Betrachten wir unser Leben im Licht dieser Erfahrung und prüfen wir, ob wir uns gerne der Schwachheit rühmen, ob wir wie Paulus Gefallen haben an Kränkungen, Nöten und Bedrängnissen. Ja, fragen wir uns, ob wir gelernt haben, einen Tadel – sei er gerecht oder ungerecht –, ein Wort der Schande von Freund oder Feind, Unrecht, Not oder Schwierigkeiten, in die andere uns bringen, vor allem als eine Gelegenheit zu sehen, zu beweisen, dass Jesus uns alles ist, dass unser eigenes Vergnügen oder unsere Ehre nichts sind und dass Demütigung in Wahrheit das ist, woran wir Gefallen haben. Es ist in der Tat selig, das tiefe Glück des Himmels, so frei vom Ich zu sein, dass alles, was über uns gesagt oder an uns getan wird, verloren geht und verschlungen wird in dem Gedanken, dass Jesus alles ist.
— Andrew Murray (1828–1917), Pastor
Bibelstelle: 2CO.12.9
Themen: Krankheit & Schwäche, Demut & Stolz, Nachfolge & Jüngerschaft
Anlässe: Zum Nachdenken
Andrew Murray
Andrew Murray (1828–1917) war ein südafrikanischer reformierter Pastor, Erweckungsprediger und Autor, der das kirchliche Leben seines Landes und die weltweite Erweckungsbewegung prägte. Er stand für eine von der Heiligungsbewegung beeinflusste Theologie der völligen Hingabe und des Gebets, stieß jedoch mit seinen Ansichten zur Glaubensheilung und Stufenheiligung auf Kritik traditioneller reformierter Theologen. Heutigen Bibellesern begegnet er vor allem durch seine zahlreichen Andachtsbücher als Impulsgeber für ein praktisches Glaubens- und Gebetsleben.
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