Zitate von Josef Bordat

Josef Bordat (* 1972) — Philosoph, Publizist und Buchautor · römisch-katholisch · Deutschland

Josef Bordat ist ein 1972 geborener deutscher Philosoph und Publizist, der in Berlin als freier Autor tätig ist. Er vertritt ein dezidiert römisch-katholisches Profil und befasst sich schwerpunktmäßig mit christlicher Apologetik, Sozialethik sowie kirchengeschichtlichen Kontroversen. Für Bibelleser liefert er prägnante Argumente zur Vereinbarkeit von Glaube und Vernunft sowie Impulse für ein christliches Menschenbild im gesellschaftlichen Diskurs.

Epoche: Gegenwart

Wiederkehrende Themen: Weisheit & Erkenntnis, Zweifel & Anfragen, Gott, Jesus & Heiliger Geist, Ethische Fragen, Kirche & Gemeinde, Glaube & Vertrauen, Demut & Stolz, Zeugnis & Mission

Zitate von Josef Bordat

Gott darf nicht bewiesen werden, selbst wenn dies leicht wäre. Gott muss bezeugt werden, auch wenn es schwer fällt.

Josef Bordat

Christliche und weltliche Ethik unterscheiden sich im Hinblick auf die Duldsamkeit gegenüber Handlung und Verfehlung. Gott erlaubt wenig und vergibt alles. Die Welt erlaubt viel, vergibt aber nichts.

Josef Bordat

Gott wird als Mensch Kind, damit der Mensch Kind Gottes wird.

Josef Bordat

Den Feind beseitigen – oder die Feindschaft? An dieser Differenz entscheidet sich alles!

Josef Bordat

Die tiefe Bedeutung der Heiligen liegt darin, dass mit dem lebendigen Glauben der Toten der tote Glaube der Lebenden erneuert wird.

Josef Bordat

Die Aufklärung hat der Freiheit und der Demokratie den Weg bereitet, und damit die Moderne ermöglicht. Sie hat aber auch dafür gesorgt, dass es heute zu viele Menschen gibt, die schon zu wissen glauben und zu wenige, die noch zu glauben wissen.

Josef Bordat

Man kann wissen, dass man nicht alles glauben soll, doch sollte man nicht glauben, dass man alles wissen kann.

Josef Bordat

Nichts ängstigt mich mehr als Menschen, die um Gottes Willen keinen Raum lassen für ihren Verstand. Bis auf Menschen, die um ihres Verstandes Willen keinen Raum lassen für Gott.

Josef Bordat

Der Unterschied zwischen einem religiösen Philosophen und einem Religionsphilosophen ist der zwischen einem Gourmetkoch und einem Lebensmittelchemiker. Beide arbeiten mit Kartoffeln, doch der eine braucht sie, um daraus Kroketten zu machen und der andere, um deren Nährwert zu bestimmen.

Josef Bordat

Man kann Gott nicht beweisen. Nicht einmal mit Wundertaten. Hätte ein Atheist Jesus über das Wasser laufen sehen, hätte er wohl gesagt. "Das soll Gottes Sohn sein? Ein Nichtschwimmer?"

Josef Bordat

Wenn der Mensch – wie Augustinus behauptet – zwischen Tier und Engel steht, dann gibt es für den Umgang mit ihm zwei Möglichkeiten: Entweder man zeigt ihm, wie nah er dem Tier ist, oder, wie nah er dem Engel sein könnte.

Josef Bordat

Es kostet Kraft, zu tun, was man sagt. Es verlangt Mut, zu sagen, was man denkt. Es ist Gnade, zu denken, was wahr ist.

Josef Bordat

Barmherzigkeit bedeutet Nachsicht - nicht gegenüber allem, aber gegenüber jedem.

Josef Bordat

Gottesfurcht löscht Lebensangst.

Josef Bordat

Die Idee hat im Christentum Name, Gesicht und Geschichte: Jesus Christus.

Josef Bordat

Gott ist nicht lieb, Gott ist Liebe.

Josef Bordat

Einige Religionskritiker kommen mir vor wie Nichtschwimmer, die die Baderegeln für das Wasser halten.

Josef Bordat

"Was habe ich davon?" darf niemals die Gegenfrage auf die Gretchenfrage sein. Der Glaube an Gott ist entweder innere Notwendigkeit oder sich äußernde Torheit, in keinem Fall aber nützlich oder unnütz.

Josef Bordat

Meinen Willen tun: Geist der Zeit. Meinen Willen wollen: Zwangsbefreit. Seinen Willen tun: Ergebenheit. Seinen Willen wollen: Heiligkeit.

Josef Bordat

Gott hat sich mit uns versöhnt, weil Er uns liebt. Er gibt etwas von sich, auf das wir keinen Anspruch haben: Seinen Sohn.

