Zitate von Helmut Thielicke

Helmut Thielicke (1908–1986) — Theologe · Lutherisch · Deutschland

Helmut Thielicke (1908–1986) war ein deutscher evangelisch-lutherischer Theologe, Universitätsprofessor und einflussreicher Prediger, der vor allem in Stuttgart, Tübingen und Hamburg wirkte. Bekannt für seine theologische Ethik und alltagsnahe Verkündigung, vertrat er eine klassisch-lutherische Position und geriet in den 1960er-Jahren wegen seiner konservativen Haltung und Kritik an der Politisierung des Glaubens in scharfe Konflikte mit der Studentenbewegung. Für Bibelleser heute bieten seine Arbeiten Reflexionen über christliche Verantwortung und theologische Orientierung im Spannungsfeld von Glaube und säkularer Welt.

Epoche: 20. Jahrhundert

Wiederkehrende Themen: Gott, Jesus & Heiliger Geist, Glaube & Vertrauen, Hoffnung & Zuversicht, Gnade & Erlösung, Ewigkeit & Hoffnung über den Tod, Leid & die Frage nach Gott, Sinn & Identität, Trauer & Trost

Zitate von Helmut Thielicke

Gott liebt uns nicht, weil wir so wertvoll sind, sondern wir sind so wertvoll, weil Gott uns liebt.

Helmut Thielicke

Wir wissen nicht, was kommt; aber wir wissen, wer kommt. Das heißt: die Angst verlieren, weil ich die letzte Wirklichkeit kenne.

Helmut Thielicke

Der Griff unseres Glaubens, mit dem wir den Herrn festhalten, mag sich lockern. Aber der, an den wir glauben, hält uns mit seinem Griff fest.

Helmut Thielicke

Gott bleibt mir treu, auch dann, wenn ich an ihm irre werde.

Helmut Thielicke

Die ewigen Arme sind unter uns gebreitet. Wenn wir schon fallen, dann fallen wir nun da hinein.

Helmut Thielicke

Ich sehe den Sinn nicht, aber ich vertraue dem, der ihn weiß.

Helmut Thielicke

Jesus lässt seine Leute auch ruhen: Sie dürfen im Frühling in der Sonne sitzen, ohne ständig geistliche Gedanken zu haben.

Helmut Thielicke

So ist Jesus Christus: Er stellt mir keine Bedingungen, die ich erst erfüllt haben müsste, damit ich ihn finden kann.

Helmut Thielicke

Wenn die Osterbotschaft uns aufgeht, dann sind wir plötzlich vom Leben umzingelt, wo wir vorher eine von Sorgen umstellte Zukunft vor uns hatten.

Helmut Thielicke

Genau das ist das Wunder des Evangeliums: Nicht nur wir sind auf dem Weg. Es kommt uns auch einer entgegen, der uns kennt.

Helmut Thielicke

Jesus liebt mich nicht erst, wenn ich etwas richtig mache und fit bin; auch wenn es nie dahin kommt, bin ich schon geliebt.

Helmut Thielicke

Es ist mir immer ein Trost, dass fast alle Geschichten mit Christus, in die die Menschen verwickelt werden, an nüchternen Werktagen passieren.

Helmut Thielicke

Auch die Menschen, die uns Not machen, sind überglänzt von jenem Adel, den er ihnen verlieh, als er für sie in den Tod ging.

Helmut Thielicke

Gott löst uns nicht alle unsere Fragen, aber er erlöst uns vom Fragenmüssen!

Helmut Thielicke

Die mürrischen, sauertöpfischen Gesichter mancher Christen! Sie erwecken eher den Eindruck, als kämen sie nicht vom fröhlichen Festmahl des Vaters, sondern gerade vom Gerichtsvollzieher, der ihre Sünden versteigert hat, und nun tut es ihnen leid, dass sie sie nicht mehr zurückbekommen.

