Die Hoffnung zieht die Seele immer von der sichtbaren Schönheit hin zu dem, was dahinter liegt; sie entzündet durch das stets Wahrgenommene das Verlangen nach dem Verborgenen. Daher verlangt der glühende Liebhaber der Schönheit danach, vom eigentlichen Ureigenen erfüllt zu werden, auch wenn er das stets Sichtbare als Abbild dessen empfängt, was er begehrt. Und die kühne Bitte, die auf die Berge des Verlangens steigt, fordert dies: der Schönheit nicht in Spiegeln und Reflexionen zu begegnen, sondern von Angesicht zu Angesicht.
— Gregor von Nyssa (335–395), Kirchenvater
Themen: Hoffnung & Zuversicht, Gott, Jesus & Heiliger Geist
Anlässe: Zum Nachdenken
Alle Zitate von Gregor von Nyssa (1)
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