Der Herr wartet in seiner Gnade so lange, dass die Menschen denken, er könne nicht richten; aber wenn er zum Gericht kommt, ist es so entscheidend, dass es scheint, als könne er keine Barmherzigkeit mehr erweisen. Denn dies ist nicht der plötzliche Zorn eines reizbaren Gemüts, das leicht entflammt, aber ebenso leicht wieder beruhigt ist. Dies ist bedachter, zugemessener Zorn nach gründlicher Untersuchung der Tatsachen. Es gibt keine Berufung in letzter Minute, denn es gibt kein höheres Gericht, und keine wesentliche Tatsache wurde bei der Urteilsfindung übersehen. So war es bei Sodom und Gomorra, und so wird es am Ende der Geschichte sein.
— Iain Duguid (* 1960), Alttestamentler, Theologieprofessor, Buchautor, presbyterianischer Pastor
Bibelstelle: LUK.17.28-30
Themen: Ewigkeit & Hoffnung über den Tod, Gott, Jesus & Heiliger Geist
Anlässe: Zum Nachdenken
Iain Duguid
Iain Duguid ist ein britisch-US-amerikanischer Theologieprofessor und presbyterianischer Pastor, der seit 2014 Altes Testament am Westminster Theological Seminary in Philadelphia lehrt. Er steht für eine historisch-grammatische Schriftauslegung im Rahmen der reformierten Bundestheologie und verbindet wissenschaftliche Exegese mit gemeindlicher Praxis. Für Bibelleser erschließt er durch seine Kommentare insbesondere anspruchsvolle alttestamentliche Bücher und Prophetien in ihrer heilsgeschichtlichen Bedeutung für den christlichen Glauben.
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