Zitate von Robert Spaemann

Robert Spaemann (1927–2018) — Philosoph · römisch-katholisch · Deutschland

Robert Spaemann (1927–2018) war ein deutscher Philosoph und Universitätsprofessor in München, der als einer der einflussreichsten katholischen Denker der Nachkriegszeit galt. Bekannt wurde er durch seine Arbeiten zur Anthropologie und praktischen Philosophie, in denen er den Personenstatus des Menschen ontologisch begründete, den Utilitarismus kritisierte und streitbar gegen Abtreibung, Sterbehilfe sowie das Hirntodkonzept argumentierte. Für Bibelleser bietet sein Werk eine begrifflich geschärfte Verteidigung der Unverfügbarkeit menschlichen Lebens und der Vernünftigkeit des christlichen Gottesglaubens.

Epoche: Gegenwart

Wiederkehrende Themen: Zweifel & Anfragen, Frieden & Ruhe, Demut & Stolz, Sinn & Identität, Kirche & Gemeinde, Glaube & Vertrauen, Ewigkeit & Hoffnung über den Tod, Beziehung & Familie

Zitate von Robert Spaemann

Der Gelassene weiß, dass der Sinn nicht erst durch ihn und sein Handeln in die Welt kommt.

Robert Spaemann

Es ist gut denkbar, dass die Kirchen auf das Maß von Sekten schrumpfen und der Glaube den meisten Menschen nur noch wie eine bloße Schrulle erscheinen wird. Aber dieses Scheitern des Christentums wäre nicht seine Widerlegung.

Robert Spaemann

Der Ungläubige nimmt die Welt hin und kapituliert vor dem Sinnlosen. Der Gläubige behält das Vertrauen in die Sinnhaftigkeit des Seins.

Robert Spaemann

Ich verstehe Pfarrer nicht, die sagen, das Evangelium sei nur eine Froh-Botschaft und keine Droh-Botschaft. Natürlich ist das Evangelium eine frohe Botschaft, aber diese Botschaft wird von Warnungen vor dem ewigen Verlorengehen begleitet.

Robert Spaemann

Dass meine Kinder heute noch im christlichen Glauben stehen, hängt auch damit zusammen, dass wir sie vom (liberalen) Religionsunterricht an staatlichen Schulen abgemeldet hatten.

Robert Spaemann

Der Anspruch auf die Wahrheit ist selbst schon politisch unkorrekt, weil man ihm unterstellt, die Gleichberechtigung des anderen nicht anzuerkennen. Damit wird aber auch die Toleranz bedeutungslos, denn sie muss einen Grund haben, der nur in der Achtung der Würde des anderen bestehen kann. Dazu gehört, ihm die Wahrheitsfähigkeit zuzusprechen. Nichteinmischung im Meinungsstreit ist keine Toleranz – Gleichgültigkeit vor der Meinung des anderen bedeutet, ihn nicht ernst zu nehmen.

Robert Spaemann

Belege: wikipedia.org, pro-medienmagazin.de, tagesspiegel.de, deutschlandfunkkultur.de

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