Geben wird nicht dadurch motiviert, Menschen davon zu überzeugen, wie „klug“, „verantwortungsvoll“ und „genussvoll“ es ist zu geben … (sondern wir sollen) das Reich Gottes auskosten und suchen. Nur die größeren Schätze des Reiches Gottes können uns davon befreien, an den konkurrierenden Schätzen dieser Welt zu hängen. Nur die tiefere Erfüllung, die daraus entsteht, sich selbst für andere aufzuwenden, kann den sündig natürlichen Trieb überwinden, andere für unsere eigenen Zwecke zu benutzen. Und sich selbst für andere hinzugeben kann nur geschehen, wenn unsere eigenen Sicherheitsbedürfnisse bereits in Christus erfüllt sind, der sich für uns aufgab (2Kor 8,9). Statt uns also nur auf wirksamere Wege zu konzentrieren, die Vorteile und Pflichten des Gebens zu bewerben, müssen wir um die Ausgießung des Geistes Gottes über sein Volk beten. Statt größerer Spendenkampagnen brauchen wir ein größeres Bild von Gott.

Scott Hafemann (* 1954), Theologe und Neutestamentler

Bibelstelle: 2CO.8.9

Themen: Geld & Besitz, Gnade & Erlösung

Scott Hafemann

Scott Hafemann (* 1954) ist ein US-amerikanischer evangelikaler Neutestamentler und Theologe, der unter anderem am Wheaton College, am Gordon-Conwell Theological Seminary und an der University of St Andrews lehrte. Bekannt ist er für seine Arbeiten zur paulinischen Theologie, insbesondere zum zweiten Korintherbrief, sowie für die theologische Betonung der Kontinuität von Altem und Neuem Testament. Bibellesern vermittelt seine Exegese ein vertieftes Schriftverständnis, das alttestamentliche Verheißungen eng mit praktischer Kreuzesnachfolge und Glaubensgehorsam verbindet.

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Die Sorge um mein tägliches Brot ist eine materielle Frage. Sie Sorge um das Brot meines Bruders ist eine geistliche Frage.

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Nichts, was du nicht weggegeben hast, wird jemals wirklich dir gehören.

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Materieller Wohlstand ist entweder ein Fenster, durch das wir Gott sehen, oder ein Spiegel, in dem wir uns selbst sehen.

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