Zitate von Thomas Manton
Thomas Manton (1620–1677) — Puritanischer Prediger · Puritaner · England
Thomas Manton war ein englischer puritanischer Theologe und Prediger des 17. Jahrhunderts, der vor allem in London wirkte und nach der Uniformitätsakte von 1662 als Nonkonformist aus dem kirchlichen Staatsdienst entlassen wurde. Er ist vor allem für seine umfangreichen, systematischen Predigtreihen und Schriftauslegungen bekannt, in denen er reformierte Theologie mit seelsorgerlicher Praxis verband. Heutigen Bibellesern vermitteln seine Schriften eine detaillierte Auslegung biblischer Texte mit Fokus auf die alltägliche Glaubenspraxis.
Epoche: Reformation & Barock
Wiederkehrende Themen: Versuchung & Kampf, Gebet & Stille, Wachstum & Charakter, Schuld & Vergebung, Gnade & Erlösung, Gott, Jesus & Heiliger Geist, Liebe, Bibel & Wort Gottes
Zitate von Thomas Manton
Gott verlangt ebenso sehr danach, Barmherzigkeit zu erweisen, wie du danach verlangst, sie zu spüren.
Thomas Manton
Lehre ist nur das Spannen des Bogens; Anwendung ist das Treffen des Ziels.
Thomas Manton
Bis wir sündigen, schmeichelt der Satan als Parasit; doch sobald wir in seinen Händen sind, wird er zum Tyrannen.
Thomas Manton
Zuerst üben wir die Sünde, dann verteidigen wir sie, dann rühmen wir uns ihrer.
Thomas Manton
Eine Möglichkeit, Trost zu erlangen, besteht darin, im Gebet auf Gottes Verheißung zu pochen und ihm seine eigene Handschrift vorzuhalten; Gott wacht eifersüchtig über sein Wort.
Thomas Manton
Selbstliebe mag uns zu Gebeten führen, aber die Liebe zu Gott treibt uns zum Lobpreis.
Thomas Manton
Nichts macht dem Satan mehr Raum als der Zorn.
Thomas Manton
Je mehr wir von unserem Elend betroffen sind, desto empfänglicher sind wir für Christi Barmherzigkeit.
Thomas Manton
Die grösste Sorge eines Menschen sollte dem Ort gelten, an dem er am längsten wohnt; darum sollte die Ewigkeit in seinem Blickfeld liegen.
Thomas Manton
Übermaß an Speise und Trank benebelt den Verstand, erstickt gute Regungen und reizt die Lust. Mancher Mann schaufelt sich sein eigenes Grab mit den Zähnen.
Thomas Manton
Es ist eine schwere Sache, die Welt zu genießen, ohne sich in ihren Sorgen und Freuden zu verstricken.
Thomas Manton
Da wir einen Vater im Himmel haben, lasst uns oft zum Himmel aufsehen.
Thomas Manton
Anhaltende Meditation bringt der Seele großen Nutzen. Vorübergehende und flüchtige Gedanken sind angenehmer, aber nicht so nützlich. Bewusste Meditation ist am nützlichsten, weil sie die Wiederkehr der Gedanken sichert.
Thomas Manton
Werke sind ein Beweis des wahren Glaubens. Gnadengaben sind keine toten, nutzlosen Gewohnheiten; sie bringen Wirkungen hervor, selbst wenn sie am schwächsten sind. Das ist der Maßstab, nach dem wir urteilen müssen und nach dem Christus urteilen wird. Werke sind nicht der Grund der Zuversicht, sondern ihr Beweis; nicht das Fundament des Glaubens, sondern die Ermutigung zur Gewissheit. Trost kann durch den Anblick guter Werke wachsen, aber er baut nicht auf ihnen auf; sie sind Samen der Hoffnung, nicht Stützen des Vertrauens; süße Beweise der Erwählung, nicht deren Ursache; glückliche Vorboten der Herrlichkeit. Kurz gesagt: Sie können Anteil offenbaren, aber nicht verdienen.
Thomas Manton
Im Menschen ist eine Prägeanstalt ständig am Werk: Sein Verstand prägt böse Gedanken, sein Herz böse Begierden und fleischliche Regungen; und sein Gedächtnis ist die Kammer und das Lagerhaus, in dem sie aufbewahrt werden.
Thomas Manton
Das Ziel des Studiums ist Information, das Ziel der Meditation aber Praxis oder ein Wirken auf die Empfindungen. Studium ist wie eine Wintersonne, die scheint, aber nicht wärmt; Meditation jedoch ist wie das Anblasen des Feuers, wo wir nicht auf die Flamme achten, sondern auf die Hitze. Das Ziel des Studiums ist es, Wahrheit anzuhäufen; das der Meditation aber, sie in der Gemeinschaft oder im heiligen Gespräch zu entfalten.
Thomas Manton
Die Betrachtung ist eine mittlere Pflicht zwischen dem Wort und dem Gebet und hat mit beiden zu tun. Das Wort nährt die Betrachtung, und die Betrachtung nährt das Gebet. Diese Pflichten müssen immer Hand in Hand gehen; die Betrachtung muss auf das Hören folgen und dem Gebet vorausgehen. Zu hören und nicht zu betrachten bleibt fruchtlos. Wir können hören und hören, aber es ist, als legte man etwas in einen Sack voller Löcher … Es ist Vermessenheit, zu beten und nicht zu betrachten. Was wir im Wort aufnehmen, verdauen wir durch die Betrachtung und lassen es durch das Gebet wieder heraus. Diese drei Pflichten müssen so geordnet sein, dass keine die andere verdrängt. Menschen sind dürr, trocken und saftlos in ihren Gebeten, weil sie sich nicht in heiligen Gedanken üben.
Thomas Manton
Wir kennen Gott nur so, wie Blindgeborene das Feuer kennen: Sie wissen, dass es so etwas wie Feuer gibt, denn sie spüren, wie es sie wärmt; aber was es ist, wissen sie nicht. So wissen wir, dass es einen Gott gibt, aber was er ist, wissen wir wenig, und wir können ihn tatsächlich niemals bis zur Vollkommenheit ergründen; ein endliches Geschöpf kann das Unendliche nie ganz begreifen.
Thomas Manton
Belege: wikipedia.org, johnpaularceno.com, banneroftruth.org, apuritansmind.com
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