Zitate von Jim Elliff
Jim Elliff (* 1947) — Pastor, Evangelist und christlicher Autor · evangelikal / reformatorisch-baptistisch · USA
Jim Elliff (* 1947) ist ein US-amerikanischer Pastor, Evangelist und Autor aus dem reformatorisch-baptistischen Spektrum sowie Gründer des Dienstes Christian Communicators Worldwide. Er tritt mit Nachdruck für biblische Erweckung, verbindliche Gemeindezugehörigkeit und echte Bekehrung ein und wendet sich gegen einen oberflächlichen Entscheidungsglauben. Bibellesern begegnet er heute vor allem durch pointierte Impulse zu geistlicher Wachsamkeit, praktischer Nachfolge und reformatorischem Schriftverständnis.
Epoche: Gegenwart
Wiederkehrende Themen: Schuld & Vergebung, Gnade & Erlösung, Glaube & Vertrauen, Nachfolge & Jüngerschaft, Zeugnis & Mission, Bibel & Wort Gottes, Wachstum & Charakter, Demut & Stolz
Zitate von Jim Elliff
Das sollten wir lernen: Wenn unsere Kinder das Evangelium von uns hören sollen, müssen sie sehen, was das Evangelium mit uns macht. Wie wir vor ihnen leben, predigt ihnen mit voller Kraft das Evangelium und was es für unser Leben bedeutet.
Jim Elliff
Gott ist treu und gerecht, dass er jede Sünde vergibt und von aller Ungerechtigkeit reinigt – einzig und allein aufgrund des Sühnopfers Christi. Mit anderen Worten: Der Gläubige bekennt nicht, um etwas zu bekommen. Was er sucht, hat er bereits.
Jim Elliff
Wenn sich ein Mensch von der Sünde abwendet, ohne sich Gott zuzuwenden, wird er feststellen, dass seine Sünde nur ihren Namen geändert hat und sich hinter seinem Stolz verbirgt.
Jim Elliff
Die Einschüchterung, die wir empfinden, wenn wir Menschen in einer nichtchristlichen Welt von Christus erzählen wollen, rührt daher, dass wir uns selbst mit den Menschen vergleichen, anstatt Gott mit ihnen zu vergleichen.
Jim Elliff
Es gibt viele, die hart für die Irrtumslosigkeit der Schrift gekämpft haben, aber die Bibel, für die sie gekämpft haben, nicht ausreichend aufschlagen.
Jim Elliff
Du kannst dein Kind nicht selbst retten, egal wie sehr du dich bemühst. Du stehst allein in einer Position des Vertrauens. Das ist gut, denn das ist der einzige Weg, Gott zu gefallen (Hebr 11,6). Deine Ruhe in Gott wird dich im Gebet stärken und dir helfen, deinem Kind positiver zu begegnen.
Jim Elliff
Wir dürfen dankbar sein, dass Gott nicht sofort alles Böse beseitigt. Täte er es — würde er nicht auch dich beseitigen? Nimm an, er sagte: „Gut, ich tue genau das, worum du bittest. Ich schaffe alles Böse in dieser Minute weg!" Meinst du, du bliebest verschont?
Jim Elliff
Man ist verblüfft über die Betonung des Kreuzes in der Offenbarung. Der Himmel kommt nicht „über das Kreuz hinweg“, als gäbe es bessere Dinge, über die man nachdenken könnte; der Himmel ist nicht nur christuszentriert, sondern kreuzeszentriert und verkündet dies lautstark.
Jim Elliff
Es ist eine Sache, die Sünde zu lieben und sich dazu zu zwingen, mit ihr aufzuhören; es ist etwas ganz anderes, die Sünde zu hassen, weil die Liebe zu Gott so ergreifend ist, dass die Sünde keinen Reiz mehr ausübt. Letzteres ist Buße; Ersteres ist Reform. Es ist Buße, die Gott fordert. Buße ist ein „Sinneswandel“. Die Sünde zu lieben und sie dennoch zu lassen, ist nicht dasselbe wie sie zu hassen und sie zu lassen.