Josef Bordat

Ich glaube, dass Gott drei Dinge will. Gott will, dass wir Ihn lieben. Gott will, dass wir uns lieben. Gott will, dass wir einander lieben.

Josef Bordat

Mit dem Egoismus ist das so eine Sache: Der eigene wird als natürlicher Antrieb gedeutet, der des Anderen als moralische Verfehlung.

Josef Bordat

Erfolglosigkeit ist nicht gleichbedeutend mit Folgenlosigkeit – auch Niederlagen können aufrichten.

Josef Bordat

Die gemeinsame Quelle von Wissenschaft und Religion ist das kindliche Staunen angesichts des Seins. Für die wissenschaftliche Vernunft muss es enden, in der religiösen Vernunft bleibt es erhalten.

Josef Bordat

Christ ist nicht der, der ein „rk“ oder „ev“ auf seiner Steuerkarte hat, sondern der, der sein Leben am Evangelium ausrichtet.

Josef Bordat

Ich glaube, dass nur demütige Frömmigkeit große Theologie hervorbringt. Ich kenne nur bedeutende Theologen, die trotz ihres brillanten Intellekts und ihrer breiten und tiefen Bildung vor allem eines geblieben sind: gläubige Christen – einfache und bescheidene Arbeiter im Weinberg des Herrn.

Josef Bordat

Wenn Gott zu uns spricht: "Mein ist die Rache", dann bedeutet das eben: Nicht Dein. Es gibt keinen Gewaltakt des Menschen, der gottgewollt ist. Daher kann der Mensch keinem größeren Irrtum unterliegen als zu glauben, für einen Akt der Gewalt mit Gottes Segen rechnen zu dürfen.

Josef Bordat

Man kann keinen Menschen mit Beweisen von Gott überzeugen, doch man kann jeden Menschen durch Bezeugen an Gott überweisen.

Josef Bordat

„Euch ist der Retter geboren“ - die Weihnachtsbotschaft klingt nach Bescherung ohne Einkaufsstress.

Josef Bordat

Die Lehre der Kirche ist nicht das Privateigentum des jeweiligen Papstes, sondern das Stiftungsvermögen unseres Herrn Jesus Christus.

Josef Bordat

Wer nicht den Wert der Weisheit wahrt, kann nicht den Weg zur Wahrheit weisen.

Josef Bordat

Manchmal frage ich mich, warum die Kirche für so vieles herhalten muss, was sie gar nicht zu verantworten hat. Und dann denke ich an Jesus und finde die Antwort im Kreuz: Wer Ihm nachfolgen will, muss nicht nur sein Kreuz, sondern vor allem auch Sein Kreuz mittragen.

Josef Bordat

Dass man Intoleranz nicht toleriert, ist richtig. Doch oft wird Intoleranz mit mangelndem Respekt oder gar dem Fehlen von Sympathie verwechselt und somit mangelnder Respekt oder fehlende Sympathie nicht toleriert. Das ist falsch.

Josef Bordat

Je spezifischer Du bittest, desto mehr beraubst Du Gott seiner Möglichkeiten, der Bitte zu entsprechen.

Josef Bordat

Gott zu danken ist des Menschen Pflicht.

Josef Bordat

Der Mensch kann Gott nie so sehr ablehnen, dass Er in ihm nicht mehr anwesend sein kann – der Immanenzwille Gottes ist stets größer. Der Mensch kann Gott nie so sehr verleugnen, dass Er ihn vergessen würde – die Treue Gottes ist stets größer. Der Mensch kann Gott nie so sehr hassen, dass Er aufhörte, ihn zu lieben – die Barmherzigkeit Gottes ist stets größer. Bei aller Freiheit des Menschen – Gott lässt sich keine Grenzen setzen.

Josef Bordat

Das Verhältnis von Papst und Kirche wird häufig mit dem Bild eines Hirten und seiner Herde beschrieben. Dabei kommt der einzelne Gläubige nicht gut weg: Er ist ein Schaf. Nicht vergessen werden sollte allerdings, daß zwar der Hirte die Herde kompromißlos in den Stall des Besitzers führt, wenn es Abend wird, doch tagsüber läßt er sich von der Herde zu den besten Futterplätzen und Wasserquellen ziehen, denn er weiß: Dafür hat nur ein Schaf den richtigen Sinn.

Josef Bordat

Es gibt offenbar immer mehr Menschen mit Internetanschluss, bei denen die Menge an Zeit, die für eine Debatte zur Verfügung steht, und die Menge an Ahnung vom Thema sich reziprok proportional zueinander verhalten. Wenn das Thema "Kirche" lautet, nähert man sich schnell den theoretischen Grenzwerten: Die Zeit ist schier unendlich, die Ahnung praktisch null.

Josef Bordat

Belege: bbkl.de, erzbistumberlin.de, kath-info.de, eulemagazin.de

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