Zitate von Lesslie Newbigin
Lesslie Newbigin (1909–1998) — Missionsbischof · Reformiert · England
Lesslie Newbigin (1909–1998) war ein britischer reformierter Theologe, Missionar und Bischof der Church of South India, der fast vier Jahrzehnte in Indien sowie später als Dozent und Pastor in England wirkte. Bekannt ist er für seine Analysen zur Säkularisierung westlicher Gesellschaften und sein Eintreten dafür, das Evangelium in einer pluralistischen Kultur als rationale öffentliche Wahrheit zu bezeugen. Für Bibelleser bietet sein Werk Impulse, die biblische Botschaft im Dialog mit der Gegenwartskultur zu reflektieren, ohne den exklusiven Heilsanspruch Jesu Christi zu relativieren.
Epoche: 20. Jahrhundert
Wiederkehrende Themen: Gerechtigkeit & Einsatz, Freude & Dankbarkeit, Kirche & Gemeinde, Zeugnis & Mission, Weisheit & Erkenntnis, Ewigkeit & Hoffnung über den Tod, Hoffnung & Zuversicht, Bibel & Wort Gottes
Zitate von Lesslie Newbigin
Wo immer der Himmel auf die Erde heruntergeholt werden soll, bringt man am Ende die Hölle herauf.
Lesslie Newbigin
Mut und Zuversicht sind Kennzeichen derer, die vor Freude staunen und die wissen, dass sie immer wieder neu staunen werden, weil Gott groß ist.
Lesslie Newbigin
Wir befinden uns genau da, wo die Reformatoren Grund zur Klage hatten. Man hat den Laien die Bibel aus der Hand genommen.
Lesslie Newbigin
Wir können unsere missionarische Verantwortung für das eigene Volk nicht gehorsam wahrnehmen, wenn wir nicht auf das hören wollen, was der lebendige Gott uns durch seine Diener in anderen Kulturen zu sagen hat.
Lesslie Newbigin
Wir können die Geschichte nicht zurückdrehen, aber vielleicht können wir aus der Geschichte lernen.
Lesslie Newbigin
Eine Verkündigung des Evangeliums, die Männer und Frauen dazu aufruft, Jesus als ihren Retter anzunehmen, aber nicht deutlich macht, dass Nachfolge eine Verpflichtung auf eine Vision von Gesellschaft bedeutet, die radikal anders ist als jene, die unser öffentliches Leben heute bestimmt, muss als falsch verurteilt werden.
Lesslie Newbigin
Es gibt eine lange Tradition, die den Auftrag der Kirche primär als Gehorsam gegenüber einem Befehl sieht. Man spricht gewohnheitsmäßig vom „Missionsbefehl“. Diese Sichtweise ist keineswegs unbegründet, und doch verfehlt sie meines Erachtens den Kern. Sie macht Mission eher zu einer Last als zu einer Freude, eher zu einem Teil des Gesetzes als des Evangeliums. Blickt man auf das Neue Testament, gewinnt man einen ganz anderen Eindruck: Mission beginnt mit einer Art Explosion der Freude. Die Nachricht, dass der verworfene und gekreuzigte Jesus lebt, lässt sich unmöglich verschweigen. Sie muss erzählt werden. Wer könnte bei einer solchen Tatsache schweigen? Die Mission der Kirche auf den Seiten des Neuen Testaments gleicht eher dem Niederschlag einer gewaltigen Explosion – ein radioaktiver Niederschlag, der nicht tödlich ist, sondern Leben schenkt.
Lesslie Newbigin
Es ist zu einer Gemeinstelle geworden zu sagen, dass wir in einer pluralistischen Gesellschaft leben – nicht bloß in einer Gesellschaft, die in Bezug auf die Vielfalt der von ihr umfassten Kulturen, Religionen und Lebensstile tatsächlich pluralistisch ist, sondern pluralistisch in dem Sinne, dass diese Vielfalt als etwas gefeiert wird, das es zu gutzuheißen und zu pflegen gilt.
Lesslie Newbigin
Belege: wikipedia.org, bu.edu, thegospelcoalition.org, ivpbooks.com
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