Zitate von Gary Burge

Gary Burge (* 1952) — Theologe und Neutestamentler · presbyterianisch · USA

Gary Burge (* 1952) ist ein US-amerikanischer presbyterianischer Neutestamentler und Theologe, der langjährig am Wheaton College sowie am Calvin Theological Seminary lehrte. Bekannt ist er für seine Auslegung des Johannesevangeliums im Licht des antiken Nahost-Kontexts, während seine theologische Kritik am christlichen Zionismus und seine Positionen zum Nahostkonflikt wiederholt Kontroversen auslösten. Bibellesern vermitteln seine Kommentare fundierte historische Hintergründe zur Umwelt Jesu und verbinden wissenschaftliche Exegese mit praxisnaher Auslegung.

Epoche: Gegenwart

Wiederkehrende Themen: Bibel & Wort Gottes, Freiheit & Wahrheit, Weisheit & Erkenntnis, Gott, Jesus & Heiliger Geist, Gnade & Erlösung, Kirche & Gemeinde

Zitate von Gary Burge

Wenn wir die Schrift danach auslegen, was unsere innere Stimme sagt, riskieren wir, die ursprüngliche Stimme der Schrift zu verlieren – den historischen Anker, der der Kirche ihr Fundament gibt. Wenn wir unsere eigene Erfahrung zum Maßstab machen, laufen wir Gefahr, subjektives Empfinden mit objektiver Wahrheit zu verwechseln. Die Wahrheit liegt nicht in unserer zeitlichen Erfahrung, sondern in der treuen Auslegung der Schrift.

Gary Burge

Der exklusive Anspruch des Christentums in Bezug auf Christus konzentriert sich nicht auf unseren Glauben, dass Jesus in Bezug auf Gott recht hatte. Er konzentriert sich auf unseren Anspruch, dass Gott in Christus vollkommen gegenwärtig war, um die Welt mit sich selbst zu versöhnen (2. Kor 5,18). Es ist der theologische Anspruch über Jesus (dass er Gott ist), der die geistlichen Ansprüche Jesu kraftvoll macht. Jesu Worte sind wahr, weil diese Worte Gottes Worte sind (Joh 14,10). Jesu „Weg“ ist nicht deshalb überlegen, weil er eine höhere Ethik fördert oder Werte verficht, die mit unseren geistlichen Empfindungen resonieren. Jesu Weg ist wahr, weil wir in ihm Gott finden, der uns zu sich zieht.

Gary Burge

So wie die Exegese Gefahr läuft, zu einer Wissenschaft fern von den Anforderungen der Kanzel zu werden, so kann sich auch die Homiletik nicht von der Hermeneutik trennen. Das hieße, die Kanzel aus persönlicher Eingebung zu speisen statt aus historisch-kritischem Studium der Bibel. Hermeneutik und Homiletik müssen miteinander verbunden bleiben.

Gary Burge

Belege: calvinseminary.edu, wheaton.edu, roncantor.com, thejerusalemconnection.us

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