Helmut Thielicke

Wenn wir unter Jesus stehen, stehen wir über den Dingen. Wenn wir uns über Jesus erheben, geraten wir unter die Dinge.

Helmut Thielicke

Wir sterben in die lebendige Hand Gottes hinein.

Helmut Thielicke

Der andere ist das, was meine Liebe aus ihm macht. Auch wir sind das, was Gottes Liebe aus uns macht.

Helmut Thielicke

Nur wer das Ende aller Dinge kennt, kann über das Chaos lächeln.

Helmut Thielicke

Das letzte Geheimnis der Geschichte heißt: Es gibt für uns alle eine Heimkehr, weil es eine Heimat gibt.

Helmut Thielicke

Wenn alles zu Ende zu sein scheint, beginnen erst die Möglichkeiten Gottes.

Helmut Thielicke

Gottes Aufgaben haben stets etwas Überraschendes, und der Bruder liegt ganz bestimmt dann an meinem Weg, wenn ich gerade mit anderen Pflichten beschäftigt bin.

Helmut Thielicke

In Jesus verliert der Tod seinen Schrecken. Hier liegt eine ewige Hand in der unseren.

Helmut Thielicke

Die gute Nachricht ist, dass mit Gott alles so ganz und gar anders ist, als wir es dachten oder fürchteten.

Helmut Thielicke

Wir sitzen im Leben zwar zwischen den Stühlen - aber unter dem Schirm des Höchsten.

Helmut Thielicke

Es muss alles erst einmal an Gott vorüber, bevor es mich treffen kann.

Helmut Thielicke

Zwischen mir und jeder Finsternis steht Jesus Christus, und es gibt kein Dunkel, mit dem jenes Licht nicht fertig würde.

Helmut Thielicke

Wenn Jesus hier im Alltag nicht der Erlöser ist, dann nützen die Sonntage auch nichts.

Helmut Thielicke

Christus ist größer als unser Glaube; davon leben wir. Er ist auch größer als alles, was zwischen ihn und uns treten kann.

Helmut Thielicke

Es gehört zur Eigenart des Reiches Gottes, dass es sich die dicksten Betonmauern meines Lebens aussucht, um hier und nur hier seinen Einzug zu halten.

Helmut Thielicke

Das ist tatsächlich das Wunder des Evangeliums: dass es keine Tiefe gibt, in der dieser Heiland nicht unser Bruder würde.

Helmut Thielicke

Ich kann es mir leisten, ehrlich und realistisch gegen mich selbst zu sein; ich kann es mir leisten, denn ich bin ein freies, entkrampftes Kind Gottes.

Helmut Thielicke

Wir sündigen heute in den meisten Fällen nicht dadurch, dass wir zu wenig arbeiten. Wir sollten uns im Gegenteil fragen, ob wir überhaupt noch fähig sind, im Namen Gottes einmal faul zu sein.

Helmut Thielicke

Es ist ein Stück christlichen Lebensgenusses, sich der Spannung hinzugeben, wie Gott die Geschichte meines Lebens weiterdichten wird.

Helmut Thielicke

Die Bibel sagt in einer atemberaubenden Schlichtheit, dass die letzte Macht uns gut sei.

Helmut Thielicke

Es gibt Einen, der sich zu mir bekennt, wer ich auch sein mag.

Helmut Thielicke

Wenn ich mit etwas bombensicher rechnen darf, dann ist es dies, dass Gott mit seinen Überraschungen pünktlich und mit frappierender Präzision zur Stelle ist.

Helmut Thielicke

Wenn unsere Liebe erkaltet, wird Er weiterhin in Liebe zu uns entbrennen.

Helmut Thielicke

Gott baut aus dem Trümmerfeld unseres Lebens Brücken und Stege, auf denen er uns über alle Abgründe geleitet.

Helmut Thielicke

Weihnachten sagt uns: Gott holt uns ab, gleichgültig, wo wir stehen.

Helmut Thielicke

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Belege: wikipedia.org, spiegel.de, youtube.com, elca.org

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