Jim Elliff
Die Sorge um die Zukunft ist überwältigend. Es gibt einen Grund dafür. Wir haben heute keine Gnade für morgen. Einer der einfachsten und wirksamsten Tricks Satans ist es, unsere Aufmerksamkeit auf Dinge zu lenken, gegen die wir nichts tun können. Es gibt nichts Schlimmeres als eine Krise, die nicht gelöst werden kann. Wenn unsere Stunden mit Gedanken an die Probleme von morgen gefüllt sind, die heute nicht zugänglich sind und die wir mit den heutigen Mitteln nicht anfassen können, sind wir dem Sorgen ausgeliefert. Und Sorge zehrt uns auf … [Doch] unsere Berufung ist heute. Es ist nicht so, dass wir nicht an morgen denken, aber es muss stets unter „zukünftiger Gnade“ abgelegt werden. Die Flut des Vertrauens in Gottes Genügen muss die Sorge auswaschen. Tatsächlich ist es ein Gebot. „Sorgt euch nicht um morgen.“ Dorthin zu gehen heißt, einer Weisung dessen ungehorsam zu sein, der jeden Augenblick in seiner Hand hält.
Jim Elliff
Eine Mauer zwischen dir und anderen zu errichten heißt, eine Mauer zwischen dir und Gott zu bauen.
Jim Elliff
Unsere Rettung ist ein wunderbares Eingreifen Gottes. Bei der Evangelisation geht es durch und durch um Wunder. Wir beten und bitten Gott, den menschlichen Willen zu ändern, den natürlichen Lauf der Dinge zu durchbrechen und neu zu ordnen oder aller Wahrscheinlichkeit zu trotzen.
Jim Elliff
Durch das Nachsinnen über die Schrift wirst du in die Person verwandelt, die Gott aus dir machen möchte. Meditation ist eine Verflechtung deiner Worte zu Gott und seines Wortes zu dir; sie ist ein liebevolles Gespräch zwischen dir und Gott auf den Seiten seines Wortes. Sie ist das Aufnehmen seiner Worte in deinen Verstand durch gebetsvolles Betrachten und Konzentration.
Jim Elliff
Weisheit ist ein Erkenntnisprozess, kein Blitz aus heiterem Himmel. In unserer denkfaulen Zeit ist es sehr beliebt, den mühsamen Prozess des Nachdenkens abzukürzen und stattdessen mit leerem Kopf auf eine innere Stimme zu warten. Das wirkt hochgeistlich und ist mit einer magischen Autorität umgeben („Gott hat mir das heute Morgen um vier Uhr gegeben!“). Auf diese Weise erhält der geistlich vernachlässigste Gläubige oder der Neuling das gleiche Gewicht wie der weiseste christliche Veteran.
Jim Elliff
Bei Heiligkeit oder Heiligung geht es nicht nur um Reinheit oder Disziplin. Es geht darum, deine radikale Andersartigkeit zu zeigen, die Zeichen von Gottes Eigentum zu tragen und durch dein Verhalten die Außergewöhnlichkeit deines neuen Lebens in Christus zu veranschaulichen.
Jim Elliff
Es ist der Heilige Geist, der die Gewissheit des Lebens in Christus schenkt, nicht der Evangelist (Röm 8,16). Wir sollen die Grundlage dieser Gewissheit verkünden, aber das eigentliche Zusprechen dem Geist überlassen.
Jim Elliff
Buße ist ein Sinneswandel in Bezug auf die Sünde und Gott, ein inneres Sich-Abwenden von der Sünde hin zu Gott, das an seinen Früchten erkennbar ist – dem Gehorsam (Mt 3,8; Apg 26,20; Lk 13,5-9). Es bedeutet, das zu hassen, was man einst liebte, und das zu lieben, was man einst hasste, indem man die unwiderstehliche Sünde gegen einen unwiderstehlichen Christus eintauscht.
Jim Elliff
Was unter der Herrschaft Gottes gut und schön sein kann, wird zu einem verdammenden Götzen, wenn du es mehr liebst als Christus.
Jim Elliff
Ein Mensch mag vor anderen Menschen als gerecht gelten, aber vor Gott gibt es niemanden, der wahrhaft gerecht ist. Die einzige Gerechtigkeit, die Gott annimmt, ist seine eigene. In eigener Gerechtigkeit vor Gott zu treten, bedeutet sichere Ablehnung.
Jim Elliff
Welches Recht haben wir, Gott als jemand anderen darzustellen, als er wirklich ist, nur damit die Menschen ihn mehr mögen? Ehrt Gott, indem ihr die Wahrheit über ihn verkündet.
Jim Elliff
Das Wort Vorhererkenntnis versteht man eigentlich besser als „im Voraus liebevoll bedacht“, „zuvor geliebt“ oder „mit Bedacht zuvor bestimmt“.
