Zitate von Jeremias Gotthelf

Jeremias Gotthelf (1797–1854) — Pfarrer und Schriftsteller · Reformiert · Schweiz

Jeremias Gotthelf (bürgerlich Albert Bitzius, 1797–1854) war ein Schweizer reformierter Pfarrer und Schriftsteller, der ab 1832 in Lützelflüh im Emmental wirkte. Er erlangte mit realistischen Erzählungen wie „Die schwarze Spinne“ und seinem sozialethischen Einsatz gegen gesellschaftliche Missstände Bekanntheit, vertrat jedoch ein streng hierarchisches Gesellschaftsbild und trug scharfe politische Konflikte aus. Heutigen Bibellesern führt sein Werk die Bewährung von Glauben, persönlicher Integrität und praktischer Nächstenliebe im alltäglichen Leben vor Augen.

Epoche: Erweckung & 19. Jahrhundert

Wiederkehrende Themen: Freude & Dankbarkeit, Weisheit & Erkenntnis, Liebe, Glaube & Vertrauen, Wachstum & Charakter, Sinn & Identität, Beziehung & Familie, Arbeit & Berufung

Zitate von Jeremias Gotthelf

Dankbarkeit ist eine gar wunderliche Pflanze; sobald man ihr Wachstum erzwingen will, verdorrt sie.

Jeremias Gotthelf

Schwer ist es, die rechte Mitte zu treffen: Das Herz zu härten für das Leben, es weich zu halten für das Lieben.

Jeremias Gotthelf

Wohl denen, die ihren Kindern den Sinn dafür bewahren, dass kleine Dinge sie freuen.

Jeremias Gotthelf

Wer nicht danken kann, kann auch nicht lieben.

Jeremias Gotthelf

Der Mensch soll säen, aber in Gottes Hand steht die Ernte. Für das, was ich tue, bin ich verantwortlich. Was ich wirke, waltet Gott.

Jeremias Gotthelf

Eben das ist das Unglück, dass die Leute durch das Glück glücklich werden wollen und nicht durch ein Leben, bei dem der Segen Gottes ist.

Jeremias Gotthelf

Der Segen Gottes. Was ist das? Es ist der Segen Gottes - mehr kann man nicht sagen, so wie Licht Licht ist und Geist Geist und Gott Gott ist. Aber wo er weilt, macht er aus wenigem vieles und segnet an Leib und Seele.

Jeremias Gotthelf

Niemanden zu haben auf der Welt, zu dem man sich flüchtet, auf den man in der Not bauen kann, das ist ein Weh, an dem manches Herz verblutet.

Jeremias Gotthelf

Es verliert die schwerste Bürde die Hälfte ihres Druckes, wenn man von ihr reden kann.

Jeremias Gotthelf

Ich glaube nicht, dass zwei zusammenkommen in der Welt, die sich nicht mehr oder minder ändern müssen, wenn sie glücklich bleiben wollen.

Jeremias Gotthelf

Ein Leben ist kein Licht; ein Licht kann ich wieder anzünden. Das Leben ist eine Flamme Gottes; einmal lässt er sie auch brennen auf Erden, dann nicht wieder.

Jeremias Gotthelf

Dank ist keine Erniedrigung, sondern ein Zeichen hellen Verstandes.

Jeremias Gotthelf

Wenn Ärger im Menschen ist, so macht er selten das Klügste, sondern gewöhnlich das Dümmste.

Jeremias Gotthelf

Ohne Kinder wäre die Welt eine Wüste.

Jeremias Gotthelf

Es ist mit der Liebe wie mit den Pflanzen: Wer Liebe ernten will, muss Liebe säen.

Jeremias Gotthelf

Darin bin ich verschieden von vielen, dass bei mir das religiöse Element keine andere und bessere Form sieht als: Leben in Gott, und dieses Leben durch mich und andere immer deutlicher darzustellen ... durch das Leben selbst.

Jeremias Gotthelf

An unbeschränkter Freiheit gehen die Menschen nicht dutzendweise, sondern zu Tausenden zugrunde.

Jeremias Gotthelf

Herr, unser Gott, du hast unzählige stille Wege, auf denen du möglich machst, was unmöglich scheint. Gestern war noch nichts sichtbar, heute nicht viel, aber morgen steht es vollendet da, und nun erst gewahren wir, rückblickend, wie du unmerklich schufst, was wir unter großem Lärm nicht zustande gebracht haben.

Jeremias Gotthelf

Die Ordnung Gottes lässt sich nicht ungestraft verkehren.

Jeremias Gotthelf

Merkwürdigerweise ist gerade die Gottlosigkeit am unduldsamsten, sobald sie das Recht erstritten hat, mit Frechheit offen sich zeigen zu dürfen.

Jeremias Gotthelf

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Belege: deutsche-biographie.de, condorcet.ch, gotthelf.ch, wikipedia.org

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