Zitate von Richard Sibbes
Richard Sibbes (1577–1635) — Prediger · Puritaner · England
Richard Sibbes (1577–1635) war ein englischer Theologe der Church of England, der als Universitätsprediger in Cambridge und an der Juristenfakultät Gray’s Inn in London wirkte. Als gemäßigter Puritaner wurde er vor allem durch seelsorgliche Schriften wie „The Bruised Reed“ und seine Betonung der Barmherzigkeit Christi bekannt, geriet durch kirchenpolitische Initiativen jedoch zeitweise in Konflikt mit den kirchlichen Behörden. Heutigen Bibellesern vermitteln seine Texte einen Einblick in eine Auslegungstradition, die theologische Tiefe mit praktischem Trost bei Glaubenszweifeln und inneren Anfechtungen verbindet.
Epoche: Reformation & Barock
Wiederkehrende Themen: Gott, Jesus & Heiliger Geist, Gnade & Erlösung, Glaube & Vertrauen, Wachstum & Charakter, Schuld & Vergebung, Hoffnung & Zuversicht, Versuchung & Kampf, Liebe
Zitate von Richard Sibbes
In Christus ist mehr Barmherzigkeit als Sünde in uns.
Richard Sibbes
Messen Sie Gottes Liebe und Gunst nicht an Ihren eigenen Gefühlen. Die Sonne scheint am dunkelsten Tag genauso hell wie am lichtesten. Der Unterschied liegt nicht in der Sonne, sondern in den Wolken, die das Hervorbrechen ihres Lichts verhindern.
Richard Sibbes
Die Tiefen unseres Elends können niemals tiefer sein als die Tiefen der Barmherzigkeit.
Richard Sibbes
Wie der Winter die Erde auf den Frühling vorbereitet, so bereiten geheiligte Leiden die Seele auf die Herrlichkeit vor.
Richard Sibbes
Satan gibt Adam einen Apfel und nimmt ihm das Paradies. Bedenken wir daher in allen Versuchungen nicht, was er anbietet, sondern was wir verlieren werden.
Richard Sibbes
Armut und Nöte nehmen dem Stolz den Brennstoff, der ihn nährt.
Richard Sibbes
Es ist eine zerstörerische Hinzufügung, Christus irgendetwas hinzufügen zu wollen.
Richard Sibbes
Wo kein Kampf ist, kann es auch keinen Sieg geben.
Richard Sibbes
Bekenntnis ist Demütigung in Worten.
Richard Sibbes
Leersein von sich selbst bereitet uns auf geistliche Fülle vor.
Richard Sibbes
Niemand geht sorgfältiger mit den Mitteln um als die, die des guten Ausgangs am gewissesten sind; denn das eine weckt den Fleiß im anderen. Die Gewissheit des Ziels weckt den Fleiß bei den Mitteln. Denn die Seele eines gläubigen Christen weiß, dass Gott beides bestimmt hat.
Richard Sibbes
Wer danach strebt, glückselig zu sein, muss zuerst danach streben, heilig zu sein.
Richard Sibbes
Gottes Wahrheit steht nie im Widerspruch zu sich selbst.
Richard Sibbes
Es ist Atheismus, zu beten und nicht voller Hoffnung zu warten.
Richard Sibbes
Gottes Güte ist eine sich mitteilende, ausbreitende Güte … Wenn Gott keine sich mitteilende, ausbreitende Güte hätte, hätte er die Welt niemals erschaffen. Vater, Sohn und Heiliger Geist waren in sich selbst glücklich und erfreuten sich aneinander, bevor die Welt war. Aber weil Gott Freude daran hat, seine Güte mitzuteilen und auszubreiten, hat es Schöpfung und Erlösung gegeben. Gott gebraucht seine Geschöpfe nicht aus Mangel an Macht, als ob er ohne sie nichts tun könnte, sondern zur Ausbreitung seiner Güte.
Richard Sibbes
Gott ist die Güte selbst, in der alle Güte beschlossen liegt. Wenn wir also andere Dinge lieben wegen des Guten, das wir in ihnen sehen, warum lieben wir dann nicht Gott, in dem alles Gute ist? Alle anderen Dinge sind nur Funken dieses Feuers und Tropfen dieses Meeres. Wenn du irgend etwas Gutes im Geschöpf siehst, denke daran, dass im Schöpfer noch weit mehr ist. Verlasse daher die Bäche und gehe zur Quelle des Trostes.
Richard Sibbes
Parteiungen bringen immer Zerwürfnisse hervor.
Richard Sibbes
Es zeigt sich, dass unsere Bekehrung echt ist, wenn wir die Sünde von Herzen verabscheuen und hassen.
Richard Sibbes
Gottes Güte ist uns nahe. Sie ist keine ferne Güte, sondern Gott folgt uns mit seiner Güte in jede Lage, in der wir sind. Er hängt sich an uns, er hat sich uns nahe gemacht, um mit seiner Güte bei uns zu sein. Er ist Vater und überall da, um uns zu erhalten. Er ist Ehemann und überall da, um zu helfen. Er ist Freund und überall da, um zu trösten und zu raten. Seine Liebe ist eine nahe Liebe. Er hat die engsten Beziehungen auf sich genommen, damit uns niemals Gott fehle und niemals die Zeichen seiner Liebe.
Richard Sibbes
Christus offenbart sich vor allem in Zeiten der Trübsal, weil die Seele sich dann im Glauben am engsten mit ihm verbindet. In Zeiten des Wohlergehens zerstreut die Seele ihre Zuneigung und verliert sich im Geschaffenen; in geheiligten Trübsalen aber liegt eine sammelnde Kraft, durch die der Gläubige — wie eine Henne im Regen ihre Küken sammelt — seine besten Zuneigungen bei seinem Vater und seinem Gott zusammenholt.
Richard Sibbes
Belege: wikipedia.org, christianstudylibrary.org
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