Zitate von Jochen Klepper

Jochen Klepper (1903–1942) — Dichter · Lutherisch · Deutschland

Jochen Klepper (1903–1942) war ein deutscher Schriftsteller, Journalist und lutherischer Liederdichter, der vor allem in Breslau und Berlin wirkte. Bekannt wurde er durch Kirchenlieder wie „Die Nacht ist vorgedrungen“ sowie durch seine Tagebücher aus der Zeit des Nationalsozialismus, ehe er 1942 angesichts der drohenden Deportation seiner jüdischen Familie mit ihr den Freitod wählte. Bibellesern bezeugen seine Gesangbuchverse bis heute ein von lutherischer Kreuzestheologie geprägtes Festhalten an Gottes Treue in existenzieller Bedrängnis.

Epoche: 20. Jahrhundert

Wiederkehrende Themen: Glaube & Vertrauen, Gnade & Erlösung, Gebet & Stille, Gott, Jesus & Heiliger Geist, Hoffnung & Zuversicht, Ewigkeit & Hoffnung über den Tod, Freude & Dankbarkeit, Angst & Sorge

Zitate von Jochen Klepper

Ich weiß gar nichts, als dass Gott sich alles vorbehält, mich aber hält.

Jochen Klepper

Du hast die Lider mir berührt. Ich schlafe ohne Sorgen. Der mich in diese Nacht geführt, der leitet mich auch morgen.

Jochen Klepper

Lasst nun euer Fragen, Hilfe ist genug. Ja, ich will euch tragen, wie ich immer trug.

Jochen Klepper

Er weckt mich alle Morgen; er weckt mir selbst das Ohr. Gott hält sich nicht verborgen, führt mir den Tag empor, dass ich mit seinem Worte begrüß' das neue Licht. Schon an der Dämmerung Pforte ist er mir nah und spricht.

Jochen Klepper

Er will mich früh umhüllen mit seinem Wort und Licht, verheißen und erfüllen, damit mir nichts gebricht; will vollen Lohn mir zahlen, fragt nicht, ob ich versag'. Sein Wort will helle strahlen, wie dunkel auch der Tag!

Jochen Klepper

Nur der Christ kann ganz in der Gegenwart leben. Denn die Vergangenheit ist ihm durchgestrichen, und die Zukunft ist ihm gewiss.

Jochen Klepper

Manchmal denke ich: Immer, wenn mir in einem Winkel meines Lebens Gefahr drohte, hat mich Gott behutsam an eine geschützte Stelle getragen.

Jochen Klepper

Sieh nicht an, was du selber bist in deiner Schuld und Schwäche. Sieh den an, der gekommen ist, damit er für dich spreche. Sieh an, was dir heut widerfährt, heut, da dein Heiland eingekehrt, dich wieder heimzubringen auf adlerstarken Schwingen.

Jochen Klepper

Die Hände, die zum Beten ruhn, die macht er stark zur Tat. Und was der Beter Hände tun, geschieht nach seinem Rat.

Jochen Klepper

Manchmal denkt man, Gott müsste einem in all den Widerständen des Lebens ein sichtbares Zeichen geben, das einem hilft. Aber eben dies ist sein Zeichen, dass er einen durchhalten, es wagen und dulden lässt.

Jochen Klepper

Dass Gott so groß ist, das wundert mich nicht so sehr. Aber dass er uns so nahe kommt!

Jochen Klepper

Ich liege, Herr, in deiner Hut und schlafe ganz mit Frieden. Dem, der in deinen Armen ruht, ist wahre Rast beschieden.

Jochen Klepper

Wir haben einen Gott zur Seite, der hilft und uns vom Tod errettet und der uns mitten in dem Streite in sicherem Zelt ein Lager bettet.

Jochen Klepper

Dem alle Engel dienen, wird nun ein Kind und Knecht. Gott selber ist erschienen zur Sühne für sein Recht. Wer schuldig ist auf Erden, verhüll' nicht mehr sein Haupt, er soll errettet werden, wenn er dem Kinde glaubt.

Jochen Klepper

Tief muss Gott uns hinabführen, sollen wir festen Grund finden in ihm.

Jochen Klepper

Er segnet deiner Bäume Frucht, dein Kind, dein Land, dein Vieh. Er segnet, was den Segen sucht. Die Gnade schlummert nie.

