Zitate von Romano Guardini

Romano Guardini (1885–1968) — Theologe · Katholisch · Deutschland

Romano Guardini (1885–1968) war ein katholischer Priester, Religionsphilosoph und Theologe, der im 20. Jahrhundert vor allem in Berlin, Tübingen und München lehrte. Er profilierte sich als Vordenker der Liturgischen Bewegung und verband theologische Fragen mit moderner Kultur- und Existenzphilosophie, was ihm zeitweise Kritik aus konservativ-neuscholastischen Kreisen einbrachte. Für Bibelleser eröffnen seine Schriften, insbesondere das Werk „Der Herr“, einen existenziellen Zugang zu den biblischen Texten und verknüpfen theologische Reflexion mit persönlicher Glaubenspraxis.

Epoche: 20. Jahrhundert

Wiederkehrende Themen: Sinn & Identität, Gott, Jesus & Heiliger Geist, Frieden & Ruhe, Glaube & Vertrauen, Dienst & Nächstenliebe, Liebe, Weisheit & Erkenntnis, Ethische Fragen

Zitate von Romano Guardini

Geborgenheit im Letzten gibt Gelassenheit im Vorletzten.

Romano Guardini

Der Tod ist die uns zugewandte Seite jenes Ganzen, dessen andere Seite Auferstehung heisst.

Romano Guardini

So wie eine Kerze an der Flamme einer anderen angezündet wird, so entfacht sich Glaube am Glauben.

Romano Guardini

Gott verlangt nicht, dass wir nie schwach werden, sondern dass wir mit gutem Willen stets wieder neu anfangen.

Romano Guardini

Denn die größten Dinge werden in der Stille vollbracht – nicht im Lärm und Schaugepränge oberflächlicher Ereignisse, sondern in der tiefen Klarheit inneren Schauens; im fast unmerklichen Anfangen des Entschlusses, in stillem Überwinden und verborgenem Opfer.

Romano Guardini

Zweifel wird nicht durch Druck geheilt, sondern braucht Ehrfurcht, Geduld und Zeit.

Romano Guardini

Die leisen Kräfte sind es, die das Leben tragen.

Romano Guardini

Vom Glauben getragen, kann der Dank auch in das Schwere vordringen, und in dem Maße, als das gelingt, wird es verwandelt.

Romano Guardini

Wir beten nicht, um Gott wissen zu lassen, was wir wollen, denn er kennt unser Herz besser als wir selbst; sondern wer betet, lebt vor ihm, zu ihm hin, von ihm her, gibt Gott, was sein ist, und empfängt, was Er geben will.

Romano Guardini

Jesu ganzes Dasein ist die Übersetzung der Macht in Demut.

Romano Guardini

Dies ist aller Gastfreundschaft tiefster Sinn, dass ein Mensch dem andern Rast gibt auf der großen Wanderschaft zum ewigen Zuhause.

Romano Guardini

Weihnachten ist nicht nur das Fest der Schenkenden, sondern auch derer, die nichts zu schenken haben oder niemand haben, dem sie etwas schenken könnten.

Romano Guardini

Keines der großen Dinge im menschlichen Leben entspringt dem Verstand; jedes einzelne von ihnen geht aus dem Herzen und seiner Liebe hervor.

Romano Guardini

Mit der Geburt ist dem Menschen gleichsam ein einmaliges Wort mitgegeben.

Romano Guardini

Der Weg in eine wahrhaftige Zukunft beginnt damit, sich selbst anzunehmen.

Romano Guardini

Die Kindheit Jesu offenbart die stille, unaufdringliche Weise göttlicher Liebe.

Romano Guardini

Das ganze Leben besteht aus Gelegenheiten, Jesus zu begegnen.

Romano Guardini

Je länger man lebt, desto deutlicher sieht man, dass die einfachen Dinge die wahrhaft größten sind.

Romano Guardini

Man soll die Wahrheit so sprechen, dass sie nicht zerstört, sondern aufbaut.

Romano Guardini

Die Aufgabe des christlichen Lebens besteht darin, Christus in das eigene Dasein zu übersetzen.

Romano Guardini

Man muss lieben lernen, um gerecht sein zu können.

Romano Guardini

Askese bedeutet, dass der Mensch sich entschließt, als Mensch zu leben.

Romano Guardini

Der Mensch hat immer das misshandelt, was ihm wichtig war, denn seine Liebe hat keine zarte Hand.

Romano Guardini

Man kann auf die Dauer kein guter Christ sein ohne zu beten - sowenig man leben kann, ohne zu atmen.

Romano Guardini

Das persönliche Lebenswort ist zugleich Stärke und Schwäche, Aufgabe und Verheißung.

Romano Guardini

Gemeinschaft entsteht dort, wo Menschen einander innerlich gegenwärtig werden.

Romano Guardini

Im Schweigen sammelt sich der Mensch; dort kann das verantwortete Wort entstehen.

Romano Guardini

Die Zerstreuung zerlegt das Leben; die Sammlung führt es zur Einheit.

Romano Guardini

Ein Mensch kann sich nicht selbst erlösen. Die Erlösung ist Gottes Werk. Sie ist vollständig abgeschlossen. Der einzelne Mensch braucht sie nur noch anzunehmen.

Romano Guardini

Nur durch das Geheimnis Gottes erhält das Geheimnis unseres Menschseins eine Antwort, die das Geheimnis nicht auflöst, sondern annimmt und vertieft.

Romano Guardini

Der andere Mensch darf nie zum bloßen Es werden; er begegnet mir als Person.

Romano Guardini

Der wirkliche Jesus Christus erschließt sich nicht neutraler Betrachtung, sondern dem lebendigen Glauben.

Romano Guardini

Macht wird menschlich, wenn sie sich als Dienst am Rechten versteht.

Romano Guardini

Am Ende steht das Ja zur eigenen geschichtlichen Stunde – und der Auftrag, sie zu gestalten.

Romano Guardini

Der Mensch versteht sich zuletzt nur aus seiner Beziehung zu Gott.

Romano Guardini

Schenke, o Herr, die Freude an deiner Herrlichkeit. Wenn wir sie haben, sind wir reich.

Romano Guardini

Der Mensch ist von Anfang an auf einen anderen hin entworfen, der ihn erst zu sich selber kommen lässt. Hier kommt das zutiefst personale, aber unbegreifbare Du Gottes ins Spiel.

Romano Guardini

Der Rosenkranz ist kein Weg, sondern ein Ort, und er hat kein anderes Ziel als eine Tiefe. In ihm zu verweilen, birgt reichen Lohn.

Romano Guardini

Dienende Stärke, die will, daß die Dinge der Erde recht werden.

Romano Guardini

Freiheit setzt Wachheit und Verantwortungsbewusstsein voraus.

Romano Guardini

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Belege: wikipedia.org, st-ludwig-muenchen.de, adoremus.org, deutschlandfunk.de

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