Zitate von Samuel Willard

Samuel Willard (1640–1707) — Puritanischer Prediger · Puritaner · USA

Samuel Willard (1640–1707) war ein puritanischer Geistlicher in Neuengland, Pfarrer an der Old South Church in Boston und amtierender Leiter des Harvard College. Bekanntheit erlangte er durch sein postum veröffentlichtes Monumentalwerk *A Compleat Body of Divinity* sowie durch seine Kritik an den Hexenprozessen von Salem, bei denen er gegen die Zulassung sogenannter Geisterbeweise auftrat. Heutigen Bibellesern vermittelt sein Werk eine systematische Auslegung der reformierten Bundestheologie und zeigt das Ringen um Besonnenheit in Zeiten religiöser Spannungen.

Epoche: Erweckung & 19. Jahrhundert

Wiederkehrende Themen: Führung & Gottes Wille, Gott, Jesus & Heiliger Geist, Weisheit & Erkenntnis, Leid & die Frage nach Gott, Demut & Stolz, Glaube & Vertrauen, Zeit & Vergänglichkeit

Zitate von Samuel Willard

Aus der Sicht des Geschöpfes könnten manche Dinge besser sein… Aber aus der Perspektive des großen Zieles, das alles andere verschlingt – das heißt die Ehre Gottes –, ist alles am besten. Wenn wir es nicht so sehen, ist es unsere eigene Unwissenheit, die am Werk ist.

Samuel Willard

Gott hätte viele Wege, um seine Ziele zu erreichen, aber seine Weisheit hat den besten Weg bestimmt, sie zu verwirklichen.

Samuel Willard

Gottes unendliche Weisheit lässt sich an seinem Plan erkennen. Nach unserem Denken braucht jeder Beschluss einen Plan, ob menschlich oder göttlich. Die Bibel zeigt uns deutlich, dass Gott nach einem Plan handelt. Wir können seinen Plan so beschreiben: Er ist seine ewige Beratung mit sich selbst über den besten Weg, seine eigenen Absichten auszuführen.

Samuel Willard

Dieser Wille Gottes ist die erste Ursache aller Dinge. Wenn wir nach dem Grund suchen, warum die Dinge sind, zurück zur ursprünglichen Ursache, müssen wir ihn im Ratschluss finden, bestimmt durch Gottes Willen.

Samuel Willard

Wir neigen dazu uns zu beklagen, aber denkt daran: Gottes unendlicher Plan hat diese Prüfungen angeordnet. Dass wir die Weisheit darin nicht erkennen, liegt zum Teil daran, dass wir als Geschöpfe die Weisheit des Schöpfers nicht ergründen können, und zum Teil an unserem eigenen Stolz, weil wir eine so hohe Meinung von unserer eigenen Weisheit haben.

Samuel Willard

Bei Gott gibt es keine zufälligen Ereignisse. Für uns gilt zwar, dass Zeit und Zufall alle Dinge beeinflussen. Dinge geschehen auf ungesehenen Wegen und durch unbekannte Mittel; bei Gott aber ist es nicht so. Nichts kann außerhalb seines Wissens oder seiner Absicht geschehen, denn sein Ratschluss ist es, der allen Ereignissen ihr Dasein gibt. Was ist, wäre niemals, hätte er es nicht gewollt.

Samuel Willard

Alles wird geschehen, wie es Gottes Wille bestimmt hat, aber die Freiheit der Menschen, ihre Handlungen zu wählen, wird dadurch nicht beeinträchtigt. Im Gegenteil, die Freiheit moralisch handelnder Personen wird bestätigt, weil er in seinem Willen bestimmt hat, dass freie Geschöpfe frei handeln. Zum Beispiel war es nach Gottes Willen unmöglich, dass die Soldaten die Knochen Christi brachen. Aber es wurde kein Zwang auf sie ausgeübt: Sie handelten aus freiem Entschluss und entschieden sich von sich aus, sie nicht zu brechen.

Samuel Willard

Gottes Ratschlüsse beruhen auf der Vorstellung von Gott als einem vernünftigen, intelligenten Wesen, das wie ein weiser Baumeister eine Vorstellung von seinen Werken hat, bevor er sie ausführt. Es ist offenkundig, dass Gott in der Zeit wirkt, und darum nehmen wir an, dass er dies schon vor der Zeit zu tun gedachte.

Samuel Willard

Belege: wikipedia.org, virginia.edu, ebsco.com, christianity.com

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