Jochen Klepper

Gott will im Dunkel wohnen und hat es doch erhellt! Als wollte er belohnen, so richtet er die Welt! Der sich den Erdkreis baute, der lässt den Sünder nicht. Wer hier dem Sohn vertraute, kommt dort aus dem Gericht!

Jochen Klepper

Wie groß muss die Herrlichkeit der verklärten Welt sein, wenn unser arges und gequältes Herz allein in ihrer Erwartung von solchem Glanz erfüllt sein kann!

Jochen Klepper

Wie laut dich auch der Tag umgibt, jetzt halte lauschend still, weil er, der dich beschenkt und liebt, die Gabe segnen will.

Jochen Klepper

Es geht nicht immer darum, was geleistet oder nicht geleistet wurde; sondern entscheidend für eine erfüllte oder vertane Zeit muss wohl sein, welche Sprache Gott in ihr zu einem geredet hat.

Jochen Klepper

Seine Zeit nicht zu kennen und doch jeden ihrer Augenblicke gezählt zu glauben - es ist ein großer Friede in der Welt voller Angst.

Jochen Klepper

Er spricht wie an dem Tage, da er die Welt erschuf. Da schweigen Angst und Klage; nichts gilt mehr als sein Ruf! Das Wort der ewigen Treue, die Gott uns Menschen schwört, erfahre ich aufs Neue, so wie ein Jünger hört.

Jochen Klepper

Nun sich das Herz von allem löste, was es an Glück und Gut umschließt, komm, Tröster, Heiliger Geist, und tröste, der du aus Gottes Herzen fließt.

Jochen Klepper

Ich sehe vom Alten Testament bis jetzt, dass Gott das Lob der Schläfer wie der Schlaflosen besitzt.

Jochen Klepper

Seid ihr hoffend stille, strömt die Kraft euch zu. Stets bleibt Gottes Wille, dass er Wunder tu. Durch Stillesein und Hoffen werdet stark und fest, seht den Himmel offen, der euch nicht verlässt.

Jochen Klepper

Auch deines Hauptes Haare sind wohl von ihm gezählt. Er bleibt der Wunderbare, dem kein Geringstes fehlt. Den keine Meere fassen und keiner Berge Grat, hat selbst sein Reich verlassen, ist dir als Mensch genaht.

Jochen Klepper

Ich habe Gottes Hilfe zu oft erfahren, als dass ich meine Schwermut dulden dürfte.

Jochen Klepper

Wer an Gottes Vergebung glaubt, kann seine Vergangenheit ertragen.

Jochen Klepper

So tief einer in der Buße steht, steht er auch in der Gnade.

Jochen Klepper

Die Welt ist nur erträglich, weil der noch einmal wiederkommen wird, der sie überwand.

Jochen Klepper

Ich kann aus Weihnachten nicht ein Fest der Vergangenheit machen. Jedes Jahr wächst Weihnachten und gibt dem ganzen Jahr ein anderes Licht.

Jochen Klepper

Man soll auf alles Vergangene nur insoweit zurücksehen, wie es spontane Dankbarkeit und die überwältigende Erkenntnis göttlicher Führung verlangt.

Jochen Klepper

Auch das kann eine Sprache Gottes sein, dass er einen immer heftiger fragen und verlangen lässt.

Jochen Klepper

Gott findet, den er sucht.

Jochen Klepper

Gott hat sein Reich schon aufgerichtet, wenn wir noch tief im Kampfe liegen. Selbst Tod und Hölle sind vernichtet. Sein Wort ist Leben, Wirken, Siegen.

Jochen Klepper

Nun sich das Herz zu dir erhoben und nur von dir gehalten weiß, bleib bei uns, Vater. Und zum Loben wird unser Klagen. Dir sei Preis!

Jochen Klepper

Ein dunkler, stürmischer, milder, trüber Tag - wie verdämmerndes und verwehendes Geschick. Gott ist größer als unser Herz.

Jochen Klepper

Gott wird uns immer wieder in Wartezustände versetzen, die zusammen das eigentliche Leben ausmachen: Leben aus Pfingsten und Advent.

Jochen Klepper

Er segnet dich in Dorf und Stadt, in Keller, Kammer, Feld. Was dir der Herr gesegnet hat, bleibt fortan wohlbestellt.

Jochen Klepper

Alle Grenzen meiner Tage biege, Gott, in deinen Kreis, dass ich nur noch Worte sage, die ich von dir kommen weiß!

Jochen Klepper

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Belege: wikipedia.org, tegel-borsigwalde.de, deutschlandfunkkultur.de, ekd.de

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