Zitate von Daniel Cawdrey

Daniel Cawdrey (1588–1664) — Geistlicher und Theologe, Mitglied der Westminster-Synode · Puritanisch / Presbyterianisch (reformiert-calvinistisch) · England

Daniel Cawdrey (1588–1664) war ein englischer Geistlicher, presbyterianischer Theologe und Mitglied der Westminster-Synode, der über Jahrzehnte als Pfarrer in Northamptonshire wirkte. Er trat für eine strenge biblische Ausrichtung von Gottesdienst und Kirchenordnung ein, verfasste maßgebliche Schriften zur Sabbatheiligung und vertrat eine kompromisslose Haltung gegen religiöse Toleranz. Heutigen Bibellesern begegnet er als historischer Vertreter einer schriftzentrierten puritanischen Frömmigkeit, dessen Texte zu geistlicher Demut, Gebet und praktischer Lebensführung bis heute beachtet werden.

Epoche: Reformation & Barock

Wiederkehrende Themen: Schuld & Vergebung, Gnade & Erlösung, Freiheit & Wahrheit, Weisheit & Erkenntnis, Leid & die Frage nach Gott, Ewigkeit & Hoffnung über den Tod

Zitate von Daniel Cawdrey

Wie wir die Nöte des Krieges mehr spüren als die Freuden des Friedens, und Krankheiten mehr als die Ruhe der Gesundheit, und die Härte der Armut mehr als die Vorzüge des Überflusses; so sollten wir uns nicht wundern, wenn wir die Stiche und Stacheln der Sünde weit mehr spüren als den Trost der Gerechtigkeit Jesu Christi.

Daniel Cawdrey

Wie einer, den ein brennendes Fieber quält, heißer ist als einer, den die Sonne versengt, so ist der Mensch mit schuldbeladenem Gewissen mehr geplagt als ein guter Mensch durch alle äußeren Widrigkeiten.

Daniel Cawdrey

Wie das Heilungswerk in den Augen der Israeliten und der eherne Schlange zusammengehörten, so haben im Werk der Rechtfertigung diese beiden, Glaube und Christus, eine wechselseitige Beziehung und müssen stets zusammenwirken – der Glaube als das Handeln, das ergreift, Christus als der Gegenstand, der ergriffen wird; sodass weder das Leiden Christi ohne den Glauben rettet, noch der Glaube hilft, wenn er nicht auf Christus, seinen Gegenstand, gerichtet ist.

Daniel Cawdrey

Niemand sollte sich selbst schmeicheln und täuschen, indem er seine Umkehr aufschiebt und sich auf das Beispiel des bußfertigen Schächers beruft, der noch in der letzten Stunde am Kreuz gerettet und am selben Tag mit Christus ins Paradies getragen wurde; denn diese Tat war ein besonderes Wunder, vorbehalten für die Offenbarung von Christi Macht und Herrlichkeit in jener Stunde am Kreuz; und zudem geschah diese Tat aufgrund eines äußerst seltenen Bekenntnisses des Schächers in dem Augenblick, als fast die ganze Welt Christus verließ.

Daniel Cawdrey

Wie das Wasser am tiefsten ist, wo es am stillsten ist, so ist Gott, wo er in seiner Drohung am schweigsamsten und in seiner Geduld am nachsichtigsten ist, am meisten von Zorn und Racheabsicht entbrannt; und darum: je weniger Gerichte in diesem Leben über die Gottlosen ausgegossen werden, desto mehr sind für das kommende Leben aufgespart.

Daniel Cawdrey

Belege: wikipedia.org, puritanpublications.com

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