Gott mag manche berufen, ihre Heimat zu verlassen, um das Evangelium in der Fremde zu verkündigen. In solchen Situationen ist die Versuchung groß, in einen Gesetzismus zu verfallen und sich für einen Helden Gottes zu halten, weil man Entbehrungen im Ausland auf sich nimmt. Wer schwere Aufgaben für Gott erfüllt, muss sich daran erinnern, dass diese Härten schlicht seiner geistlichen Gesundheit dienen. Wenn diese Herausforderungen ihnen helfen, Christus ähnlicher zu werden, werden sie ein Loblied anstimmen, und als Folge »werden es viele sehen, sich fürchten und auf den Herrn vertrauen« (Ps 40,4). Menschen, die sich selbst eher als Pflegefälle denn als Helden betrachten, geben hervorragende Missionare ab.
— Daniel Fuller (1925–2023), Theologe, Professor für Hermeneutik und Dekan am Fuller Theological Seminary
Bibelstelle: PSA.40.4
Themen: Zeugnis & Mission, Demut & Stolz, Arbeit & Berufung
Anlässe: Zum Nachdenken
Daniel Fuller
Daniel Fuller (1925–2023) war ein US-amerikanischer evangelikaler Theologe und wirkte über vier Jahrzehnte als Professor für Hermeneutik und Dekan am Fuller Theological Seminary in Pasadena. Er entwickelte Methoden zur grammatischen Diskursanalyse biblischer Texte und betonte die Kontinuität beider Testamente, stieß jedoch mit seinen Thesen zur Irrtumslosigkeit der Schrift und zum Verhältnis von Glaube und Gehorsam auf scharfe Kritik konservativer Theologen. Für heutige Bibelleser ist er vor allem durch seinen hermeneutischen Ansatz bedeutsam, der namhafte Prediger und Ausleger wie John Piper nachhaltig prägte.
Alle Zitate von Daniel Fuller (20)
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