Zitate von C. Matthew McMahon

C. Matthew McMahon — Pastor, Theologe, Autor und Verleger · Calvinistisch-reformiert / Presbyterianisch · USA

C. Matthew McMahon ist ein zeitgenössischer US-amerikanischer presbyterianischer Pastor, Theologe und Verleger. Er wurde vor allem als Gründer der Plattform „A Puritan's Mind“ bekannt und vertritt einen strikten, an historischen Bekenntnissen ausgerichteten Calvinismus. Für Bibelleser bereitet er theologische Schriften der Puritaner zur christlichen Lebensführung auf, polarisiert im weiteren evangelikalen Raum jedoch durch seine scharfe dogmatische Polemik.

Epoche: Gegenwart

Wiederkehrende Themen: Kirche & Gemeinde, Nachfolge & Jüngerschaft, Bibel & Wort Gottes, Ethische Fragen, Zeugnis & Mission, Gebet & Stille, Gott, Jesus & Heiliger Geist, Gnade & Erlösung

Zitate von C. Matthew McMahon

Kanzel und Predigtstuhl dürfen nicht für Experimente mit der Lehre missbraucht werden. Eine Lehre sollte bereits gefestigt sein, bevor sie jemals die Kanzel erreicht. Das Heiligtum sollte kein persönliches theologisches Labor sein, in dem das Volk Gottes als Versuchskaninchen dient. Dies kann zutiefst schädliche Auswirkungen haben, wie die Kirchengeschichte zeigt.

C. Matthew McMahon

Die Kanzel ist der Ort, an dem die Stimme Gottes gehört wird. Das Tongefäß des Predigers wird vom Heiligen Geist so gebraucht, dass die vernünftige biblische Botschaft vermittelt wird, die dem Prediger die ganze Woche über Tag und Nacht im Herzen gebrannt hat. Es ist der Ort, an dem Gott auf einzigartige Weise zu seinem Volk spricht. Das Wort Gottes wird durch sorgfältige und verantwortungsvolle Exegese für Gottes auserwähltes Volk hörbar ausgedrückt und ausgelegt.

C. Matthew McMahon

Predigt ist nicht bloß moralisch erbauliche Rede. Sie ist keine Anfeuerung, die den Hörer zu ein, zwei Tagen bußfertigen Eifers antreibt. Sie nimmt die Herrschaft Gottes und senkt sie in die tiefsten Winkel der Seele derer, denen er dient. Sie schraubt die Wahrheit so in den Verstand der Menschen, dass das Herz von Jesus Christus gefangen genommen wird. Predigt ist eine geistliche Ansteckung, die den Hörer mit dem Leben Gottes und Christi durchdringen soll.

C. Matthew McMahon

Der Prediger weiß, dass er lediglich das Gefäß ist, das zubereitet wurde, um Christus in den Mund derer auszugießen, die auf Ströme lebendigen Wassers warten. In diesem Augenblick der Predigt betet er Gott von ganzem Herzen an. Sein Herz wird ausgeschüttet und jede Faser seines Wesens schreit die Majestät Christi und die Heiligkeit Gottes heraus, während er zu den Heiligen spricht.

C. Matthew McMahon

Ein Prediger muss von einer heiligen Ehrfurcht erfasst sein – einer Ehrfurcht, die bewirkt, dass er sich völlig abhängig vom Geist Gottes weiß, damit dieser das Wort Gottes durch seine Botschaft vermittelt. Es muss ein absolutes Vertrauen auf Gott und eine völlige Entleerung des eigenen Ichs da sein, sonst ist die Kanzel nichts weiter als eine Übung in Vergeblichkeit. Wenn ein Prediger das nicht sieht, ist er kein Prediger. Wenn ein Prediger das nicht lebt, ist er nicht zum Predigen berufen. Lampenfieber vor einer Predigt ist kein Beweis dafür, dass man die Schwere der Aufgabe verstanden hat. Lampenfieber kann man auch vor einer Rede bei einem Grillfest haben. Es muss ein täglicher Schrei aus dem stillen Kämmerlein des Predigers zum Thronsaal des Himmels sein, ein Bestürmen des Himmels mit heiliger Brunst, weil dieser Mann weiß, dass er den Menschen keinerlei Gutes bringen kann, es sei denn, Gott ist mit ihm.

