Zitate von Meister Eckhart
Meister Eckhart (1260–1328) — Mystiker · Katholisch · Deutschland
Meister Eckhart (um 1260–1328) war ein deutscher Dominikaner, Theologe und Philosoph, der an der Universität Paris sowie in Erfurt, Straßburg und Köln wirkte. Als führender Vertreter der rheinischen Mystik lehrte er das Loslassen aller Eigeninteressen („Gelassenheit“) und das göttliche Wirken im Seelengrund, was zu einem Inquisitionsverfahren und der postumen Verurteilung einzelner Sätze durch Papst Johannes XXII. führte. Für Bibelleser eröffnet seine Seelenmystik einen radikalen Zugang zur christlichen Innerlichkeit, der das Loslassen vorgefasster Gottesbilder einfordert.
Epoche: Mittelalter
Wiederkehrende Themen: Gott, Jesus & Heiliger Geist, Demut & Stolz, Glaube & Vertrauen, Liebe, Wachstum & Charakter, Gebet & Stille, Dienst & Nächstenliebe, Gnade & Erlösung
Zitate von Meister Eckhart
Der Mensch, der Gott beim Stallmisten nicht hat, hat ihn auch nicht beim Chorgebet.
Meister Eckhart
Immer ist die wichtigste Stunde die gegenwärtige. Immer ist der wichtigste Mensch der, der dir gerade gegenübersteht. Immer ist die wichtigste Tat die Liebe.
Meister Eckhart
Liebe kennt kein Warum.
Meister Eckhart
Gott ist immer in uns, nur wir sind selten zu Hause.
Meister Eckhart
Fehlt es dir nicht am Willen, sondern am Vermögen, so hast du es vor Gott vollständig getan.
Meister Eckhart
Wir bitten Gott, dass er uns verhelfe aus einem zerteilten Leben in ein Leben, das eines ist.
Meister Eckhart
Wenn das einzige Gebet, das du während deines ganzen Lebens sprichst, »Danke« heißt, würde das genügen.
Meister Eckhart
Nie hat ein Mensch sich irgendwonach so sehr gesehnt, wie Gott sich danach sehnt, den Menschen dahin zu bringen, dass er Gottes innewerde.
Meister Eckhart
Gott aber, hat man ihn überhaupt, so hat man ihn allerorten; auf der Straße und unter den Leuten so gut wie in der Kirche oder in der Einöde oder in der Zelle.
Meister Eckhart
Wer Gott in einem äußerlichen Ritual sucht, findet das Ritual und verliert Gott.
Meister Eckhart
Wir feiern Weihnachten, auf dass diese Geburt auch in uns geschieht. Wenn sie nicht in mir geschieht, was hilft sie mir dann? Gerade, dass sie auch in mir geschieht, darin liegt ja alles.
Meister Eckhart
Gehe ganz aus dir hinaus aus Liebe zu Gott, und Gott wird ganz aus sich hinausgehen aus Liebe zu dir. Was dann bleibt, ist die schlichte Einheit.
Meister Eckhart
Dort, wo das Geschöpf aufhört, dort beginnt Gottes Wesen. Alles, was Gott von dir in dringlichster Weise verlangt, ist, aus dir hinauszugehen, wo du Geschöpf bist, und Gott in dir Gott sein zu lassen.
Meister Eckhart
Hätte Maria nicht zuerst Gottes Sohn geistlich in ihrer Seele geboren, er wäre leiblich nie von ihr geboren worden.
Meister Eckhart
Unser Reden ist ein Stammeln, wenn wir von der göttlichen Natur reden wollen.
Meister Eckhart
Die gewaltigsten Prediger sind die guten Werke.
Meister Eckhart
Wo ich für mich nichts will, da will statt meiner Gott.
Meister Eckhart
Das aber ist rechte Furcht, wenn man fürchtet, dass man Gott verliere.
Meister Eckhart
Wenn einer erwähnt, er habe Gott erkannt, uns sich irgendetwas darunter vorstellt, so hat er irgendetwas erkannt, nur Gott nicht.
Meister Eckhart
Gott kann nicht weniger ohne uns tun, als wir ohne ihn tun können.
Meister Eckhart
Gott ist auch an allen Orten und an jedem Ort ist Gott ganz. Das will so viel sagen, dass alle Orte ein Ort Gottes sind.
Meister Eckhart
Niemand betet Gott recht an, als der Mensch, der Gott anbetet um Gottes willen und darin nichts anderes meint als Gott.
Meister Eckhart
Es gibt keinen besseren Maßstab der Liebe als Vertrauen.
Meister Eckhart
Eine Seele, die vielem anhängt, entfernt sich von Gott.
Meister Eckhart
So halten es alle jene Leute, die Gott um äußeren Reichtums oder inneren Trostes willen lieben; die aber lieben Gott nicht recht, sondern sie lieben ihren Eigennutz.
Meister Eckhart
In jeder Sünde ist Hochmut. Denn jede Sünde ist nur dadurch Sünde, dass sie sich gegen das Gebot Gottes erhebt oder es umgeht.
Meister Eckhart
Gott ist dreifach von Person und doch einfach von Natur.
Meister Eckhart
Gott ist unkörperlich, immateriell, unwahrnehmbar, jenseits von Menge und Umschreibung, jenseits von Form und Gestalt.
Meister Eckhart
Der Mensch soll sich in keiner Weise als fern von Gott ansehen, weder wegen einer Schuld noch wegen einer Schwäche noch wegen irgendetwas sonst. Und sollten deine großen Sünden dich auch so weit abgetrieben haben, dass du dich nicht als Gott nahe anzusehen vermöchtest, so sollst du doch Gott als dir nahe annehmen.
Meister Eckhart
Belege: britannica.com, wikipedia.org, mysticryst.com, jhu.edu
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