Zitate von Paul Gerhardt

Paul Gerhardt (1607–1676) — Kirchenlieddichter · Lutherisch · Deutschland

Paul Gerhardt (1607–1676) war ein deutscher lutherischer Theologe und Pfarrer in Mittenwalde, Berlin sowie Lübben. Er prägte mit Liedern wie „Befiehl du deine Wege“ das geistliche Gesangsgut, verlor jedoch 1667 im Berliner Kirchenstreit sein Amt, da er sich aus Bekenntnisgründen weigerte, das kurfürstliche Toleranzedikt gegenüber den Reformierten zu unterschreiben. Heute bieten seine Dichtungen Bibellesern eine seelsorgliche Sprache des Gottvertrauens inmitten existentieller Krisen und Leiderfahrungen.

Epoche: Reformation & Barock

Wiederkehrende Themen: Glaube & Vertrauen, Gott, Jesus & Heiliger Geist, Hoffnung & Zuversicht, Gnade & Erlösung, Freude & Dankbarkeit, Trauer & Trost, Gebet & Stille, Frieden & Ruhe

Zitate von Paul Gerhardt

Befiehl du deine Wege und was dein Herze kränkt, der allertreusten Pflege des, der den Himmel lenkt! Der Wolken, Luft und Winden gibt Wege, Lauf und Bahn, der wird auch Wege finden, da dein Fuß gehen kann.

Paul Gerhardt

Geh aus, mein Herz und suche Freud in dieser lieben Sommerszeit an deines Gottes Gaben. Schau an der schönen Gärten Zier und siehe, wie sie mir und dir sich ausgeschmücket haben.

Paul Gerhardt

Wie oft bist du in große Not durch eignen Willen kommen, da dein verblendter Sinn den Tod fürs Leben angenommen. Der aber, der uns ewig liebt, macht gut, was wir verwirren, erfreut, wo wir uns selbst betrübt, und führt uns, wo wir irren.

Paul Gerhardt

Auf, auf, gib deinem Schmerze uns Sorgen gute Nacht, lass fahren, was das Herze betrübt und traurig macht; bist du doch nicht Regente, der alles führen soll, Gott sitzt im Regimente und führet alles wohl!

Paul Gerhardt

Wann ich einmal soll scheiden, so scheide nicht von mir! Wann ich den Tod soll leiden, so tritt du dann hierfür!

Paul Gerhardt

Fehlts hier und da? Ei, unverzagt! Lass Sorg und Kummer schwinden! Der mir das Größte nicht versagt, wird Rat zum Kleinen finden.

Paul Gerhardt

Du hast mich je und je geliebt und auch nach dir gezogen; eh ich noch etwas Guts geübt, warst du mir schon gewogen.

Paul Gerhardt

Alles Ding währt seine Zeit, Gottes Lieb in Ewigkeit.

Paul Gerhardt

Er hört die Seufzer deiner Seelen und des Herzens stilles Klagen, und was du keinem darfst erzählen, magst du Gott gar kühnlich sagen.

Paul Gerhardt

Die Bäume stehen voller Laub, das Erdreich decket seinen Staub mit einem grünen Kleide; Narzissus und die Tulipan, die ziehen sich viel schöner an als Salomonis Seide.

Paul Gerhardt

Da ich noch nicht geboren war, da bist du mir geboren, und hast dich mir zu eigen gar, eh ich dich kannt, erkoren. Eh ich durch deine Hand gemacht, da hast du schon bei dir bedacht, wie du mein wolltest werden.

Paul Gerhardt

Warum sollt ich mich denn grämen? Hab ich doch Christus noch; wer will mir den nehmen? Wer will mir den Himmel rauben, den mir schon Gottes Sohn beigelegt im Glauben?

Paul Gerhardt

Nun ruhen alle Wälder, Vieh, Menschen, Stadt und Felder, es schläft die ganze Welt; ihr aber, meine Sinnen, auf, auf, ihr sollt beginnen was eurem Schöpfer wohlgefällt.

Paul Gerhardt

Gib dich zufrieden und sei stille in dem Gotte deines Lebens, in ihm ruht aller Freuden Fülle, ohn ihn mühst du dich vergebens. Er ist dein Quell und deine Sonne, scheint täglich hell zu deiner Wonne. Gib dich zufrieden.

Paul Gerhardt

Meine Schuld kann mich nicht drücken, denn du hast meine Last all' auf deinem Rücken.

Paul Gerhardt

Was du Böses hast begangen, das ist alles abgeschafft; Gottes Liebe nimmt gefangen deiner Sünden Macht und Kraft.

