Zitate von William Gouge
William Gouge (1575–1653) — Pfarrer · Puritaner · England
William Gouge (1575–1653) war ein englischer puritanischer Theologe und Geistlicher, der über vier Jahrzehnte an St. Ann Blackfriars in London predigte und maßgeblich am Westminster-Bekenntnis mitwirkte. Bekannt wurde er für seinen monumentalen Kommentar zum Hebräerbrief sowie für seine Abhandlung über christliche Familienethik, deren streng patriarchales Rollenverständnis bereits von Zeitgenossen und heute kritisiert wird. Heutigen Bibellesern begegnet er vor allem in konservativ-reformierten Kreisen als klassischer Vertreter puritanischer Schriftauslegung und praktischer Alltagsethik.
Epoche: Reformation & Barock
Wiederkehrende Themen: Bibel & Wort Gottes, Zeugnis & Mission, Geld & Besitz, Nachfolge & Jüngerschaft, Kirche & Gemeinde, Demut & Stolz, Versuchung & Kampf, Ethische Fragen
Zitate von William Gouge
Je reiner Gottes Wort gepredigt wird, desto tiefer dringt es ein und desto freundlicher wirkt es.
William Gouge
Wenn jemand nach der Erfüllung seines ersten Wunsches unbefriedigt bleibt und sein Verlangen immer weiter wächst, hat er ein habgieriges Herz.
William Gouge
Die erste Mahnung betrifft den Inhalt dessen, was wir hören: „Habt acht darauf, was ihr hört“ (Markus 4,24). Wir dürfen nichts mit Zustimmung hören außer dem, von dem wir wissen, dass es Gottes Wort ist. Deshalb müssen wir selbst mit der Schrift wohlvertraut sein und durch sie das Gesagte prüfen, ob es Gottes Wort ist oder nicht, wie es die Menschen in Börea taten (Apostelgeschichte 17,11). Die zweite Mahnung betrifft die Art und Weise des Hörens: „Habt acht darauf, wie ihr hört“ (Lukas 8,18). Was wir als in der Schrift begründet erkennen, müssen wir annehmen – „nicht als Menschenwort, sondern als das, was es in Wahrheit ist: Gottes Wort“ (1. Thessalonicher 2,13). Wir müssen ihm mit Ehrfurcht begegnen, im Herzen daran glauben und es im Leben befolgen.
William Gouge
Habsucht wird als „die Lust der Augen“ bezeichnet (1. Joh 2,16); das heißt, ein inneres, maßloses Verlangen, das durch den Anblick einer Sache entsteht. Viele Dinge können gesehen werden, ohne begehrt zu werden; werden sie jedoch maßlos begehrt, liegt Habsucht vor.
William Gouge
Diener des Wortes sollen darin Gott nachahmen und nach bestem Vermögen die Menschen in den Geheimnissen der Gottesfurcht unterweisen, ihnen lehren, was sie glauben und tun sollen, und sie dann in Tat und Wahrheit dazu anspornen, das Gelernte umzusetzen. Ihre Mühe ist sonst wahrscheinlich vergebens. Die Vernachlässigung dieses Weges ist eine Hauptursache dafür, dass Menschen in diesen Tagen in so viele Irrtümer verfallen.
William Gouge
Es ist Gottes Wort, das bekehrt, belebt, tröstet und aufbaut – oder andererseits verwundet und zerschlägt. Was ist der Grund dafür, dass durch den Dienst Christi und seiner Jünger, durch die Apostel und andere nach ihnen, ja durch Luther und andere Diener der reformierten Kirchen eine so große Veränderung bewirkt wurde? Sie predigten nicht die Überlieferungen der Ältesten wie die Schriftgelehrten, noch menschliche Erfindungen wie die römisch-katholische Kirche. Sie predigten das reine Wort Gottes. Je reiner Gottes Wort gepredigt wird, desto tiefer dringt es ein und desto heilsamer wirkt es.
William Gouge
Wer daher das, was er predigt, auf die Schrift gründet und nichts weitergibt als das, was mit ihr übereinstimmt, der predigt das Wort Gottes.
William Gouge
Belege: ligonier.org, solid-ground-books.com, ua.edu, wikisource.org
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