Jim Elliff
Bekenntnis bedeutet, Gott in seiner Beurteilung unserer Taten und Gedanken zuzustimmen und unsere Sünde vor Gott zu benennen.
Jim Elliff
Bedenke die Konsequenzen, wenn man das Werk des Bekennens für fortlaufende Vergebung hinzufügt … Wenn für Vergebung und Reinigung von aller Ungerechtigkeit (ein für den Himmel erforderlicher Zustand) noch etwas hinzukommen muss, steckt der Gläubige in einem Dilemma. Was, wenn er es unterlässt, eine Sünde zu bekennen? Was, wenn er nur eine Sünde nicht bekennt? Ist er dann ungerechtfertigt und nicht gereinigt von aller Ungerechtigkeit? Das ist nicht, was Sühne und die fortwährende, unmittelbare Reinigung von Sünde durch das Blut bezeugen. Müssen wir dem hinzufügen, was Gott so vollständig vollbracht hat? Ist der Tod Christi und die Anwendung seines Blutes nicht genug? Mindert diese zusätzliche Anforderung nicht das Kreuz, indem sie mein Nennen einer Sünde, jeder Sünde, zur Voraussetzung für Vergebung macht?
Jim Elliff
Ein Suchender wird ein wahrer Christ, weil Gott etwas tut: Er schafft Verlangen nach sich und Abscheu vor der Sünde. Wenn Gott am Werk ist, kannst du nicht anders, als deine Unabhängigkeit aufzugeben und zu ihm zu kommen. Du wirst ihm vertrauen, weil nichts anderes mehr bleibt, dem man vertrauen könnte. Du wirst ihn lieben, weil er für dich unwiderstehlich ist.
Jim Elliff
Gott hat von Ewigkeit her beschlossen, dass du Christus gleich werden sollst (Röm 8,29-30); er hat seinen Heiligen Geist in dich gelegt, damit es auch geschieht (Phil 2,12-13); Christus hat darum gebetet, dass du geheiligt wirst, und seine Gebete werden immer erhört (Joh 17,17); er verspricht dir sogar, dich in Liebe zu erziehen, um dich zur Heiligkeit zurückzuholen, sooft du abirrst (Hebr 12,5-10). Wie könnten wir je bezweifeln, dass Gott meint, was er sagt: „Ohne Heiligung wird niemand den Herrn sehen“ (Hebr 12,14)?
Jim Elliff
Zögere nicht. Der Gedanke, den du heute Morgen noch hattest, wird bald vom Tisch deines Verstandes geweht sein!
Jim Elliff
Wenn die Vernunft nicht vom Wort Gottes unterstützt wird, richtet sie allein wenig Ausreichendes aus. Die Vernunft für sich allein mag uns zwar zu einer praktikablen Lösung führen, birgt aber das Risiko, dies zu tun, ohne Gott zu gefallen. Und das ist für uns ebenso unbefriedigend wie für Gott.
Jim Elliff
Offensichtlich geht es nicht um Selbstwertgefühl. Das mag das Einzige sein, womit man Leuten in einer säkularen Gesellschaft kommen kann, die Gott nicht ehren wollen, aber es ist kaum Gottes großes Ziel, dass du dich wie etwas ganz Besonderes fühlst.
Jim Elliff
Wir sollen biblisch vernünftig sein, wenn auch keine Rationalisten. Das ist keine subtile Erhebung des Verstandes über Gott. Vielmehr ist es die Erkenntnis, dass Gott normalerweise durch den Verstand wirkt.
Jim Elliff
Wir haben die irrige Vorstellung, Evangelisation sei eine choreografierte Abfolge von Ideen, perfekt strukturiert und fehlerfrei präsentiert. Vergiss es. Es ist nicht so. Es ist viel besser, über Evangelisation so zu denken, wie die Bibel es tut – das Säen der Saat auf jede erdenkliche Weise. Jeder von uns kann das tun. Freue dich über selbst die kleinsten Fortschritte! Du säst die Saat.
Jim Elliff
Wir sollten nicht aggressiv nach Verfehlungen oder Gelegenheiten zur Gemeindezucht suchen (Matthäus 13,28-30), aber wir müssen wachsam und bereit sein, sündiges Verhalten anzusprechen, wenn es bekannt wird.
