Zitate von James Denney
James Denney (1856–1917) — Theologe · Presbyterianisch · Schottland
James Denney (1856–1917) war ein schottischer presbyterianischer Pfarrer und Theologieprofessor in Glasgow. Er stellte das stellvertretende Sühnopfer Christi ins Zentrum seiner Theologie und geriet dabei in Konflikt sowohl mit theologisch Liberalen als auch mit konservativen Vertretern einer strikten Verbalinspiration. Für heutige Bibelleser verbinden seine Auslegungen zum Tod Jesu eine anspruchsvolle Schrifterklärung mit dem praktischen Anliegen evangeliumszentrierter Verkündigung.
Epoche: 20. Jahrhundert
Wiederkehrende Themen: Schuld & Vergebung, Gnade & Erlösung, Zeugnis & Mission, Ewigkeit & Hoffnung über den Tod, Demut & Stolz, Ethische Fragen, Beziehung & Familie, Kirche & Gemeinde
Zitate von James Denney
Im Grunde ist das Evangelium kein guter Rat, sondern eine gute Nachricht.
James Denney
Jedes Wort, das über die Sünde eines Bruders gesprochen wird und nicht von einem christlichen Gewissen eingegeben ist, nicht von der Liebe eines christlichen Herzens widerhallt, ist selbst eine Sünde gegen die Barmherzigkeit und das Gericht Christi.
James Denney
Das Urteil der Kirche ist ein Werkzeug der Liebe Gottes, und in dem Augenblick, in dem die sündige Seele es annimmt, beginnt es als erlösende Kraft zu wirken.
James Denney
Die Bücher sind jetzt geschlossen, aber sie werden dann geöffnet werden. Die Dinge, die wir im Leib getan haben, werden zu uns zurückkehren, ob gut oder böse. Jeder fromme Gedanke und jeder Gedanke der Sünde; jedes geheime Gebet und jeder geheime Fluch; jede unbekannte Tat der Barmherzigkeit und jede verborgene Tat der Selbstsucht: Wir werden sie alle wiedersehen. Und obwohl wir uns jahrelang nicht an sie erinnert und sie vielleicht völlig vergessen haben, werden wir anerkennen müssen, dass es unsere eigenen sind, und sie auf uns nehmen.
James Denney
Niemand, der Paulus’ Dienst sah und einen Prediger wie Paulus betrachtete, konnte auf den Gedanken kommen, die Erklärung liege in ihm selbst. Nicht in einem unansehnlichen kleinen Juden ohne imposante Erscheinung, ohne Beredsamkeit, ohne die Mittel zu bestechen oder zu zwingen, konnte die Quelle solchen Mutes und die Ursache solcher Verwandlung gefunden werden. Sie musste nicht in ihm, sondern in Gott gesucht werden.
James Denney
Es ist uns natürlich, auf uns selbst zu vertrauen. So natürlich und durch die Gewohnheit eines ganzen Lebens so befestigt, dass gewöhnliche Schwierigkeiten oder Ratlosigkeiten uns davon nicht abbringen. Es braucht alles, was Gott vermag, um unser Selbstvertrauen mit der Wurzel auszureißen. Er muss uns zur Verzweiflung bringen; er muss uns in eine solche äußerste Lage führen, dass die eine Stimme in unserem Herzen, die eine Stimme, die uns entgegenruft, wohin wir auch nach Hilfe blicken, heißt: Tod, Tod, Tod. Aus dieser Verzweiflung wird die übermenschliche Hoffnung geboren. Aus dieser völligen Hilflosigkeit lernt die Seele, mit neuem Vertrauen zu Gott aufzusehen … Wie kommen die meisten von uns überhaupt zu einem Glauben an Gottes Vorsehung? Nicht dadurch, dass wir in unzähligen Versuchen erfahren, dass es nicht in des Menschen Macht steht, seine Schritte zu lenken? Nicht dadurch, dass wir immer wieder an die Grenze unserer Mittel kommen und spüren müssen: Wenn nicht eine Weisheit und eine Liebe für uns am Werk sind, unermesslich weiser und gütiger als unsere eigene, dann ist das Leben ein sittliches Chaos? … Erst die Verzweiflung öffnet uns die Augen für Gottes Liebe.
James Denney
Wenn in der Schrift überhaupt Wahrheit liegt, dann diese: Wer sich hartnäckig weigert, sich dem Evangelium zu unterwerfen und Jesus Christus zu lieben und ihm zu gehorchen, erleidet bei seiner Wiederkunft einen unendlichen und unwiederbringlichen Verlust. Er geht ein in eine Nacht, der kein Morgen graut.
James Denney
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Belege: wikipedia.org, ivpbooks.com, oxforddnb.com, ccel.org
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