Zitate von Daniel Wallace
Daniel Wallace (* 1952) — Theologe, Neutestamentler, Experte für Textkritik und altgriechische Grammatik · evangelikal · USA
Epoche: Gegenwart
Wiederkehrende Themen: Glaube & Vertrauen, Gnade & Erlösung, Nachfolge & Jüngerschaft, Bibel & Wort Gottes
Zitate von Daniel Wallace
Das Problem ist, dass sich viele Menschen an das Symbol klammern, aber die Realität, die es darstellen soll, nie verstehen. Höchstwahrscheinlich haben Zehntausende von Menschen ‚Jesus in ihr Herz eingeladen‘ in dem Glauben, dass eine mystische Erfahrung sie rettet. Dann gehen sie ihrer Wege und leben weiter wie zuvor. Wenn man sie fragen würde: ‚Woher weißt du, dass du in den Himmel kommst?‘, würden sie antworten: ‚Weil ich Jesus in mein Herz eingeladen habe.‘ Aber wenn man nachbohrt, liegt nichts unter der Oberflächlichkeit dieser Antwort. Sie haben getan, was man ihnen gesagt hat, aber den Retter nie wirklich ergriffen.
Daniel Wallace
Was sollten wir also sagen, wenn wir versuchen, jemanden zu Christus zu führen? Ich denke, ein besseres Bild ist einfach das, was das Neue Testament als sein normatives Wort verwendet – πίστις/πιστεύω. Das Substantiv (πίστις) kann mit „Glaube“, „Glauben“ oder „Vertrauen“ übersetzt werden. Das Verb kann mit „ich glaube“, „ich habe Glauben“, „ich vertraue“ übersetzt werden. In manchen Kontexten wird das Objekt des Glaubens betont (nämlich Christus); in anderen Kontexten wird die Art des Glaubens betont (nämlich ein echtes Vertrauen, ein Ergreifen). Somit hat πίστις diese zweifache Kraft von Inhalt und Überzeugung. Um gerettet zu werden, muss man das richtige Objekt des Glaubens haben (Inhalt); und man muss sein Vertrauen wirklich ganz auf dieses Objekt setzen (Überzeugung).
Daniel Wallace
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