Zitate von Thomas Schreiner
Thomas Schreiner (* 1954) — Theologe und Neutestamentler · reformiert-baptistisch · USA
Thomas Schreiner (* 1954) ist ein US-amerikanischer Theologe und lehrt seit 1997 als Professor für neutestamentliche Exegese am Southern Baptist Theological Seminary in Louisville. Er vertritt eine reformiert-baptistische Theologie, verteidigt das traditionelle Rechtfertigungsverständnis gegenüber der Neuen Paulusperspektive und befürwortet komplementäre Geschlechterrollen in Gemeinde und Ehe. Bibellesern dienen seine Kommentare und Studien als sprachlich präzise, am griechischen Grundtext orientierte Auslegungen des Neuen Testaments.
Epoche: Gegenwart
Wiederkehrende Themen: Gnade & Erlösung, Demut & Stolz, Kirche & Gemeinde, Liebe, Bibel & Wort Gottes, Wachstum & Charakter, Nachfolge & Jüngerschaft
Zitate von Thomas Schreiner
Wir können stolz auf unsere richtige Theologie werden, aber eben dieser Theologie, die uns teuer ist, durch Mangel an Liebe widersprechen.
Thomas Schreiner
Gesetzlichkeit hat ihren Ursprung in der Selbstvergötterung. Wenn Menschen durch ihren Gehorsam gegenüber dem Gesetz gerechtfertigt würden, dann stünde ihnen Lob, Ehre und Ruhm zu. Gesetzlichkeit bedeutet mit anderen Worten, dass die Ehre dem Menschen zukommt statt Gott.
Thomas Schreiner
Umkehr geschieht, wenn Sünder sich in Buße und Glauben zur Rettung Gott zuwenden. Paulus beschreibt die Umkehr der Thessalonicher: „Denn sie selbst erzählen von uns, welchen Eingang wir bei euch gefunden haben und wie ihr euch von den Götzenbildern zu Gott bekehrt habt, dem lebendigen und wahren Gott zu dienen“ (1 Thess 1,9). Sünder werden bekehrt, wenn sie ihre Sünden bereuen und sich im Glauben Jesus Christus zuwenden, im Vertrauen auf ihn für die Vergebung ihrer Sünden am Tag des Gerichts.
Thomas Schreiner
Wiedergeburt bedeutet, dass man von neuem oder von oben geboren wurde (Joh 3,3.5.7.8). Die Neugeburt ist das Werk Gottes, sodass alle, die wiedergeboren sind, „aus dem Geist geboren“ sind (Joh 3,8). Oder wie 1. Petrus 1,3 sagt: Gott ist es, der uns „nach seiner großen Barmherzigkeit wiedergeboren hat zu einer lebendigen Hoffnung“. Das Mittel, das Gott gebraucht, um solches neues Leben zu schenken, ist das Evangelium, denn Gläubige sind „wiedergeboren nicht aus vergänglichem, sondern aus unvergänglichem Samen, durch das lebendige und bleibende Wort Gottes“ (1. Petr 1,23; vgl. Jak 1,18). Wiedergeburt ist eine übernatürliche Geburt. So wie wir nichts tun können, um leiblich geboren zu werden – es geschieht einfach an uns! –, so können wir auch nichts tun, um unsere geistliche Neugeburt zu bewirken.
Thomas Schreiner
Es ist verlockend, jemanden zu berufen, der theologisch brillant ist und mit der doktrinären Haltung der Gemeinde übereinstimmt. Aber wir müssen uns erinnern, dass Paulus bei Ältesten besonders die Charaktereigenschaften betont (1. Tim. 3,1-7; Tit. 1,5-9). Wir brauchen Älteste, die theologisch treu sind und das Evangelium in ihrem Alltag leben. Wir dürfen Letzteres nicht einfach opfern, nur weil Ersteres vorhanden ist, denn die Worte von Ältesten müssen mit einem gottesfürchtigen Leben übereinstimmen.
Thomas Schreiner
Belege: wikipedia.org, sbts.edu, youtube.com, cbeinternational.org
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