruhe Gottes macht alles ruhig. Und wer sich in Gottes Ruhe hinablässt, ruht.

Bernhard von Clairvaux

Nirgendwo zeigt Gott seine Liebe so deutlich wie im Geheimnis seiner Menschwerdung und seines Leidens.

Bernhard von Clairvaux

Ein Gedanke an das Leiden Christi gilt soviel wie eine geistige Kommunion.

Bernhard von Clairvaux

Die Demut ist die Tugend, durch die der Mensch in der richtigen Erkenntnis seines Wesens sich selbst gering erscheint.

Bernhard von Clairvaux

Christus ist der Berg. Glücklich, wer diesen beseligenden Berg mit so viel Sehnsucht und Ausdauer bestiegen hat, dass er an diesem heiligen Ort seine Bleibe erhält.

Bernhard von Clairvaux

Das Werk gibt dem Wort innere Stärke, doch das Gebet erwirbt für Taten und Worte innere Kraft.

Bernhard von Clairvaux

So oft wir überwinden, so oft werden wir gekrönt.

Bernhard von Clairvaux

Wer sich Schätze im Himmel sammelt, braucht den Dieb nicht zu fürchten, und wer nach dem großen Lohn sich ausstreckt, braucht über die vielfältigen Drangsale nicht zu klagen.

Bernhard von Clairvaux

Ein Christ ist wie der Mond: entweder im Zunehmen oder im Abnehmen.

Bernhard von Clairvaux

Man muss oft, ja immer wieder zum Messer der Abtötung greifen, denn es wächst immer wieder Unkraut nach. Du täuschst dich, wenn du meinst, deine Fehler seien für immer gestorben!

Bernhard von Clairvaux

Die Gottlosen laufen immer nur im Kreis herum.

Bernhard von Clairvaux

Belege: wikipedia.org, stift-heiligenkreuz.org, deutschlandfunk.de

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