Paul Gerhardt

Ihn, ihn lass tun und walten, er ist ein weiser Fürst und wird sich so verhalten, dass du dich wundern wirst, wenn er, wie ihm gebühret, mit wunderbarem Rat das Werk hinausgefüret, das dich bekümmert hat.

Paul Gerhardt

Ich selber kann und mag nicht ruhn, des großen Gottes großes Tun erweckt mir alle Sinnen; ich singe mit, wenn alles singt, und lasse, was dem Höchsten klingt, aus meinem Herzen rinnen.

Paul Gerhardt

Wohlauf, mein Herze, sing und spring und habe guten Mut! Dein Gott, der Ursprung aller Ding, ist selbst und bleibt dein Gut.

Paul Gerhardt

Der Wolken Luft und Winden gibt Wege, Lauf und Bahn, der wird auch Wege finden, da dein Fuß gehen kann.

Paul Gerhardt

Hoff, o du arme Seele, hoff und sei unverzagt! Gott wird dich aus der Höhle, da dich der Kummer plagt, mit großen Gnaden rücken; erwarte nur die Zeit, so wirst du schon erblicken die Sonn der schönsten Freud.

Paul Gerhardt

Ich steh an deiner Krippe hier, o Jesu, du mein Leben; ich komme, bring und schenke dir, was du mir hast gegeben. Nimm hin es ist mein Geist und Sinn, Herz, Seele und Mut, nimm alles hin und lass dir's wohlgefallen.

Paul Gerhardt

Gelobt sei deine Treue, die alle Morgen neue; Lob sei den starken Händen, die alles Herzleid wenden.

Paul Gerhardt

Was kränkst du dich in deinem Sinn und grämst dich Tag und Nacht? Nimm deine Sorg und wirf sie hin auf den, der dich gemacht.

Paul Gerhardt

Hilf gnädig allen Kranken, gib fröhliche Gedanken den hochbetrübten Seelen, die sich mit Schwermut quälen.

Paul Gerhardt

Gott ist deiner Liebe voll und von ganzem Herzen treu; wenn du wünschest, prüft er wohl, wie dein Wunsch beschaffen sei; ist dirs gut, so geht ers ein, ists dein Schade, spricht er: Nein.

Paul Gerhardt

So lang ein Herze hofft und glaubt und im Gebet beständig bleibt, so lang ists unbezwungen.

Paul Gerhardt

Er gebe uns ein fröhlich Herz, erfrische Geist und Sinn und werf all Angst, Furcht, Sorg und Schmerz ins Meeres Tiefe hin.

Paul Gerhardt

Du heilest meines Herzens Stich mit deiner süßen Liebe und wehrst dem Unglück, dass es mich nicht allzu hoch betrübe.

Paul Gerhardt

Wer unterm Schirm des Höchsten sitzt, der ist sehr wohl bedecket; wenn alles donnert, kracht und blitzt, bleibt sein Herz ungeschrecket.

Paul Gerhardt

Gott hat noch niemals was versehn in seinem Regiment; nein, was er tut und lässt geschehn, das nimmt ein gutes End.

Paul Gerhardt

Auch dürft ihr nicht erschrecken vor eurer Sünden Schuld; nein, Jesus will sie decken mit seiner Lieb und Huld.

Paul Gerhardt

Abend und Morgen sind seine Sorgen, segnen und mehren, Unglück verwehren sind seine Werke und Taten allein.

Paul Gerhardt

Denn das ist Gottes Ehrentitel: helfen, wenn die Not am größten. Wenn ich und du ihn nicht mehr spüren, tritt er herzu, uns wohl zu führen.

Paul Gerhardt

Sprich ja zu meinen Taten, hilf selbst das Beste raten; den Anfang, Mitt und Ende, ach Herr, zum Besten wende.

Paul Gerhardt

Gute Freunde sind wie Stäbe, da der Menschen Gang sich hält, dass der schwache Fuß sich hebe, wenn der Leib zu Boden fällt.

Paul Gerhardt

Ach, denk ich, bist du hier so schön und lässt du's uns so lieblich gehn auf dieser armen Erden: Was will doch wohl nach dieser Welt dort in dem reichen Himmelszelt und güldnen Schlosse werden!

Paul Gerhardt

Du zählst, wie oft ein Christe wein und was sein Kummer sei; kein Zähr- und Tränlein ist so klein, du hebst und legst es bei.

Paul Gerhardt

Sei der Verlassnen Vater, der Irrenden Berater, der Unversorgten Gabe, der Armen Gut und Habe.

Paul Gerhardt

Kein Urteil mich erschrecket, kein Unheil mich betrübt, weil mich mit Flügeln decket mein Heiland, der mich liebt.

Paul Gerhardt

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Belege: elfk.de, mohrsiebeck.com

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