Gott hat nicht verlangt, dass wir erst unsere Treue zu ihm unter Beweis stellen, bevor Christus bereit wäre, an unserer Stelle zu sterben. Zu fordern, dass wir uns der Vergebung irgendwie würdig erweisen, um unseren Stand als seine Kinder zurückzugewinnen, wäre vergeblich gewesen. Was könnten gottlose, aufsässige Sünder Gott anbieten, das den heiligen Schöpfer des Universums bewegen würde, seinen einzigen Sohn für sie zu opfern? Also handelte Gott zuerst, einzig aus seiner eigenen souveränen Liebe heraus, um seinem Volk Barmherzigkeit zu schenken als den höchsten Ausdruck seiner Gnade (2. Mose 33,19; Jes 63,7; Röm 9,15-18; Eph 2,4; Tit 3,5; 1. Petr 1,3). Christus starb für uns, weil der Vater und der Sohn die Unliebenswerten liebten.
— Scott Hafemann (* 1954), Theologe und Neutestamentler
Themen: Gnade & Erlösung, Liebe
Anlässe: Zum Nachdenken
Scott Hafemann
Scott Hafemann (* 1954) ist ein US-amerikanischer evangelikaler Neutestamentler und Theologe, der unter anderem am Wheaton College, am Gordon-Conwell Theological Seminary und an der University of St Andrews lehrte. Bekannt ist er für seine Arbeiten zur paulinischen Theologie, insbesondere zum zweiten Korintherbrief, sowie für die theologische Betonung der Kontinuität von Altem und Neuem Testament. Bibellesern vermittelt seine Exegese ein vertieftes Schriftverständnis, das alttestamentliche Verheißungen eng mit praktischer Kreuzesnachfolge und Glaubensgehorsam verbindet.
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