Zitate von Richard Hugo
Richard Hugo (1923–1982) — Dichter und Hochschullehrer · säkular · USA
Richard Hugo (1923–1982) war ein US-amerikanischer Dichter und Hochschullehrer, der an der University of Montana lehrte. Sein literarisches Werk ist geprägt von der Auseinandersetzung mit menschlicher Verlorenheit, persönlichen Krisen und den melancholischen Landschaften des pazifischen Nordwestens. Für Bibelleser bieten seine Texte über Schmerz und die Würde des unvollkommenen Lebens existenzielle Anknüpfungspunkte zum Nachdenken über Trost und Resilienz.
Epoche: 20. Jahrhundert
Wiederkehrende Themen: Weisheit & Erkenntnis, Sinn & Identität, Freiheit & Wahrheit, Mut & Kraft, Arbeit & Berufung, Hoffnung & Zuversicht, Zeit & Vergänglichkeit, Demut & Stolz
Zitate von Richard Hugo
In der Bibel stehen lauter alte Geschichten, die jeden Tag neu passieren.
Richard Hugo
Wer scheinbar nichts mehr tun kann, kann noch das Wichtigste tun: Er kann sich betend mit der Allmacht Gottes verbinden.
Richard Hugo
Liebe ist das Einzige, das wächst, wenn wir es verschwenden.
Richard Hugo
Ich hasse diesen Ausdruck die reale Welt. Warum ist eine Flugzeugfabrik realer als eine Universität? Ist sie das?
Richard Hugo
Hoffnung worauf? Ich weiß es nicht. Vielleicht Hoffnung, dass die Menschlichkeit die Zivilisation immer überleben wird.
Richard Hugo
Das Auto, das dich hierher gebracht hat, fährt noch immer.
Richard Hugo
Wer eine gotische Kirche mit alten Glasfenstern betritt, hinter dem versinkt, was auf Erden Geltung hat. Er ist in ein Reich versetzt, das nicht von dieser Welt ist.
Richard Hugo
Du schuldest der Realität nichts und der Wahrheit über deine Gefühle alles.
Richard Hugo
Um ein Gedicht zu schreiben, braucht man einen Funken Arroganz – im echten Leben hoffentlich nicht. Versuche im echten Leben nett zu sein. Es erspart dir verdammt viel Ärger und verschafft dir mehr Zeit zum Schreiben.
Richard Hugo
Es gibt jene gewöhnlichen Menschen, die verzweifelt versuchen, ungewöhnlich zu wirken, und es gibt ungewöhnliche Menschen, die versuchen, gewöhnlich zu wirken.
Richard Hugo
Glaube, dass du und ich winzig und weise singen und, wenn wir müssten, Stein essen und weitergehen könnten.
Richard Hugo
Du bist jemand, und du hast ein Recht auf dein Leben.
Richard Hugo
In der Welt der Vorstellungskraft gehört alles dazu.
Richard Hugo
Wissenschaftler suchen nach endgültigen Wahrheiten, die sie niemals finden werden. Kreative Schriftsteller beschäftigen sich mit Möglichkeiten, die für die Empfänglichen immer da sind.
Richard Hugo
Schreibe niemals ein Gedicht über etwas, worüber ein Gedicht geschrieben werden sollte, sagte mir einst ein weiser Mann.
Richard Hugo
Fange keine Streitigkeiten an. Sie sind vergeblich und bringen uns von unserer Bestimmung ab. Wie Yeats bemerkte, führt man die wichtigen Auseinandersetzungen mit sich selbst. Wenn du nicht mit mir übereinstimmst, höre nicht zu. Denke an etwas anderes.
Richard Hugo
Ich fürchte es, die menschliche Natur verbessern zu wollen.
Richard Hugo
Die neue Generation der Deutschen gehört zu den demokratischsten, humansten und fortschrittlichsten Völkern der Welt.
Richard Hugo
Vorausgesetzt, du kannst klare englische Sätze schreiben, gib jede Sorge um Verständigung auf. Wenn du kommunizieren willst, benutze das Telefon.
Richard Hugo
In Wahrheit sind die Probleme des Schriftstellers meist psychologischer Natur, wie bei jedem anderen auch.
Richard Hugo
Wenn du wirklich fremd bist, befindest du dich stets in feindlichem Gebiet, und deine ständige Sorge gilt dem Überleben.
Richard Hugo
Wenn du riskieren musst, übermäßig aufrichtig oder gekünstelt zu sein, sei gekünstelt.
Richard Hugo
In der Welt der Imagination gehört alles dazu. Wenn du das im Glauben annimmst, magst du töricht sein, aber töricht wie eine Forelle.
Richard Hugo
Selbstakzeptanz durch das Schreiben unterscheidet sich nicht von der Selbstakzeptanz durch die Zeit.
Richard Hugo
Du vertraust auf das Glück. Du bist nicht im Begriff, dein Schicksal zu beherrschen.
Richard Hugo
Wenn das ein zu mythischer Ton ist, denke an jene, die sich anpassen und wissen, dass etwas nicht stimmt, und einige wenige Verrückte brauchen, die nicht gehorchen.
Richard Hugo
Wir verstehen es nie ganz, und wir können es nicht ganz erklären.
Richard Hugo
Wenn du ein Gedicht schreibst, müssen sich diese Verhältnisse umkehren. Das heißt, die Beziehung der Wörter zum Gegenstand muss schwächer werden und die Beziehung der Wörter zum Schreibenden, zu dir, muss erstarken.
Richard Hugo
Nie hat dein Buick / einen so weiten Vorwärtsgang gefunden.
Richard Hugo
Belege: wikipedia.org, wordpress.com, poets.org, poetryfoundation.org
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