Zitate von William Secker
William Secker († 1681) — Geistlicher und religiöser Schriftsteller · protestantisch · England
William Secker († 1681) war ein englischer protestantischer Geistlicher und Schriftsteller des 17. Jahrhunderts, der unter anderem in London und Essex wirkte. Er stand der puritanischen Bewegung nahe und wurde vor allem durch Schriften wie „The Nonsuch Professor“ bekannt, die mit bildhaften Aphorismen zu einer verbindlichen und demütigen Glaubenspraxis aufrufen. Für Bibelleser bieten seine pointierten Sentenzen bis heute prägnante Impulse zur Selbstprüfung und praktischen Lebensführung.
Epoche: Reformation & Barock
Wiederkehrende Themen: Demut & Stolz, Gnade & Erlösung, Schuld & Vergebung, Wachstum & Charakter, Versuchung & Kampf, Glaube & Vertrauen, Freiheit & Wahrheit, Leid & die Frage nach Gott
Zitate von William Secker
Obwohl Christen nicht davor bewahrt werden, überhaupt zu fallen, werden sie doch davor bewahrt, gänzlich zu fallen.
William Secker
Viele erröten, wenn sie ihre Fehler bekennen sollen, aber nie, wenn sie sie begehen.
William Secker
Ein wahrer Christ steht ebenso weit davon entfernt, auf das Beste seiner Werke zu vertrauen, wie auf das Schlimmste seiner Sünden! Er weiß, dass der größte Teil seiner Heiligkeit nicht den kleinsten Teil seiner rechtfertigenden Gerechtigkeit ausmacht.
William Secker
Viele sind an den Klippen grober Sünden vorbeigesegelt – um schließlich auf der Sandbank der Selbstgerechtigkeit Schiffbruch zu erleiden.
William Secker
Ach, wie würden natürliche Menschen zum Himmel emporschweben – auf den Schwingen ihrer eigenen Verdienste! Die Sonnenstrahlen der göttlichen Gerechtigkeit werden solche schwachen, wächsernen Flügel bald schmelzen lassen!
William Secker
Manche Dinge sind gut, aber nicht angenehm, wie Kummer und Leid. Die Sünde ist angenehm, aber nutzlos; Kummer hingegen ist nützlich, wenn auch ungemütlich. Wie Wasser am reinsten ist, wenn es in Bewegung bleibt, so sind Heilige meist dann am heiligsten, wenn sie im Leid geprüft werden.
William Secker
Die Gerechtigkeit Christi soll großgemacht werden – wo die Gerechtigkeit eines Christen nicht einmal erwähnt werden darf.
William Secker
Ein Gläubiger tut nicht gute Werke, um zu leben – sondern er lebt, um gute Werke zu tun.
William Secker
Durch das Fasten lernt der Leib, der Seele zu gehorchen; durch das Beten lernt die Seele, dem Leib zu gebieten.
William Secker
Der Stolz ist die Qual des Sünders, die Demut aber der Schmuck des Heiligen.
William Secker
Ich möchte weder, dass ihr in euren Pflichten träge seid – noch dass ihr aus den Pflichten einen Götzen macht.
William Secker
Das Gesetz, durch das Gott uns regiert, ist ihm genauso kostbar wie das Evangelium, durch das er uns rettet.
William Secker
„Ich hasse Stolz und Hochmut!“ (Spr. 8,13). Gott verabscheut diejenigen Menschen am meisten, die sich selbst am meisten verehren. Stolz ist kein Bethel – das heißt ein Haus, in dem Gott wohnt –, sondern ein Babel – das heißt ein stinkendes Verlies, in dem der Satan haust. Stolz ist nicht nur ein höchst verabscheuungswürdiges Übel, sondern ein grundlegendes Übel. Wie alle anderen Begierden in ihm eine Herberge finden, so entspringen sie ihm auch. Stolz ist ein scheußlicher Aussatz im Antlitz der Moral und ein schädlicher Wurm, der an der Wurzel der Demut nagt. Stolz ist ein Krebsgeschwür im Inneren und eine sich ausbreitende Seuche nach außen!
William Secker
Ehe wir die Bitternis unseres eigenen Elends schmecken, werden wir die Süße der Barmherzigkeit Gottes niemals genießen. Ehe wir sehen, wie hässlich unsere Sünden uns gemacht haben, werden wir Christus niemals unseren Dank dafür darbringen, dass er uns gewaschen hat… Wenn du das Ausmaß deiner Sünde erkennen willst, musst du die Sünden deines Herzens erkennen!
William Secker
Die Erstgeburt der Sünde ist der Tod – und ihre Letztgeburt ist die Hölle.
William Secker
Belege: australianstrictbaptists.au, wikisource.org, eswordlibrary.com, biblio.com
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