C. Matthew McMahon

Denn wir halten das Gesetz nicht, um gerettet zu werden. Vielmehr zeigen wir, indem wir das Gesetz halten, dass wir die Rettung durch das Kreuz Christi bereits empfangen haben. Im Licht des Kreuzes Christi und der Befreiung vom Stachel der Sünde, die wir von dort empfangen, sind wir nun frei, das Gesetz zu halten (Gal 4,31).

C. Matthew McMahon

Wenn wir unsere Zunge so gebrauchen, dass sie Gottes Namen entehrt, dann führen wir seinen Namen unnütz im Mund. Das geschieht, wenn wir fluchen und schwören. Es geschieht, wenn wir „O mein Gott" sagen oder wann immer der Name des Herrn ehrfurchtslos gebraucht wird. Sogar im Gebet oder im Lob Gottes führen wir seinen Namen unnütz im Mund, wenn wir den Namen „Jesus" oder „Vater" ehrfurchtslos in leerem Geplapper wiederholen. Es ist ein heiliger Name, und er sollte hoch geachtet werden, wann immer wir ihn anrufen. Denn den Namen Gottes anzurufen ist eine gewichtige Sache und darf nicht leichtfertig geschehen.

C. Matthew McMahon

Aber der missbräuchliche Gebrauch von Gottes Namen beschränkt sich keineswegs nur auf die Sprache… Wann immer wir dem Ruf des christlichen Lebens nicht gerecht werden, missbrauchen wir Gottes Namen. Wir sind Spiegel, die die Vollkommenheit Gottes widerspiegeln sollten. Wenn der Spiegel behauptet, Christus zu gehören, aber Regungen der Hölle widerspiegelt, dann führen wir den Namen Christi vergeblich, und die Menschen sehen das.

C. Matthew McMahon

Wir sind keine Legalisten, wenn wir das Gesetz halten, denn wir erwarten nicht das Leben vom Gesetz. Vielmehr zeigt uns das Gesetz, dass wir wahres Leben im Herzen haben. Wir halten das Gesetz, um Christus gehorsam zu sein und ihm zu zeigen, wie sehr wir ihn dafür lieben, dass er uns vor den verdammmenden Folgen des Versuch gerettet hat, durch Gesetzeserfüllung ewiges Leben zu erlangen. Gehorsam ist etwas völlig anderes als Gesetzlichkeit.

C. Matthew McMahon

Anbetung auf der Kanzel wird von denen ausgeübt, die die rettende Kraft Christi kennen und diese Kraft durch das gesprochene Wort weitergeben, geformt durch die geschriebene Offenbarung Gottes in der Bibel. Der Prediger vermittelt durch seine Verkündigung die Schrift an die Hörer. Seine Anbetung wird zu ihrer Anbetung. Predigen ist Anbetung.

C. Matthew McMahon

Hier ruht der Prediger in stiller Gewissheit. Ihm steht die Zusage im Rücken, dass Gott am Werk ist, während er den Gottesdienst hält. Darin weiß er sich als einen, der pflanzt. Saat wird ausgestreut, und Frucht wird kommen. Doch die Frucht wird vielleicht erst nach Wochen, Monaten oder gar Jahren sichtbar. Dennoch ruht der Prediger zuversichtlich in dem, wer Gott ist und was er verheißen hat. Gott wirkt, und der Prediger rühmt sich dieses Wirkens wie ein Gefäß, das von einer Hand ergriffen und an einen durstigen Mund geführt wird. In all dem betet der Prediger an. Er erfährt Gottes Wohlgefallen an sich selbst, während das Wort Gottes auf die Menschen herabregnet.

C. Matthew McMahon

Belege: apuritansmind.com, puritanpublications.com, gracechapeltn.com

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