Jim Elliff
Worauf Gott aus ist, ist nicht, dass wir unsere Sünden aufzählen, sondern dass wir uns in Gehorsam von ihnen abwenden. Er fordert Buße von konkreten Sünden. Er weiß bereits, was du tust... All unsere Sünden aufzuzählen mag zwar therapeutisch sein, aber es ist keineswegs erforderlich... Wir mögen unsere Sünden auf dem Weg zur Buße beim Namen nennen, aber wir tun dies nicht, um vergeben oder gereinigt zu werden. Dafür vertrauen wir allein auf das Werk Christi.
Jim Elliff
Bedenke beim Buchtauf folgendes: 1. Kaufe nur die besten Bücher, da du in deinem Leben nur wenige Hundert lesen wirst. Hole dir wenn möglich zuerst eine Empfehlung ein. 2. Sorge dich nicht übermäßig um den Preis, denn die Kosten eines Buches sind immer gering, wenn es dein Leben zum Guten prägt. 3. Kaufe, um die Wahrheit für deine Familie oder würdige Freunde oder Einrichtungen in der Zukunft zu bewahren, denn sie werden deine Bibliothek erben, wenn du stirbst. 4. Lass das Lesen von Büchern niemals das Lesen der Bibel ersetzen. Anstatt des einen oder anderen tue beides. 5. Lass dich von einem guten Buch demütigen und nicht stolz machen, indem du in dem, was du liest, Gott suchst.
Jim Elliff
Eine Erweckung, die vom Erlebnis lebt, gleicht eher einer Sturzflut als einem mächtigen Strom. Gesteigertes Erleben hinterlässt gewiss Spuren, und manche davon mögen gut sein, wo es auf gesunde Lehre trifft. Aber eine Erweckung, die zur Reformation wird, ist ein Strom, der Leben gibt und weiterwirkt. Wo Reformation geschieht, gilt die Erkenntnis der Schuld nicht nur unserem Verhalten, sondern auch unserer falschen Lehre.
Jim Elliff
Manche Situationen, die zur Versuchung einladen, lassen sich nicht ändern — die meisten schon. Wer den Ort seiner Versuchung nicht verlässt, obwohl er es könnte, liebt seine Sünde noch.
Jim Elliff
Zwar sprachen Wunder aller Art von Christi göttlicher Herkunft und dienten dazu, seine Botschaft und die seiner Apostel zu beglaubigen (vgl. Joh 3,2; 10,38; Hebr 2,1-4), doch erstaunlicherweise schätzte Christus die nicht, die nach einem Zeichen suchten. Herodes war einer von ihnen (Lukas 23,8). Jesus sagte sogar: „Ein böses und ehebrecherisches Geschlecht verlangt nach einem Zeichen" (Matthäus 12,39).
Jim Elliff
Wir sind nicht dazu berufen, das christliche Leben ohne den Schutz der Gemeinde zu führen. Die Gemeinschaft einer Gruppe hingegebener Gläubiger ist für unsere geistliche Gesundheit und für unser Durchhalten im Glauben unentbehrlich. Die Gemeinde ist mitten in diesem „verdrehten und verkehrten Geschlecht“ für unser Überleben ebenso wichtig wie die Arche für Noah und seine Familie; ohne sie hätten sie schlicht nicht überlebt.
Jim Elliff
Christen blicken von sich selbst weg auf Christus. Sie glauben, dass Gott sie von Ewigkeit her geliebt hat. Sie glauben, dass die Bezahlung Christi am Kreuz für die Sünden für sie war. Sie finden Christus unwiderstehlich und seine Nachfolge das größte Vorrecht von allen. Sie haben Glauben an Christus und an das, was er für sie getan hat. Sie vertrauen Christus und blicken von sich selbst weg allein auf ihn.
Jim Elliff
Wenn mein Auto kaputt wäre und ich zum Mechaniker ginge, müsste ich ihm die Schlüssel übergeben. Das ist mein Akt des Vertrauens. Es ist lebendiger Glaube. Ohne diesen Schritt bleibt all mein Reden über die Kompetenz des Mechanikers wirkungslos. Genauso haben wir Christus nie wirklich vertraut, solange wir ihm nicht die Schlüssel unseres Lebens übergeben.
Jim Elliff
Ist es die Liebe zu den Verlorenen, die Praktiken aufrechterhält, welche eine so verhängnisvolle Täuschung in so vielen bewirken – oder ist es bloß die Liebe zum Erfolg?
Jim Elliff
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