Die Reformatoren sahen das Fegfeuer zu Recht als eine Beleidigung des Rettungswerks Christi an. Auf der Grundlage der Schrift hielten sie fest, dass alle Gläubigen »ein für alle Mal durch das Opfer des Leibes Jesu Christi geheiligt worden sind« (Heb 10,10). Durch sein Leiden am Kreuz, nicht durch unser Leiden nach dem Tod werden Sünden gereinigt: »Jesus hat gelitten, um das Volk durch sein eigenes Blut zu heiligen« (Heb 13,12). Die Reformatoren merkten auch an, dass die Schrift keinen »dritten Ort« zulässt. Jesus und seine Apostel sprechen konsequent nur von zwei Schicksalen für den Menschen: Himmel und Hölle.
— Robert Peterson (* 1948), Evangelikaler Theologe, Professor für Systematische Theologie und Buchautor
Bibelstelle: HEB.10.10
Themen: Gnade & Erlösung, Ewigkeit & Hoffnung über den Tod, Bibel & Wort Gottes
Anlässe: Zum Nachdenken
Robert Peterson
Robert A. Peterson (* 1948) ist ein US-amerikanischer presbyterianischer Theologe und lehrte über viele Jahre als Professor für Systematische Theologie am Covenant Theological Seminary in St. Louis. Er vertritt eine dezidiert reformierte Bundestheologie und profilierte sich insbesondere mit Schriften zur Heilslehre sowie der Verteidigung der traditionellen Lehre von der ewigen Verdammnis. Für Bibelleser bietet sein Werk eine systematisch strukturierte Erschließung zentraler Themen wie der Rechtfertigung, der Heilsgewissheit und der göttlichen Adoption.
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