Zitate von F.F. Bruce

F.F. Bruce (1910–1990) — Bibelwissenschaftler · Evangelikal · England

Frederick Fyvie Bruce (1910–1990) war ein schottischer Bibelwissenschaftler und Professor für biblische Kritik und Exegese an der Universität Manchester. Er verband historisch-philologische Forschung mit bibeltreuer Theologie, geriet jedoch wegen seiner Offenheit gegenüber modernen Strömungen und egalitären Positionen bei strengen Konservativen in die Kritik. Für heutige Bibelleser bleiben seine nüchternen Kommentare und Studien zur neutestamentlichen Geschichte eine wichtige Referenz zur historischen Kontextualisierung der Schrift.

Epoche: 20. Jahrhundert

Wiederkehrende Themen: Gott, Jesus & Heiliger Geist, Gnade & Erlösung, Dienst & Nächstenliebe, Bibel & Wort Gottes, Zweifel & Anfragen, Liebe, Beziehung & Familie, Weisheit & Erkenntnis

Zitate von F.F. Bruce

Beharrliches Gebet für jemanden, den wir nicht mögen, bewirkt eine bemerkenswerte Veränderung unserer eigenen Haltung – wie sehr es uns zu Beginn auch widerstreben mag.

F.F. Bruce

Der tiefste Durst der Seele gilt Gott selbst, der uns so geschaffen hat, dass wir ohne ihn niemals zufrieden sein können.

F.F. Bruce

Wo Liebe die treibende Kraft ist, gibt es kein Gefühl von Anstrengung, Konflikt oder Zwangsneurose beim Tun des Richtigen: Der Mensch, der von Jesu Liebe gedrängt und von seinem Geist befähigt wird, tut den Willen Gottes von Herzen.

F.F. Bruce

[Gott] schenkt Seine Segnungen ohne Ansehen der Person. Die Nachfolger Jesu sind Kinder Gottes, und sie sollten die Familienähnlichkeit zeigen, indem sie allen Gutes tun, auch denen, die das Gegenteil verdienen.

F.F. Bruce

Der beste Weg, einen Feind zu vernichten, besteht darin, ihn zu einem Freund zu machen.

F.F. Bruce

Jeder Teil des menschlichen Körpers kann nur richtig erklärt werden im Bezug auf den ganzen Körper. Und jeder Teil der Bibel kann nur richtig erklärt werden im Bezug auf die ganze Bibel.

F.F. Bruce

Sein dreimaliges Gebet um die Wegnahme des Leidens wurde nicht durch seine Befreiung davon beantwortet, sondern dadurch, dass er die nötige Gnade erhielt, es zu tragen – nicht bloß damit zu leben, sondern dafür dankbar zu sein. Wenn sein Dienst trotz dieser körperlichen Schwachheit so wirksam war, dann lag die überragende Kraft offenbar bei Gott und nicht bei ihm selbst. Solche Gebrechen wurden begrüßt... weil sie die Bedingung waren, unter der die Kraft des auferstandenen Christus durch ihn wirkte. Sie erinnerten ihn beständig nicht so sehr an seine eigene Unzulänglichkeit, sondern an die völlige Genüge Christi, in dem er sich gerade dann am stärksten wusste, wenn er persönlich am schwächsten war.

F.F. Bruce

Gott ist der archetypische Vater; jede andere Vaterschaft ist eine mehr oder weniger unvollkommene Kopie seiner vollkommenen Vaterschaft.

F.F. Bruce

Christliche Heiligkeit ist keine Sache mühsamer Übereinstimmung mit den einzelnen Vorschriften eines äußeren Gesetzbuchs; sie ist vielmehr eine Sache davon, dass der Heilige Geist im Leben seine Frucht hervorbringt und jene Gnadengaben nachbildet, die im Leben Christi in Vollkommenheit zu sehen waren.

F.F. Bruce

Manche Menschen spielen mit dem Gedanken, Christus sei ein Mythos oder eine Legende gewesen; wer das tut, stützt sich nicht auf historische Beweise!

F.F. Bruce

Das Evangelium ist eine Botschaft der Vergebung. Es könnte gar nicht anders sein, denn es ist das Evangelium Gottes, und Gott ist ein vergebender Gott… Es ist daher zu erwarten, dass diejenigen, die die Vergebung empfangen, die Gott im Evangelium anbietet, und die ihn ihren Vater nennen, etwas von seinem Wesen widerspiegeln und anderen gegenüber eine vergebende Haltung zeigen.

F.F. Bruce

Dass aber Jesus von Nazaret der erwartete Messias sein könnte, wie seine Jünger behaupteten, war völlig ausgeschlossen. Es ist unwahrscheinlich, dass der Status, die Laufbahn und die Lehre Jesu in irgendeiner Weise Paulus’ Vorstellung vom Messias entsprachen – aber das war nicht das entscheidende Argument im Denken des (noch unbekehrten) Paulus. Das entscheidende Argument war schlicht dies: Jesus war gekreuzigt worden. Ein gekreuzigter Messias war ein Widerspruch in sich.

F.F. Bruce

Ich nehme an, dass es in der Weltgeschichte keine Literatur gibt, die einer so strengen analytischen Untersuchung unterzogen wurde wie die vier Evangelien in den letzten 200 Jahren. Das ist nicht zu bedauern, sondern mit Genugtuung aufzunehmen. Wissenschaftler heute, die die Evangelien als glaubwürdige historische Dokumente behandeln, tun dies im vollen Licht dieser analytischen Forschung und nicht, indem sie davor die Augen verschließen.

F.F. Bruce

Die Belege für unsere neutestamentlichen Schriften sind ungleich größer als die Belege für viele Werke klassischer Autoren, deren Echtheit niemand anzuzweifeln wagt. Wäre das Neue Testament eine Sammlung weltlicher Schriften, würde seine Echtheit allgemein als unumstößlich gelten. Es ist eine merkwürdige Tatsache, dass Historiker oft viel eher bereit waren, dem Neuen Testament zu vertrauen als manche Theologen.

F.F. Bruce

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Belege: gotquestions.org, ligonier.org, wayoflife.org, ffbruce.com

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