Die Puritaner glaubten an die überragende Bedeutung der Predigt. Für sie war die Predigt der liturgische Höhepunkt des öffentlichen Gottesdienstes. Nichts, so sagten sie, ehrt Gott mehr als die treue Verkündigung und das gehorsame Hören seiner Wahrheit. Predigen ist unter allen Umständen ein Akt der Anbetung und muss als solcher vollzogen werden. Darüber hinaus ist die Predigt das Hauptgnadenmittel für die Kirche.
— J.I. Packer (1926–2020), Theologe und Autor
Themen: Kirche & Gemeinde, Bibel & Wort Gottes, Gnade & Erlösung
J.I. Packer
James Innell Packer (1926–2020) war ein britisch-kanadischer anglikanischer Theologe und Autor, der nach Stationen in England langjährig am Regent College in Vancouver lehrte. Er verband puritanisch geprägte reformierte Dogmatik mit praktischer Frömmigkeit, verfasste das Standardwerk »Gott erkennen« und wirkte maßgeblich an der Chicago-Erklärung zur biblischen Irrtumslosigkeit mit. Für Bibelleser gilt er bis heute als prägender Vermittler klassischer reformatorischer Theologie, wenngleich seine Beteiligung an der ökumenischen Initiative »Evangelicals and Catholics Together« (1994) unter Konservativen zu scharfen Kontroversen führte.
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